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Democratic presidential candidate, former Vice President Joe Biden arrives to speak with families who have benefited from the Affordable Care Act, Thursday, June 25, 2020, in Lancaster, Pa. (AP Photo/Matt Slocum)
Joe Biden

Maskiert: Joe Biden. Bild: keystone

Analyse

Joe Bidens Geheimwaffe gegen Donald Trump: alte Weisse

Der Präsident verliert die Rentner des oberen Mittelstandes, eine seiner wichtigsten Wählergruppen. Das zeigen jüngste Umfragen.



Tiefe Stirnrunzeln sind das Markenzeichen des Fox-News-Moderators Tucker Carlson. Am vergangenen Donnerstagabend waren sie noch ein bisschen tiefer als gewohnt. «Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass Donald Trump die Wahlen verlieren könnte», teilte der Rechtsaussen der Fox-News-Gemeinde seinen Fans mit besorgter Miene mit.

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Macht sich Sorgen um Trumps Wiederwahl: Tucker Carlson. Video: YouTube/Fox News

Im rechten Lager macht sich Panik breit. Nach der verkorksten Wahlkampf-Rally in Tulsa kommt Trump nicht mehr in die Gänge. Auch auf der Meinungsseite des «Wall Street Journal» – einer rechtskonservativen Festung – fallen nun harsche Worte gegen den Präsidenten. Er wird nicht nur als wehleidiger Narzisst beschimpft, sondern auch vor einer drohenden Niederlage gewarnt:

«Trumps Basis von 35 Prozent wird ihn nie verlassen. Aber die Wechselwähler, die ihn in den letzten dreieinhalb Jahren unterstützt haben, haben sich in den letzten zwei Monaten von ihm abgewendet.»

Trump steckt tief in der Klemme. Das zeigen die Zahlen auf FiveThirtyEight, der Webseite des Meinungsumfrage-Stars Nate Silver. In den letzten Wochen hat Biden seinen Vorsprung auf Trump sukzessive ausgebaut. Der Durchschnitt verschiedener Umfragen sieht ihn nun mit 9,6 Prozentpunkten voraus. Was vor allem wichtig ist: In den sogenannten «battleground states», einer Handvoll von umkämpften Bundesstaaten, liegt Biden ebenfalls vorne. In diesen Staaten wird am 3. November die Wahl entschieden.

Einer dieser Staaten ist Florida. Dort hat Biden mit 7,4 Prozentpunkten die Nase vorn – und genau das sorgt für grosse Bauchschmerzen im Trump-Lager. Ins sonnige und warme Florida ziehen nämlich viele Rentner nach ihrer Pensionierung. Sie haben 2016 mehrheitlich für Trump gestimmt. Nun kehren sie ihm den Rücken – und zwar in dramatischem Ausmass. Das zeigt eine Umfrage des parteiunabhängigen Instituts Democracy Fund + U.C.L.A bei mehr als 100’000 Menschen.

Bei der Altersgruppe Ü65 hat Trump 2016 Hillary Clinton um rund 15 Prozentpunkte geschlagen. Nun hat Biden selbst in dieser Altersgruppe die Nase vorne, ein Umschwung von rund 20 Prozent. «In einer Wahl, in der er [Trump] jede Stimme gegen einen starken demokratischen Herausforderer braucht, könnte das dramatisch sein», stellt die «New York Times» fest.

epaselect epa08499294 Florida Lawyer Daniel W. Uhlfelder (L) stands next to his daughter Daisy (9), dressed as the Grim Reaper in front of the entrance of the Trump National Doral Golf Resort in Doral, Florida, USA, 20 June 2020. Uhlfelder continues his 'Grim Reaper Beach Tour' in Miami, visiting the Trump National Doral to raise awareness of skyrocketing news cases of COVID-19 disease in Florida due to the policies of President Donald J. Trump and Florida Governor Ron DeSantis.  EPA/CRISTOBAL HERRERA

Verkleidet als Tod: Demonstranten vor Doral, einem Golf Resort, das Trump gehört. Bild: keystone

Wie gross die Enttäuschung der mehrheitlich weissen Senioren mit dem amtierenden Präsidenten geworden ist, zeigt exemplarisch eine Kolumne von Peggy Noonan im «Wall Street Journal». Noonan gehört selbst dieser Altersgruppe an und ist eine in der Wolle gefärbte Republikanerin. Sie war eine enge Vertraute von Ronald Reagan.

Nun wirft sie Trump Versagen in der Coronakrise und Feigheit bei den Rassenunruhen vor. Ernüchtert stellt Noonan fest:

«Das wahre Bild der Tulsa-Rally waren nicht die leeren Sitze, es waren die leeren Gesichter – der gelangweilte Ausdruck, das Gähnen und Smartphone-Checken. Es war, als ob sich alle an einen alten Song zu erinnern versuchten und sich dabei vorstellen, wie es war, als sie ihn vor ein paar Jahren zum ersten Mal hörten.»

Die Coronakrise hat Trump definitiv entzaubert, sein Führungsversagen ist nicht mehr zu übersehen. Genüsslich zeigen alle TV-Stationen ausser Fox News eine Kurve, die den Verlauf der Epidemie in den USA mit Europa vergleicht. Auf dem alten Kontinent ist die Zahl der Infizierten dramatisch gefallen, in Nordamerika verharren sie auf hohem Niveau.

Schlimmer noch, in den letzten Tagen steigen sie wieder auf neue Rekordwerte, und zwar mehrheitlich in den «roten» – den von den Republikanern beherrschten – Bundesstaaten. Typisches Beispiel ist Texas. Dort hat Gouverneur Greg Abbott bis vor kurzem einen strammen Trump-Kurs verfolgt und sich um Lockdown-Regeln foutiert.

Texas Gov. Greg Abbott speaks during a press conference about the state's response to the coronavirus on Tuesday, March 24, 2020, in Austin, Texas. (Nick Wagner/Austin American-Statesman via AP)
Gregg Abbott

Will jetzt auch Lockdown-Regeln: Gregg Abbott, Gouverneur von Texas. Bild: AP

Nun werden in den Spitälern von Houston und Dallas die letzten Intensivbetten gefüllt. Die Anzahl der Infizierten geht durch die Decke. Abbott musste handeln. Er hat das Ruder herumgeworfen, tritt nun demonstrativ mit Schutzmaske auf – sie ist in den USA ein politisches Symbol geworden – und führt Lockdown-Massnahmen wie einst New York ein.

Die Babyboomer-Generation bildet bekanntlich die Hochrisiko-Gruppe in der Coronakrise. Das Versagen der Regierung wird dabei von den Rentnern besonders schmerzlich zur Kenntnis genommen. Dazu kommen unbegreifliche politische «unforced errors» des Weissen Hauses. Die Trump-Regierung hat soeben das Oberste Gericht aufgefordert, den Affordable Care Act, Obamas Krankenkassengesetz, ausser Kraft zu setzen. Selbst republikanische Strategen verstehen die Welt nicht mehr. So erklärt einer von ihnen, ein gewisser Joel White, gegenüber der «New York Times»: «Es ist ziemlich dumm, mitten in einer Pandemie zu verlangen, Obamacare abzuschaffen.»

Zur Erinnerung: Der Kampf für Obamacare hat den Demokraten einen durchschlagenden Erfolg bei den Zwischenwahlen 2018 eingebracht.

Angesichts der Unruhen müsste man meinen, dass Trump mit seiner «law-and-order»-Botschaft punkten müsste. Fehlanzeige. Seine Flucht in den Bunker des Weissen Hauses und sein völlig missglückter Auftritt mit Bibel in der Hand haben das Gegenteil bewirkt. Er steht nicht nur als Feigling da, sondern auch einer, der unfähig ist, die Amerikaner zu einen. Onkel Joe Biden schneidet im Vergleich dazu sehr vorteilhaft ab.

Bild

Im Formtief: Donald Trump.

Tucker Carlsons Stirnrunzeln werden daher so schnell nicht verschwinden und die Amerikaner werden sich neue Fragen stellen müssen. Peggy Noonan stellt sich bereits darauf ein: «Wir haben uns gefragt, ob Trump in einer Krise Führungsstärke zeigen kann», stellt sie fest. «Er kann es nicht. Ist Mr. Biden dazu in der Lage?»

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82
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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • c_meier 27.06.2020 15:34
    Highlight Highlight warten wirs ab...
    die Basis könnte durch die tiefen Umfragewerte erst recht motiviert sein, ihn zu wählen... es dauert noch etliche Monate bis zur Wahl.
    ich hoffe nicht auf weitere 4 Jahre aber bereits 2016 haben alle gesagt, er werde nie gewählt (auch der Herr Silver) aber es passierte dann eben doch.. 🙊
  • Ihre Dudeigkeit 27.06.2020 14:15
    Highlight Highlight Pest oder Cholera, - tragisch für ein Land mit 300 Mill Einwohnern, dass sich da kein 'wählbarer' Kandidat finden lässt. Kunsstück driftet ein ganzes Land in eine kollektive Depression und politisiert mit der Faust im Sack oder auf der Strasse.
    • Eiswalzer 27.06.2020 14:24
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Sälüzäme 27.06.2020 17:52
      Highlight Highlight Ob Biden die Cholera ist bleibt abzuwarten, er hat als Vize einen viel besseren Eindruck hinterlassen als Pence. Das hat sicher auch am Präsidenten selber gelegen. Er muss zuerst gewählt werden, was ich hoffe, und in 4 Jahren kann man dann die Vergleiche zu DT machen. Bis jetzt sehen die Leute nur, was Biden an missratenen Statements in einem Monat abgibt schafft DT in einer Stunde. Das einzig Gefährliche ist, Biden muss sich deshalb nicht wirklich exponieren bei all dem Mist den DT macht und so weiss man nicht viel über sein Programm. Man wählt die Katze im Sack.
  • ernst.haft 27.06.2020 13:33
    Highlight Highlight Joe Biden: Alte weisse Geheimwaffe gegen Donald Trump.
  • benn 27.06.2020 13:03
    Highlight Highlight Na ja es besteht eben doch hoffnung dass irgend wann auch mal der dümmste merkt wer und wie trump wirklich ist!
  • Kirschbaum 27.06.2020 12:54
    Highlight Highlight Lassen wir uns überraschen, ob die Abwahl Wunschdenken bleibt. Im Februar waren wir noch auf Kreuzfahrt, bevor dann alle in die Qurantäne kamen. Auf dem Schiff hatte es viele Amerikaner. Hörte man genau hin, da hatte man doch das Gefühl, dass viele zu ihrem Präsidenten stehen. Es war nicht nur der dumme weisse Mann, wie man seine Wähler einstuft. Ich habe es einfach zur Kenntnis genommen, ohne zu werten.
    • Kirschbaum 27.06.2020 16:33
      Highlight Highlight Seit Trump Präsidsent ist, wurde xmal prophezeit, dass er abgewählt würde. Nichts hat sich bewahrheitet. Ich bin nicht Amerikaner und nehme es einfach zur Kenntnis, das er immer noch Präsident ist und offenbar nicht nur Feinde hat. Die Corona Zeit war für alle schwierig. Offenbar vergessen die Amerikaner schnell. Kommt die Wirtschaft wieder etwas in Schwung, ist alles möglich, vorallem mit dem greisen Kantitanten der Demokraten.
    • Basti Spiesser 28.06.2020 01:44
      Highlight Highlight Sprecht mehr mit Amerikanern, als nur über sie...
  • CocoLou 27.06.2020 12:39
    Highlight Highlight Ich glaube es erst wenn der Spuck vorbei ist...
    • Marbek 28.06.2020 10:15
      Highlight Highlight Hoffen wir, dass er im Spuknapf der Geschichte landet!
  • Garp 27.06.2020 12:36
    Highlight Highlight Der Titel ist blöd, Biden braucht keine Geheimwaffe. Mancher wählt einfach das kleinere Übel, wenn es keine gute Option gibt.
  • lilie 27.06.2020 12:01
    Highlight Highlight Trump wirkt nicht mehr so bissig wie auch schon. Wer weiss, ob ihm nicht doch irgendwo links unterhalb des kleinen Zehs ein paar Selbstzweifel kommen, ob er dieser Sache wirklich gewachsen ist.

    Vielleicht dämmert ihm, dass Präsidentsein nicht heisst, dass alles nach seinem Kopf geht, sondern Verantwortung für 320 Millionen Amerikaner zu tragen.

    Aber das wirklich Erschreckendste ist: Klar sind seine Zustimmungwerte gesunken - aber nicht rasant. Gemäss fiverthirtyeight ist es nicht einmal seine tiefste Zustimmungsrate bisher.

    Und bis November kann noch viel passieren - in alle Richtungen.
    Benutzer Bild
  • ujay 27.06.2020 11:50
    Highlight Highlight Bye bye Pinocchio, welcome Joe!
    • Jeremy Liquidpsy 27.06.2020 12:12
      Highlight Highlight Ob die Schnarchnase besser ist als Pinocchio mag ich zu bezweifeln.. Es ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera..
    • Varanasi 27.06.2020 14:07
      Highlight Highlight Jeremy
      Wer immer noch denkt, dass es egal wäre, ob Trump oder Biden gewinnt, der schaut der Realität nicht ins Auge.


    • ursus3000 27.06.2020 14:17
      Highlight Highlight und dein Kommentar ist wie Corona - alles sind doof
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 27.06.2020 11:34
    Highlight Highlight Trump hat zwei Vorteile.

    1. Er zeigt glasklar auf wohin die Reise führt, wenn man Rechtspopulisten wie die SVP wählt. Denn wer SVP wählt, wählt Trump. Es sind Geschwister im Geiste und Tun.

    2. Trump steht seinen Groupies von der SVP vor der Sonne und stiehlt ihnen die Schlagzeilen.
    • Donny Drumpf 27.06.2020 12:28
      Highlight Highlight Trump ist nicht in erster Linie ein Rechtspopulist, er dient keinem höheren Ziel, er hat keine Ideologie die er verbreiten möchte. Trump dient in erster Linie Trump, zu gewinnen ist ihm wichtig und das macht ihn gefährlich.
    • raph124 27.06.2020 13:42
      Highlight Highlight Mit Verlaub, aber das ist Blödsinn. Einzelne SVP Politiker wie Mörgeli oder Köppel können sicherlich im Ansatz mit Trump verglichen werden, dies aber auf die gesamte Partei zu pauschalisieren entbehrt jeglicher Grundlage. Denn auch rechtskonservative Politik, sosehr ich diese auch ablehne, steht nicht im Widerspruch zum Rechtsstaat.
    • banda69 27.06.2020 16:43
      Highlight Highlight Natürlich sind Trump und die SVP auf dem selben niedrigen Niveau.

      - Zerstörung von Sozialen Errungenschaften

      - Umweltfeindlich

      - Hetze gegen Mindeheiten und Menschen in Not

      - Schuld sind immer die Anderen

      - Verbreitung von Unwahrheiten

      - Verunglimpfung von staatlichen Institutionen und Andersdenkenden

      - Bevorteilung von Reichen und Abzockern

      - Verkaufen sich als Retter des Volkes. Was eine hemmungslose Lüge ist

      und und und

      Und ja. Trump und SVP sind Hans was Heiri.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 27.06.2020 11:32
    Highlight Highlight Für viele US-Amerikaner war Trump ein Experiment. So nach dem Motto "mal was Anderes". Kaum jemand, der/die ihn damals wählte, konnte ein schlüssiges Argument liefern, wieso genau er/sie dies tat. Mit einer Ausnahme: Viele wollten einfach Hillary Clinton nicht.

    Inzwischen begreifen viele, wen sie da tatsächlich gewählt haben. Der Reiz des Experimentellen ist verschwunden. Trump kann und wird kein Experiment mehr sein können. Er ist entzaubert. Experimentell war lediglich die Verpackung. Der Inhalt ist ein Desaster.

    Macht Biden keine gravierenden Fehler, wird Trump haushoch verlieren.
    • Garp 27.06.2020 12:32
      Highlight Highlight Da kennst Du die Amerikaner aber schlecht. Viele waren überzeugt von Trump.
    • BVB 27.06.2020 13:06
      Highlight Highlight "Macht Biden keine gravierenden Fehler, wird Trump haushoch verlieren."
      Ich kann mir einen oder mehrere Ausrutscher Biden's à la "I like kids jumping on my lap" oder in Richtung Demenz leider sehr gut vorstellen. Ob es ihn den Wahlsieg kostet weiss ich nicht, aber es hilft ihm sicher nicht.
    • Bruno Wüthrich 27.06.2020 13:37
      Highlight Highlight @ Garp

      Es ist mir durchaus bewusst, dass viele Amerikaner überzeugt von Trump waren. Aber kaum einer konnte es schlüssig begründen.

      Sie wussten also nicht wieso...

      @ BVB

      Biden ist bei weitem nicht ein "Traumkandidat". Er wird in einer Beliebtheitsskala kaum je wirklich weit oben stehen. Für ihn spricht, dass sein Gegner Trump heisst.

      Wenn ich diese beiden Kandidaten sehe, denke ich mir: Mein Gott, wie armselig für ein derart wichtiges Land.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapientia et Virtus 27.06.2020 11:29
    Highlight Highlight Erinnert mich an Jimmy Carter 1976. Wie Joe Biden ein guter Mann. In jungen Jahren ein strammer Konservativer, wurde dank weissen Südstaatlern Präsident, da "einer von ihnen" (Ford gewann bei diesen zwar eine Mehrheit, allerdings nur eine knappere als bei vorhergehenden Wahlen). Bald folgte für sie ein böses Erwachen. Jetzt werden viele für Biden Stimmen, weil sie Harmonie wollen - und dann merken, dass es für Harmonie immer zwei Seiten braucht und die Gegner daran überhaupt nicht interessiert sind.
    • FrancoL 27.06.2020 12:39
      Highlight Highlight Etwas wirrer Kommentar, vor allem die Annahme dass man eine Präsidenten wählt, weil man Harmonie erreichen will.
      Die Mehrheit wählt den für sie genehmen Präsidenten und das hat null und nichts mit Harmonie zu tun. Zudem spielt ja nicht einmal die Mehrheit eine Rolle, wie dies bei HC klar abzulesen war.
  • Walter Sahli 27.06.2020 11:25
    Highlight Highlight Ich schaue jetzt mal, ob ich irgendwo darauf wetten kann, dass er seine Kandidatur zugunsten von Ivanka aufgibt und sie dann im November mit riesigem Vorsprung auf Biden gewählt wird.
    Denn, wer in den USA würde sie nicht wählen, wenn Biden die Alternative ist? Gut, vielleicht gibt es mehr Greisenbewunderer in den USA, als ich es mir vorstelle, aber ich glaube nicht, dass Biden auch nur den Hauch einer Chance hätte.
    • Herman Munster 27.06.2020 12:44
      Highlight Highlight Sorry, Reicht Dir eine die nichts kann aber Blond Gross und Blaue Augen hat um die zu Wählen?
      Die ist genau so Fähig wie der Papa und ihr noch unausstehliche Ehemann!
    • Walter Sahli 27.06.2020 14:04
      Highlight Highlight Den Amerikanern wird sie bei Weitem reichen, die haben schliesslich auch ihren Vater gewählt. Und ich frage nochmals, wer wird sie nicht wählen?
    • Herman Munster 27.06.2020 15:35
      Highlight Highlight Dann stellen die Dem. Scarlett Johannson oder Sharon Stone auf und schon ist es wieder Klar. Stone hat einen IQ von über 150!! Also böse gesagt wie die ganze Familie Trump!
      Zusätzlich, war nicht eines der Argumente gegen Hillary, dass ihr Mann schon Präsident war und man keine Familien Clans wolle.
      Was wäre mit Ivanka dass dann etwas anderes?
      Oder gilt das nur für Fähige? http://Stone hat einen IQ von über
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 27.06.2020 11:17
    Highlight Highlight Was ich bei den Amis nicht verstehe.
    Es gibt offenbar überall "Fans aus Prinzip".

    Gibt es bei Sportclubs, Sänger, Schauspieler und dem Presi.

    Fans die wie bei einer kranken Sekte ihrem Idol folgen.
    Egal was der tut, missachtet, oder verbricht.

    Wie bei Trump ein gutes DRITTEL steht zu ihm. Unter allen Umständen.
    Was ist bei so Leuten bloß kaputt das sie nicht einsehen wie daneben das ist?

    Bei Basti, Krater, etc.. selbst die reden nicht mehr. Dabei sind die nur Trolls die Aufmerksamkeit suchen.

    Warum raffen die Trumpisten es noch immer nicht. Sind die wirklich so dumm?!
    • TanookiStormtrooper 27.06.2020 12:33
      Highlight Highlight So ist das bei den Amis. Einmal sein "Team" wählen und dann stur dabei bleiben. Bei Sportvereinen ganz sympathisch, wenn man auch dabei ist wenn es nicht so gut läuft. Bei Parteien geht es aber in der Regel nicht darum sie zu mögen, sondern das kleinere Übel zu wählen. 🤷‍♂️
    • Lucida Sans 27.06.2020 12:36
      Highlight Highlight Ich denke, dass ihn viele bewundern, weil er die Regeln bricht. Weil er allein zeigt, wie machtlos sie sind, auch wenn seine Lügen noch so durchsichtig sind. Ein Vorbild, Unverschämtheit, die bewundert wird. Halt einer „wie wir“, nur grösser und total bewundernswert. Ein ganz toller Antiheld, anbetungswürdig. Durch Bewunderung ist man Teil von etwas Grossem, Einzigartigem.
      Hat mit Verstand/Dummheit nichts zu tun. Ist Gefühl.
    • _kokolorix 27.06.2020 13:16
      Highlight Highlight Auch in der Schweiz wählt fast ein Drittel stoisch SVP, obwohl doch völlig offensichtlich ist, dass diese nur die Superreichen vertritt.
      Das Problem ist nicht amerikanisch, es ist menschlich. Denken ist anstrengend, die Welt kompliziert und die Rezepte der Rechtspopulisten wohltuend einfach. Und das Beste daran, sie versprechen Verbesserungen, indem die Anderen etwas ändern müssen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hillary Clinton 27.06.2020 11:04
    Highlight Highlight Die Debatten könnten entscheidend sein dieses Mal.

    Tollwütige Orange gegen vergesslichen Grossvater....


    God bless the USA, zwei Altersheimbewohner kämpfen um die Nuklearcodes 🙈
    • Shabaqa 27.06.2020 12:12
      Highlight Highlight Wieso sollte Biden in dieser Situation überhaupt zu Debatten gegen Trump antreten?
  • smartash 27.06.2020 11:01
    Highlight Highlight „die Zahl der Infizierten dramatisch gefallen“ 🤔


    dramatisch gefallen? 😂😂😂
  • flyingdutch18 27.06.2020 10:46
    Highlight Highlight Ganz wichtig wird sein, welche Frau Biden als Vizepräsidentin nominiert. Sie ist nach seiner Aussage von der Präsidentschaft „one heartbeat away“, und das wird natürlich die Wähler beeinflussen.
    • Vanessa_2107 27.06.2020 11:31
      Highlight Highlight flyingdutch18 - Kamala Harris, Elizabeth Warren oder Stacey Abrams. Auf jeden Fall eine Frau.
    • ernst.haft 27.06.2020 11:49
      Highlight Highlight „One heartbeat“ ist ziemlich treffend, in Anbetracht von Bidens Alter.
    • Basti Spiesser 27.06.2020 11:53
      Highlight Highlight Michelle Obama...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meinung 27.06.2020 10:37
    Highlight Highlight Vielleicht sollten wir uns erstmal um unsere Politik und das geschehen in der Schweiz kümmern. Trump ist und bleibt unberechenbar.
    • Meinung 27.06.2020 16:46
      Highlight Highlight Das eine schlisst das andere ja nicht aus. Alles was ich meine ist dass der Fokus überdacht werden sollte.
    • Heidi Weston 27.06.2020 17:48
      Highlight Highlight Der Fokus ist ganz in Ordnung.
  • DieFeuerlilie 27.06.2020 10:36
    Highlight Highlight Der arme, arme Donnie..

    Er konnte in der Krise (Corona, BLM-Unruhen) nicht das Richtige tun, weil er so müde und entkräftet war von seinem jahrelangen Kampf gegen die unfairen Vorwürfe der Demokraten.

    Sagt Tucker Carlson.
    • Herman Munster 27.06.2020 12:35
      Highlight Highlight LOL, Erinnert mich an einen alten Witz aus dem Mad Heften.
      War damals über New Kids on the Block.
      Die können nicht Tanzen und gleichzeitig Tanzen! Das sei so schwer wie gehen und Kaugummi Kauen!
      Ja, passt!
    • Herman Munster 27.06.2020 14:28
      Highlight Highlight Sorry, Tanzen und Singen!
  • paddyh 27.06.2020 10:25
    Highlight Highlight Immerhin hat Joe Biden Erfahrung mit Krisen. Er war immerhin beteiligt an der "Beseitigung" der Finanzkrise. Und in 4-8 Jahren können die Republikaner dann wieder alles an die Wand fahren.
    Das Problem ist aber wohl auch tiefer liegend. Biden will den Status quo und es wird sich nichts an den Umständen ändern, die einen Trump ermöglichten. Mal schauen, wie sein Kabinet aussehen wird und wie der Senat und Kongress zusammengestellt sein wird.
  • Gipfeligeist 27.06.2020 10:19
    Highlight Highlight Na, na. Wir wollen die Orange doch jetzt noch nicht abschreiben, nur weil sie gerade eine kleine Krise hat. Und auch trotz Niederlage werden wir hören: "Fake-News Propaganda" "Die Eliten haben uns ausgetrickst" "The System is rigged!"

    Wenigstens bei der letzten Aussage behält Donald Recht.
    • Heidi Weston 27.06.2020 17:47
      Highlight Highlight Kleine Krise?
  • techiesg 27.06.2020 10:15
    Highlight Highlight ...schreibt ihn nicht zu früh ab. Ein angeschlagenes Wildtier ist am gefährlichsten...!
    • Statler 27.06.2020 11:05
      Highlight Highlight There's nothing worse than a wounded Moskito…
    • Heidi Weston 27.06.2020 17:46
      Highlight Highlight @techiesg
      Und was genau soll ein angeschlagener Trump tun? Die Bürger beissen?
      Der Vergleich ist lächerlich.
      Obwohl Trump die USA geschwächt hat, ist zum Glück die USA immer noch ein Rechtsstaat, was die letzten Urteile des Obersten Gerichts gezeigt hat. Trump kann sich nicht alles erlauben.
  • Jeremy Liquidpsy 27.06.2020 10:05
    Highlight Highlight Der US Wahlkampf ist einfach nur noch lächerliches Theater..

    Egal wer gewinnt es sind beide schrecklich.

    Da bin ich froh um unseren BR auch wenn mir die viele Entscheidungen nicht passen.
  • Heini Hemmi 27.06.2020 10:03
    Highlight Highlight Ich kann’s nicht genug wiederholen: KEINE einzige Umfrage hat vor den letzten Wahlen Trump als Sieger gesehen.
    • Tilman Fliegel 27.06.2020 10:16
      Highlight Highlight Doch, ich finde du hast es genug wiederholt.
    • Heidi Weston 27.06.2020 10:27
      Highlight Highlight Und mann kann es nicht genug wiederholen. Die Situation heute ist eine andere als vor vier Jahren.
      Trump, der heilige Grahl der rechten hat sich als absolut untauglich herausgestellt (hmmm, wer hätte das gedacht... Ironie off), zudem leiden vorallem Trump wähler unter dem Coronavirus. Die ganzen alten weissen Bürger wenden sich in Scharen von Trump ab.
    • Jaklar 27.06.2020 10:32
      Highlight Highlight Diesmal gibt es aber keine böse clinten die man der meute vorwerfen kann.
      Die wirtschaft am boden, arbeitslosenzahlen gehen durch die decke, totalversagen von trump für jeden gut sichtbar, fehler an fehler bei den rassenunruhen.
      Staatsdefizit durch trump in gigantische höhen getrieben und gleichzeitig die reichsten von steuern entlastet, wie blöd aber auch in dieser situation
      Trump nochmals wählen?........ so bescheuert kann man gar nicht sein.
      Armer biden, er wird jahre zu tun haben um das desaster aufzuräumen, das trump angerichtet hat.
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