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Ebola-Epidemie

Die Schweiz rechnet mit höchstens zwei Ebola-Fällen



Nachdem die WHO die Ebola-Epidemie zum Internationalen Gesundheitsnotfall erklärt hat, bereitet sich die Schweiz auf die Rückkehr von an Ebola erkranktem Gesundheitspersonal vor, die in Westafrika im Einsatz sind. Allerdings rechnet der Bund mit nur wenigen Fällen. 

Im Falle einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus werde ein Helfer aus der Schweiz nach Genf repatriiert werden - unter Einhaltung sämtlicher dafür nötiger Sicherheitsmassnahmen, sagte der Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), Daniel Koch, gegenüber dem Westschweizer Radio RTS. «Wir rechnen aber mit sehr, sehr wenigen Fällen - mit einem oder höchstens zwei, aber nicht mehr.» 

Koch begründete dies damit, dass die in Westafrika eingesetzten Ärzte, Pfleger oder humanitären Helfer aus der Schweiz wüssten, wie sie sich vor einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus schützen müssten und dies auch täten. 

Keine Kontrollen an Flughäfen

Auch nach dem jüngsten Entscheid der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Schweiz an den Flughäfen keine weiteren Massnahmen treffen - auch nicht bei Ankünften aus von Ebola betroffenen Ländern. «Die Passagiere werden bereits beim Verlassen des Landes kontrolliert, wie dies die WHO empfiehlt. 

Nach der Ankunft in der Schweiz werden die Passagiere keinen weiteren Kontrollen unterzogen wie Screenings oder ähnlichem», sagte Koch. Auch empfehle die WHO solches nicht. «Das macht auch nicht Sinn.» Um sich mit Ebola anzustecken, müsse man in engem Kontakt mit Kranken stehen. Man müsse einen Ebola-Kranken gepflegt haben.

epa04344883 Liberian women pray for God's intervention to curb the spread of the deadly Ebola virus, on a street corner in Monrovia, Liberia, 07 August 2014. Liberia's President has declared a state of emergency in an attempt to stop the Ebola outbreak, which continues to spread across West Africa, a local newspaper reported. According to statistics from the World Health Organisation (WHO), 932 patients have died from Ebola in West Africa with most of the latest deaths reported in Liberia. WHO officials are meeting in Geneva to discuss the global implications and response to the outbreak. In Nigeria, a second person, a nurse who treated an Ebola patient has died.  EPA/AHMED JALLANZO

Beten gegen Ebola: Frauen in Liberia. Bild: AHMED JALLANZO/EPA/KEYSTONE

«Internationaler Gesundheitsnotfall»

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist von den Seuchen-Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Internationaler Gesundheitsnotfall eingestuft worden. Die Einschätzung wurde einstimmig von den Viren- und Seuchen-Experten des Notfall-Komitees der zuständigen Weltgesundheitsorganisation (WHO) getroffen. Das teilte die WHO am Freitag in Genf mit. 

Damit kann die Organisation jetzt weltweit Vorschriften zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs erlassen. Möglich sind unter anderem Quarantäne-Massnahmen wie die Schliessung von Grenzen sowie Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan gab bekannt, das sie die Empfehlungen des Notfall-Komitees vollständig angenommen hat und damit als weltweit völkerrechtlich verbindliche Gesundheitsvorschriften in Kraft setzt. «Alle Massnahmen sind darauf gerichtet, eine weitere internationale Ausbreitung (von Ebola) zu verhindern», sagte sie bei einer Medienkonferenz in Genf. 

Das Ebola-Virus hat sich seit Anfang des Jahres von Guinea aus nach Sierra Leone und Liberia ausgebreitet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bislang in Westafrika 932 Menschen an dem aggressiven Erreger. Mehr als 1700 Menschen infizierten sich mit dem Virus. WHO-Experten wollen am Freitag in Genf mitteilen, ob Ebola zur internationalen Krise ausgerufen werden soll.(whr/sda/dpa)

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