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UNO zieht Soldaten aus Zentralafrika ab – weil die sich an Kindern vergangen haben sollen



Former anti-Balaka child soldiers wait to be released in Bambari, Central African Republic, May 14, 2015. Armed groups in Central African Republic released over 350 enslaved children on Thursday as part of a United Nations-brokered deal as the country turns to healing after two years of conflict. Picture taken May 14, 2015. REUTERS/Emmanuel Braun

Mai 2015: Frühere Kindersoldaten warten in Bambari auf ihre Freilassung.
Bild: EMMANUEL BRAUN

Wegen neuer Vorwürfe des Kindesmissbrauchs durch Blauhelmsoldaten in der Zentralafrikanischen Republik ziehen die Vereinten Nationen 120 Angehörige der UNO-Truppe Minusca aus dem Land ab.

Die aus dem Kongo stammenden Soldaten würden bis zum Abschluss einer Untersuchung unter Hausarrest stehen und anschliessend in ihre Heimat zurückgebracht, teilte die Minusca am Donnerstag mit.

Die UNO-Truppe berichtete von sieben neuen Missbrauchsfällen im Zeitraum von September bis Dezember vergangenen Jahres. Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hätten die Vereinten Nationen im Januar auf die Fälle aus der Stadt Bambari aufmerksam gemacht. Bei fünf Fällen seien die Opfer minderjährig gewesen.

epa04333240 An AU soldier from Gabon secures the St. Joseph Cathedral, the site of an attack by Seleka rebel fighters earlier in the month, during Sunday Mass in Bambari, Central African Republic, 27 July 2014. The attack on the church, where thousands of Christians had taken refuge, left an estimated 17 people dead and many others injured. Violence between the anti-Balaka and Seleka rebel groups continues despite the ceasefire agreement signed in Congo Brazzaville on 24 July. Thousands have been killed in the conflict since 2013 with nearly a million being forced from their homes.  Bambari, controlled by the Muslim-majority Seleka, has seen some of the heaviest fighting in the country in the past month and is now considered a fault line dividing the Christian-dominated south from the mostly Muslim-dominated north.  EPA/TANYA BINDRA

Ein Soldat aus Gabun in Bambari.
Bild: TANYA BINDRA/EPA/KEYSTONE

Ein ranghoher UNO-Vertreter in New York hatte zuvor bereits 22 Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und der Ausbeutung durch UNO-Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik bestätigt. Die Täter sollen nach Angaben der Opfer, die von den Menschenrechtlern im Januar befragt worden waren, aus der Demokratischen Republik Kongo und Kongo-Brazzaville stammen.

«Drei von ihnen waren auf mir. Sie waren bewaffnet. Sie sagten, sie würden mich töten, falls ich mich wehre», sagte eine 18-Jährige. Nur eine der Frauen sei medizinisch und therapeutisch behandelt worden, hiess es. Das jüngste Opfer sei 14 Jahre alt.

In der Zentralafrikanischen Republik sind rund 10'000 Blauhelme stationiert. Das Land wird von einem schweren Konflikt erschüttert, seit muslimische Rebellen im Frühjahr 2013 den christlichen Präsidenten Francois Bozizé gestürzt hatten.

Nach dem Putsch bekämpften sich Muslime und christliche Milizen. Beiden Seiten werden schwere Gewalttaten angelastet. Das Land ist einem UNO-Index zufolge der drittärmste Staat der Welt.

Prospectors work at the open-pit Djoubissi gold mine, about 50 km (31 miles) north of Bambari in this April 24, 2014 file photo. The Federal Reserve is widely expected to hike interest rates for the first time in almost a decade on Wednesday.   REUTERS/Emmanuel Braun/Files FROM THE FILES - BRACING FOR A FED RATE HIKESEARCH

Arbeiter in einer Goldmine nahe Bambari.
Bild: © Stringer . / Reuters/REUTERS

(sda/dpa/afp)

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