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Held von Film «Hotel Ruanda» wegen Terror-Vorwürfen festgenommen



epa08637353 (FILE) - A handout photo made available by Voices Unabridged of Paul Rusesabagina, the man who inspired the film Hotel Rwanda, at the Warwick Hotel in New York City, USA, 04 March 2007 (reissued 31 August 2020). Rwandan authorities on 31 August 2020 said that Rusesabagina was arrested on terror related offenses in Kigali.  The Rwanda Investigation Buerau (RIB) in a statement announced he was

Paul Rusesabagina Bild: keystone

Der einstige Hotelmanager Paul Rusesabagina, der in Ruandas Völkermord Hunderte Menschen rettete und Held eines Hollyfood-Films wurde, ist festgenommen worden. Ihm werde unter anderem Terrorismus, Entführung, Mord und Brandstiftung vorgeworfen, teilte am Montag das Rwanda Investigation Bureau auf Twitter mit.

Er sei mutmasslich der Gründer und Leiter von «gewalttätigen, bewaffneten, extremistischen Terrorgruppen». Rusesabagina sei mithilfe internationaler Kooperation festgenommen worden, hiess es; allerdings wurde nicht gesagt, in welchem Land er sich aufhielt.

Rusesabagina leitete während des Genozids 1994, in dem mehr als 800 000 Tutsi und gemässigte Hutu getötet wurden, ein Hotel in der Hauptstadt Kigali. Er soll damals mehr als 1200 Menschen Zuflucht auf dem Hotelgelände gewährt und ihre Leben gerettet haben. Seine Lebensgeschichte wurde mit Don Cheadle in der Hauptrolle in «Hotel Ruanda» verfilmt. Allerdings wird diese Erzählung von der Regierung und einigen Überlebenden bestritten. US-Präsident George Bush verlieh Rusesabagina 2005 die Auszeichnung Presidential Medal of Freedom.

Der ehemalige Hotelmanager ist Kritiker des Präsidenten Paul Kagame. Der Staatschef hat seit dem Genozid in dem ostafrikanischen Staat zwar für Stabilität und wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt, geht aber auch gegen Oppositionelle, Medien und die Zivilgesellschaft vor.

Der politische Analyst Gonza Muganwa sagte er Deutschen Presse-Agentur, die Festnahme von Rusesabagina werde sicherlich die Opposition im Land schwächen. (aeg/sda/dpa)

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Ruanda - 20 Jahre Genozid

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