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A person passes the house in which Adolf Hitler was born in Braunau am Inn, Austria, September 24, 2012.  REUTERS/Dominic Ebenbichler/File Photo

Die Regierung wollte verhindern, dass sich das Gebäude zu einer Pilgerstätte für Neonazis entwickelt. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Österreich hat Hitlers Geburtshaus gekauft, damit es keine Pilgerstätte wird



Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau gehört nun der Republik Österreich. Der Nationalrat hat am späten Mittwochabend mit grosser Mehrheit der Enteignung der bisherigen Besitzerin zugestimmt. Die Höhe der Entschädigungssumme ist noch unbekannt.

Was mit dem Haus passiert, in dem der spätere Diktator Hitler (1889-1945) seine ersten Lebensmonate verbrachte, ist noch unklar. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte sich mehrfach für einen Abriss oder eine sehr weitgehende Umgestaltung ausgesprochen.

Christo soll es verhüllen

Nun sollen Varianten für eine Nutzung zwischen Bund, Stadt und Land geklärt werden. Danach wird laut Innenministerium ein Architektenwettbewerb gestartet.

In der Debatte im Nationalrat hatte der unabhängige Abgeordnete Marcus Franz vorgeschlagen, den Verpackungskünstler Christo damit zu beauftragen, das Gebäude zu verhüllen und so ein weithin sichtbares Zeichen zu setzen.

A stone outside the house in which Adolf Hitler was born, with the inscription 'For peace, freedom and democracy, never again fascism, millions of dead are a warning', is pictured in Braunau am Inn, Austria, September 24, 2012.  REUTERS/Dominic Ebenbichler/File Photo

Vor dem Gebäude befindet sich derzeit ein aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen stammender Mahnstein aus Granit. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Seit Jahren ungenutzt

Die vom Bund gemietete Immobilie war seit Jahren ungenutzt, nachdem sich die Vermieterin geweigert hatte, notwendige Umbauten vornehmen zu lassen. Die Regierung wollte verhindern, dass sich das Gebäude zu einer Pilgerstätte für Neonazis entwickelt.

Der sicherste Weg dafür schien die Enteignung, um in eigener Regie handeln zu können. Eine vom Innenministerium eingesetzte Historikerkommission hatte sich gegen den Abriss ausgesprochen. Er würde «einer Verleugnung der NS-Geschichte in Österreich gleichkommen».

Vor dem Gebäude befindet sich derzeit ein aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen stammender Mahnstein aus Granit. Darauf steht: «Für Frieden, Freiheit und Demokratie. Nie wieder Faschismus. Millionen Tote mahnen.» (whr/sda/dpa)

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