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Anonymous-Liste: US-Politiker dementieren angebliche Ku-Klux-Klan-Mitgliedschaft



Am Wochenende haben Kreise rund um das Hackerkollektiv Anonymous zwei Listen auf der Sharing-Plattform «Pastebin» veröffentlicht, die die Namen von angeblichen Mitgliedern des rassistischen Ku-Klux-Klan enthalten. In der einen Liste finden sich die Namen von hochrangigen Politikern der republikanischen und der demokratischen Partei, in der anderen Telefonnummern und Email-Adressen, einige davon mit der Endung .ru.

Obwohl sich Anonymous selber von der Veröffentlichung distanziert, sehen sich die Denunzierten gezwungen, öffentlich Stellung zu nehmen. Dan Coats, republikanischer Senator aus Indiana, nannte die Anschuldigungen «übelster Müll aus dem Internet». In einem Tweet beteuerte er, «niemals irgendeine Verbindung mit dem Ku-Klux-Klan unterhalten zu haben.» Er verurteile jegliche Form von rassistischer Diskriminierung aufs Schärfste, so Coats. 

Auch andere Politiker wiesen die Anschuldigungen zurück. «Newsweek» listete einige davon auf:

Anonymous kündigte bereits vor längerer Zeit an, die Namen von 1000 Ku-Klux-Klan-Mitgliedern zu veröffentlichen. Allerdings war die Veröffentlichung erst auf den 5. November geplant – ein Datum, das in der Anonymous-Szene grossen Stellenwert hat. 

Thomas Robb, der Direktor der «Knights of The Ku Klux Klan» sagte gegenüber «Time», dass eine Infiltration in sein KKK-Netzwerk nur schon aus technischen Gründen unmöglich sei: Die Festplatten mit den entsprechenden Informationen seien nicht mit dem Internet verbunden. Um an die Namen heranzukommen, hätten Einbrecher die Daten manuell auf Datenträger herunterladen müssen, was, so Robb, «absurd wäre».

Die Fehde zwischen dem Hackerkollektiv und dem rassistischen Bund geht auf die Unruhen in Ferguson vor einem Jahr zurück. Damals hatte der KKK den Demonstranten mit tödlicher Gewalt gedroht. Anonymous reagierte mit DDOS-Attacken auf angebliche KKK-Websiten und der Übernahme eines mutmasslichen KKK-Twitter-Accounts. Das Hackerkollektiv rechtfertigte diesen Schritt damit, dass der Ku-Klux-Klan «Blut an seinen Händen» und aufgrund seiner Geschichte «kein Recht auf freie Meinungsäusserung» habe.

Stellungnahme von Anonymous im Nov. 2014

 (wst)

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