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Philippinische Terrorgruppe Abu Sayyaf tötet niederländische Geisel



epa07614820 A handout photo made available 31 May 2019 by the Armed Forces of the Philippines - Joint Task Force Sulu shows Filipino soldiers inspecting a temporary shelter, where Ewold Horn, a Dutch photographer, was held hostage by Islamic State-linked Abu Sayyaf group militants. Horn was killed by his captors when he tried to escape during a clash between government troops and the militants  in Patikul township of Sulu, Philippines, 31 May 2019. According to military reports, Horn was shot and killed while trying to escape at the height of encounter, on May 31, in the jungle of Patikul township of Sulu island, southern Philippines.  EPA/HO HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

In diesem Lager der Terrorgruppe Abu Sayyaf wurde der niederländische Tourist gefangen gehalten. Bild: EPA/PHILIPPINE ARMED FORCES

Nach mehr als sieben Jahren Geiselhaft hat die islamische Terrormiliz Abu Sayyaf auf der Philippinen-Insel Jolo nach Angaben des Militärs einen niederländischen Touristen getötet. Der 59-Jährige wurde demnach am Freitag erschossen, als er während eines Feuergefechts fliehen wollte.

Die Regierung in Den Haag bestätigte den Tod des Niederländers. Aussenminister Stef Block zeigte sich bestürzt. Er werde die philippinischen Behörden um «weitere Aufklärung» bitten, sagte er der Nachrichtenagentur ANP.

Der Leichnam wurde in der Gemeinde Patikul gefunden, etwa tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Der Niederländer war seit Februar 2012 in der Gewalt von Abu Sayyaf - so lange wie keine andere Geisel zuvor.

Die Gruppe hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach mit Entführungen und auch mit Tötungen von Ausländern Schlagzeilen gemacht. Nach Darstellung eines Armeesprechers versuchte der Niederländer, während eines Feuergefechts zwischen Militärs und Abu-Sayyaf-Mitgliedern zu entkommen. Dabei seien sechs Islamisten getötet worden, so der Sprecher. Zwei Soldaten hätten Schusswunden erlitten.

Der Mann aus Groningen war zusammen mit einem Schweizer und ihrem philippinischen Führer verschleppt worden, als die drei in der Provinz Tawi-Tawi Vögel beobachten wollten. Der Philippiner konnte kurz darauf flüchten, der Schweizer zwei Jahre später.

Abu Sayyaf versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren. Vor zwei Jahren ermordete die Gruppe ein deutsches Seglerpaar. (sda/dpa/afp)

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