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2,44 Millionen Menschen betroffen: Simbabwe ruft Katastrophenzustand wegen schwerer Dürre aus



Zimbabwean men attempt to get a malnourished cow on its feet  in rural Masvingo, in this file picture taken January 21, 2016. Zimbabwean President Robert Mugabe has declared a state of disaster in most rural parts of the country severely hit by a drought, with 26 percent of the population said to be in need of food aid, the government said in a statement late February 4, 2016. Picture taken January 21, 2016. REUTERS/Philimon Bulawayo/Files

Knochentrocken.
Bild: PHILIMON BULAWAYO/REUTERS

Wegen einer schweren Dürre hat Simbabwes Präsident Robert Mugabe für mehrere Landesteile den Katastrophenzustand ausgerufen. Wie die Regierung am Freitag mitteilte, leiden 2,44 Millionen Menschen in dem südafrikanischen Land unter Lebensmittelknappheit.

Das seien 26 Prozent der Bevölkerung, sagte der Minister für Kommunalverwaltungen und öffentliche Arbeit, Saviour Kasukuwere. Daher habe der Staatschef den Katastrophenzustand für die ländlichen Gebiete ausgerufen.

A Zimbabwean man walks through his maize field outside Harare, January 20, 2016. About 14 million people face hunger in Southern Africa because of a drought that has been exacerbated by an El Nino weather pattern, the United Nations World Food Programme (WFP) said on Monday.  n Zimbabwe, 1.5 million people, more than 10 percent of the population, face hunger, WFP said. REUTERS/Philimon Bulawayo

Bild: PHILIMON BULAWAYO/REUTERS

Simbabwe leidet ebenso wie die Nachbarländer Südafrika und Sambia derzeit unter einer schweren Dürre. Die Folgen sind Viehsterben und Ernteausfälle.

Auslöser für die aussergewöhnliche Trockenheit ist das Wetterphänomen El Niño, das in diesem Jahr weltweit besonders extrem ausfällt. Bei dem Phänomen, das in unregelmässigen Abständen auftritt, sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme.

El Niño besonders stark

Die Vereinten Nationen hatten im November gewarnt, der jüngste El Niño sei der schlimmste seit mehr als 15 Jahren und einer der stärksten seit 1950.

Zuletzt hatte El Niño vor fünf Jahren weitreichende Folgen: Er führte zu heftigem Monsunregen in Südostasien, Dürren im Süden Australiens, auf den Philippinen und in Ecuador sowie enormen Überschwemmungen in Mexiko und Hitzewellen in Brasilien.

Simbabwe war einst als Kornkammer Afrikas bekannt, doch gab es in den vergangenen Jahren wiederholt Ernteausfälle, so dass Getreide importiert werden musste. Kritiker machen dafür auch Mugabes Landreform verantwortlich, in deren Zuge seit 2000 weisse Farmbesitzer teils gewaltsam vertrieben wurden.

Mugabe sieht die Probleme im Agrarsektor dagegen als Folge der Sanktionen, die westliche Staaten wegen der Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe verhängt haben. (sda/afp)

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quelle: x00511 / darren whiteside
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