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«Die Welt marschiert mit Euch»: Grösste Demos seit Tagen in Myanmar



epa09017501 Demonstrators hold placards and banners calling for the release of detained Myanmar State Counselor Aung San Suu Kyi, as they block a road during a protest against the military coup, in Yangon, Myanmar, 17 February 2021. The Myanmar military junta on 16 February charged ousted civilian leader Aung San Suu Kyi with a second offence under the country

Die Demos reissen nicht ab. Bild: keystone

In Myanmars ehemaliger Hauptstadt Rangun sind am Mittwoch wieder Zehntausende Menschen gegen die neue Junta auf die Strasse gegangen. Beobachtern zufolge handelte es sich um die grösste Kundgebung seit Tagen in dem südostasiatischen Land.

Die Demonstranten blockierten mit einem Sit-in nahe der Sule-Pagode im Zentrum Ranguns wichtige Strassen und legten den Verkehr teilweise lahm, wie Fotos in sozialen Netzwerken zeigten. Sie forderten ein Ende der Militärdiktatur nach dem Putsch vom 1. Februar und die Freilassung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

«Die Menschen haben ein Recht, sich zu versammeln, ohne die Bedrohung von Festnahmen und Gewalt durch das Militär», twitterte der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Myanmar, Tom Andrews. «Die Welt marschiert heute mit Euch.»

Auch nahe Shwebo nordwestlich von Mandalay gab es eine Kundgebung mit Tausenden Teilnehmern. In der Grossstadt Mandalay selbst fuhren in der Nacht zahlreiche Militärfahrzeuge auf, wie auf Fotos auf Twitter zu sehen war. Dennoch gab es auch dort am Mittwoch Massenproteste. Das Internet war zuvor landesweit die dritte Nacht in Folge gesperrt worden.

Die Armee hatte sich im früheren Birma in der Nacht zum 1. Februar zurück an die Macht geputscht und Suu Kyi sowie viele Mitglieder ihrer Regierung in Gewahrsam geenommen. Seither wurden zahlreiche weitere Politiker, Aktivisten und Demonstranten festgenommen. Während der fast 50 Jahre währenden Militärdiktatur, die erst vor zehn Jahren demokratischen Reformen gewichen war, hatten die Generäle jeden Widerstand immer brutal niedergeschlagen. (aeg/sda/dpa)

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