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Ebola-Ausbruch fordert 1400 Tote im Kongo – und breitet sich jetzt auf Uganda aus



This photo taken Monday, June 10, 2019 and released by the International Rescue Committee (IRC), shows an Ebola screening checkpoint where people crossing from Congo go through foot and hand washing with a chlorine solution and have their temperature taken, at the Bunagana border crossing with Congo, in western Uganda. Uganda's health ministry said late Tuesday, June 11, 2019 that a child in Uganda has tested positive for Ebola in the first cross-border case of the deadly virus since an outbreak started in neighboring Congo last year. (Ben Wise/International Rescue Committee via AP)

Ein Gesundheits-Checkpoint an der Grenze zwischen Kongo und Uganda, 10. Juni 2019. Bild: AP/International Rescue Committee

Einen Tag nach Bekanntwerden der ersten aus dem Kongo eingeschleppten Ebola-Erkrankung ins benachbarte Uganda ist der Patient, ein fünfjähriger Junge, gestorben. Zudem seien zwei weitere Erkrankungen von Laboren bestätigt worden.

Das erklärte das Uganda-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch über Twitter. Nach Angaben des ugandischen Gesundheitsministeriums handelt es sich bei den zwei weiteren Kranken um die Grossmutter des Jungen und seinen dreijährigen Bruder. Das hämorrhagische Fieber endet für die meisten Infizierten mit dem Tod.

Der verstorbene Junge war in einem Ebola-Behandlungszentrum in der grenznahen Stadt Bwera versorgt worden. Er hatte sich ersten Erkenntnissen zufolge bei einem Besuch seiner Familie im Kongo mit dem gefährlichen Virus infiziert.

Die Familie war am Sonntag unter Umgehung der gesundheitlichen Kontrollen am Grenzübergang nach Uganda eingereist. Die Angehörigen wurden unter Quarantäne gestellt.

Die WHO hatte seit Monaten vor einer Ausbreitung der Epidemie auf andere Teile des Kongos oder Nachbarländer gewarnt. Uganda hatte in den vergangenen Monaten mit internationaler Unterstützung bereits Vorkehrungen für ein mögliches Einschleppen von Ebola getroffen.

Dazu gehörte auch die Verabreichung eines experimentellen Impfstoffs an Tausende Mitarbeiter des Gesundheitswesens. An der Grenze zu Uganda werden zudem alle Menschen routinemässig auf Fieber untersucht, um ein Einschleppen von Ebola zu verhindern. Allein im Ort Kasindi überqueren täglich bis zu 25'000 Menschen die Grenze.

Wegen der Gewalt in den kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Ituri ist es schwierig, den bislang zweitschwersten bekannten Ebola-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Im Ost-Kongo haben sich seit dem offiziellen Beginn der Epidemie fast 2100 Menschen mit dem Virus angesteckt, rund 1400 davon erlagen der Krankheit. (sda/dpa)

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