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Ägyptens Al-Sisi übernimmt den Vorsitz der Afrikanischen Union



Bei einem Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Sonntag den rotierenden Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) übernommen. Zuvor hatte Ruandas Staatschef Paul Kagame die AU präsidiert.

epa07279571 Egyptian President Abdel Fattah al-Sisi reviews the Jordan Royal Guard of Honor with Jordan King Abdullah II (not pictured), upon his arrival at Marka Airport, Amman, Jordan, 13 January 2019.  EPA/ANDRE PAIN

Abdel Fattah al-Sisi. Bild: EPA/EPA

Nach der feierlichen Amtsübergabe zu Beginn des zweitägigen Gipfels kündigte al-Sisi für das laufende Jahr ein Forum für Frieden und Entwicklung in der südägyptischen Stadt Aswan an.

«Weg ist noch weit»

Kagame hatte während seiner AU-Präsidentschaft den Fokus auf institutionelle Reformen gelegt. Von al-Sisi wird erwartet, dass er sich stärker auf die Themen Sicherheit, Friedenserhalt und Wiederaufbau nach bewaffneten Konflikten konzentriert. Diese Themen hängen wiederum eng mit dem AU-Jahresthema «Flüchtlinge, Heimkehrer und Binnenvertriebene» zusammen.

«Der Weg ist noch weit», sagte al-Sisi vor Staats- und Regierungschefs aus rund 50 afrikanischen Ländern mit Blick auf das Ziel der Afrikanischen Union, «die Waffen zum Schweigen zu bringen».

epa07358387 African leaders and heads of states pose for a group photo during the 32nd African Union Summit in Addis Ababa, Ethiopia, 10 February 2019. African heads of state and business leaders are gathering in Ethiopian capital for a two-day summit under the theme 'Refugees, Returnees and Internally Displaced Persons: Towards Durable Solutions to Forced Displacement in Africa'.  EPA/STRINGER

Die afrikanischen Staatschefs beim Fototermin. Bild: EPA/EPA

Liesl Louw-Vaudran vom Institut für Sicherheitsstudien in Südafrika sagte, Ägypten wolle den AU-Vorsitz nutzen, um seine Beziehungen zum Rest des Kontinents zu vertiefen. Der nordafrikanische Staat wolle «nicht als ein Land gesehen werden, das sich nur auf die arabische Welt konzentriert», sagte die Afrika-Expertin.

Amnesty International warnte vor einer Aushöhlung der Menschenrechte durch die ägyptische AU-Präsidentschaft. Staatschef al-Sisi zeige «eine schockierende Geringschätzung für Menschenrechte», erklärte die Amnesty-Kampagnenchefin für Nordafrika, Najia Bounaim.

Gipfel zu Flucht und Migration

Der AU gehören 55 Staaten Afrikas an. Ihre Ziele sind die Förderung von Frieden und Stabilität sowie der Erhöhung des Lebensstandards. Hauptthemen des diesjährigen AU-Gipfels sind Flucht und Migration.

Mehr als ein Drittel aller Menschen, die weltweit gewaltsam vertrieben wurden, leben auf dem afrikanischen Kontinent: 6.3 Millionen Flüchtlinge und Asylbewerber sowie 14.5 Millionen Binnenflüchtlinge. (sda/afp/dpa)

Rekord-Dürre in Afrika

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