DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Einreichung der Ecopop Initative ''Stopp der Ueberbevoelkerung - zur Sicherung der natuerlichen Lebensgrundlagen'' am Freitag, 2. November 2012 in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die Ecopop-Initiative «Stopp der Überbevölkerung» will das Bevölkerungswachstum in der Schweiz durch Zuwanderung prozentual beschränken – und Entwicklungshilfe für «Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung» ausgeben. Bild: KEYSTONE

«Fremdenfeindliche Leute nie gesucht»

Ecopop-Geschäftsführer lässt sich nicht in die Ecke der Fremdenfeinde stecken



Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen wehrt sich gegen jüngst verbreitete Rassismus-Vorwürfe an die Adresse der Initianten der Ecopop-Initiative, die am 30. November an die Urne kommt. Es gehe den Initianten nicht um Überfremdung sondern um Überbevölkerung.

«Es mag eine gewisse Attraktivität für fremdenfeindliche Wähler existieren, aber wir haben diese Leute nie gesucht», sagte Thommen in einem Interview in den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» vom Dienstag.

Entsprechend äusserte er sich zu einer kolportierten Ecopop-Mitgliedschaft des Schweizer-Demokraten-Politikers Jean-Jacques Hegg: «Sollte das zutreffen, wird er meiner Einschätzung nach ausgeschlossen.»

Balthasar Glättli

Eines hat der Grünen-Fraktionschef jedenfalls mit seinem Buch erreicht: Es wird vor allem darüber gesprochen, ob die Ecopop-Initianten rassistisch sind. Bild:

«Wir sind nicht auf Stimmen von Fremdenfeinden angewiesen», begründete der Grünen-Politiker Thommen. Es sei kein fremdenfeindliches Anliegen, gegen das Bevölkerungswachstum zu kämpfen. So habe sich Ecopop etwa nie dafür eingesetzt, dass die Geburtenrate in der Schweiz höher werde. «Wir möchten auch den Afrikanern ein würdiges Leben gönnen, indem sie ihre Geburtenrate senken.»

Den Rassismus-Vorwurf aufgenommen hatte jüngst der Grüne Fraktionschef Balthasar Glättli in einem Buch. Darin verweist er auf die Nähe der Bewegung zu Ansätzen der Eugenik, der «Lehre vom guten Erbe». Als «Birkenstock-Rassisten» hatte zuvor der St. Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel die Ecopop-Initianten bezeichnet. Dazu läuft ein Rechtsstreit. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Palmöl-«Arena» ist, wenn SP-Molina in die Mitte rückt und damit Juso-Jansen ärgert

Beim Freihandelsabkommen mit Indonesien sind die Fronten unklar. Obwohl die Linken im Grunde dasselbe wollen, gerät sich die Sozialdemokratie mit ihrer Jungpartei in der «Abstimmungsarena» in die Haare.

Der 7. März verspricht ein heisser Abstimmungssonntag zu werden. Nicht nur beim Verhüllungsverbot scheiden sich die Geister innerhalb der Linken, auch beim Freihandelsabkommen mit Indonesien werden sich SP, Juso, die Grünen und verschiedene Umweltorganisationen nicht einig. In der «Abstimmungsarena» vom Freitagabend wird der Streit nach einer knappen halben Stunde offensichtlich, als sich Juso-Präsidentin Ronja Jansen mit ihrem Vorgänger und jetzigen SP-Nationalrat Fabian Molina einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel