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epa04866816 Nigerians rescued from Boko Haram camps in Kashingeri and Wale communities in Borno State disembarking at a camp in Maiduguri, Nigeria, 30 July 2015. A string of attacks have resulted in over 430 fatalities by Islamic militant group Boko Haram in July alone. The Nigerian military continues its operations in the North East of Nigeria to try to flush out the terrorist organisation.  EPA/STR

241 Mädchen und Frauen will die nigerianische Armee befreit haben – ihre Angaben waren in der Vergangenheit aber nicht immer zuverlässig.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Nigerias Armee befreit 241 Mädchen und Frauen von Boko Haram – behauptet sie zumindest



Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben 241 Mädchen und Frauen aus der Gewalt der Islamistengruppe Boko Haram befreit. Sie seien am Dienstag entdeckt worden, als Soldaten «Terroristenlager» nahe Banki im nordöstlichen Bundesstaat Borno geräumt hätten, erklärte die Armee am Mittwoch.

Boko-Haram-Kämpfer hatten Banki für Angriffe genutzt, bei denen sie über die nahe gelegene Grenze nach Kamerun vordrangen. Erst am Dienstag hatte es mehrere Selbstmordattentatsversuche in der kamerunischen Stadt Amchide gegeben.

epa04866805 Soldiers from 21 Brigade and Army Engineers clearing Islamic militant group Boko Haram camps at Chuogori and Shantumari in Borno State, Nigeria, 30 July 2015. A string of attacks have resulted in over 430 fatalities by Islamic militant group Boko Haram in July alone. The Nigerian military continues its operations in the North East of Nigeria to try to flush out the terrorist organisation.  EPA/STR

Armeeangehörige klären derzeit ab, ob tatsächlich alle Frauen und Mädchen von Boko-Haram-Schergen entführt worden waren.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Armeesprecher Sani Usman sagte der Nachrichtenagentur AFP, es sei noch nicht klar, ob alle geretteten Frauen und Mädchen von den Islamisten entführt worden seien. Derzeit werde noch der «exakte Status» der Befreiten geklärt.

«Einige wurden gefangen gehalten, einige gehörten zu den Familien (der Kämpfer)», sagte Usman. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten die Islamisten seit Januar 2014 mehr als 2000 Mädchen und Frauen in ihre Gewalt gebracht.

Viele Tote nach Bombenanschlag

Im Nordosten Nigerias wurden bei einem Bombenanschlag mehr als 20 Menschen getötet. Durch das Attentat in dem Ort Monguno in Borno seien «zwischen 25 und 28» Menschen ums Leben gekommen, sagte Ibrahim Abdulkadir von der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Mittwoch.

Einwohner der abgelegenen Stadt sprachen dagegen von 21 Toten. Den Angaben zufolge ereignete sich der Anschlag auf einem Markt bereits am Sonntag.

FILE- In this Monday, June 22, 2015 file photo, debris at the site of a suicide bomb attack at a market in Maiduguri, Nigeria. A teenage girl strapped with explosives ran away from a crowded mosque this week, killing only herself and cementing suspicions that Boko Haram is using unwilling captives in its terror campaign in northeast Nigeria. The girl took off after her companion blew up in an explosion that killed 30 people on Monday in Maiduguri, the biggest city in northeast Nigeria, witnesses and a mortuary worker said. (AP Photo/Jossy Ola, File)

Boko Haram sorgt immer wieder mit Selbstmordattentaten für Schlagzeilen – vorzugsweise an sehr belebten Orten wie Märkten.
Bild: Jossy Ola/AP/KEYSTONE

Wegen der schlechten Kommunikationsmöglichkeiten mit Monguno, das etwa 149 Kilometer von Maiduguri liegt, erreichte die Nachricht erst am Mittwoch die Hauptstadt von Borno. Laut Abdulkadir handelte es sich um einen Selbstmordanschlag. Ein Händler widersprach dem und äusserte den Verdacht, dass eine Bombe in einer Tasche auf dem Markt versteckt worden sei.

Aufstand zieht immer weitere Kreise

Die islamistische Boko Haram hatte im Jahr 2009 in der Hauptstadt Bornos einen Aufstand gegen den Staat begonnen, der jedoch von der Armee mit grosser Brutalität niedergeschlagen worden war.

Nachdem die Gruppe zunächst zerschlagen schien, tauchte sie ein Jahr später mit einer Reihe von Angriffen auf Behörden und Sicherheitskräfte wieder auf. In der Folge weitete sich der Aufstand auf weite Gebiete im Nordosten des Landes sowie im vergangenen Jahr auch auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger aus. (tat/sda/afp)

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