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Zahlreiche Tote bei landesweiten Taliban-Angriffen in Afghanistan



Afghan National Army soldiers stand guard at a checkpoint near the Bagram base in northern Kabul, Afghanistan, Wednesday, April 8, 2020. An Afghan official said Wednesday that the country has released 100 Taliban prisoners from Bagram, claiming they are part of 5,000 detainees who are to be freed under a deal between insurgents and U.S. But the Taliban says they have yet to verify those released were on the list they had handed over to Washington during negotiations. (AP Photo/Rahmat Gul)

Bild: AP

Bei landesweiten Taliban-Angriffen in Afghanistan sind in der Nacht zum Mittwoch mindestens 23 Sicherheitskräfte und 4 Zivilisten gestorben.

In der nördlichen Provinz Sar-e Pul kamen bei Angriffen auf Kontrollposten 11 Sicherheitskräfte ums Leben, 19 weitere wurden verletzt, wie ein Sprecher der Provinzregierung am Mittwoch sagte. Die Gefechte mit den militant-islamistischen Taliban dauerten mehrere Stunden an.

In der östlichen Provinz Logar starben acht Sicherheitskräfte, die auf dem Weg zur Verteidigung von Kontrollposten nahe einer Kupfermine in einen Hinterhalt gerieten. Vier Polizisten wurden zudem bei einer Attacke in der Provinzhauptstadt Tarin Kut der Südprovinz Urusgan getötet. Auch mehrere Taliban kamen ums Leben.

In der südöstlichen Provinz Ghasni starben vier Zivilisten bei einer Explosion einer am Strassenrand versteckten Bombe. «Die Taliban sind für dieses Verbrechen verantwortlich», schrieb der Sprecher des Innenministeriums, Tarik Arian, auf Twitter.

Mit Ende der kalten Jahreszeit beginnen die Taliban gewöhnlich ihre Frühlings-Offensive. Bisher gab es jedoch noch keine offizielle Ankündigung der Gruppe. Bereits am Wochenende kamen Dutzende Soldaten bei Taliban-Angriffen ums Leben.

Am 29. Februar hatten die USA mit den Taliban in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Es sieht einen Abzug der internationalen Truppen sowie einen Gefangenenaustausch vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. Die Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden, weil die Taliban direkte Gespräche mit ihr bisher abgelehnt hatten. Der Konflikt im Land geht weiter. (aeg/sda/dpa)

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