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European Central Bank (ECB) President Mario Draghi testifies before the European Parliament's Economic and Monetary Affairs Committee in Brussels, Belgium, in this February 15, 2016 file photo.  REUTERS/Yves Herman/Files   GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE - SEARCH

Mario Draghi: Chef der Europäischen Zentralbank. 
bild: reuters

EZB senkt Leitzins erstmals auf null Prozent: Franken geht nicht durch die Decke



Die Europäische Zentralbank (EZB) greift im Kampf gegen die Konjunkturschwäche zu schwererem Geschütz. Sie lockert ihre Geldpolitik erneut. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Notenbankgeld wird erstmals auf null Prozent gesenkt.

Bislang lag er bei 0,05 Prozent. Der Strafzins für Geschäftsbanken wird zudem nochmals verschärft. Der sogenannte Einlagensatz werde auf minus 0,4 Prozent von bislang minus 0,3 Prozent herabgesetzt, teilte die EZB am Donnerstag mit. Damit wird es für die Institute noch teurer, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken.

Der Franken ist trotz der massiven geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht durch die Decke geschossen. Zwar wertete er sich in einer ersten Reaktion deutlich auf: Von 1,0950 Franken pro Euro auf bis zu 1,0893 Franken. Danach schwächte er sich aber wieder auf rund 1,0920 Franken ab.

Bild

Nach anfänglichem Erstarken wurde der Franken schnell wieder günstiger.
Bild: swissquote.ch

An der Schweizer Börse herrschte derweil Freude über die zusätzliche Geldflut: Der Swiss Market Index (SMI) legte in der ersten Stunde nach Bekanntgabe des Entscheids um über 100 Punkte auf knapp 8090 Punkte zu. Auch der deutsche Leitindex Dax und der europäische Sammelindex Euro Stoxx 50 schossen nach oben.

Und an der Börse alle so:

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gif: giphy.com

Die EZB hat im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche eine weitere geldpolitische Lockerung beschlossen. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Notenbankgeld wird erstmals auf null Prozent gesenkt. Der Strafzins für Geschäftsbanken wird nochmals verschärft. Und die umstrittenen Anleihenkäufe werden auf monatlich 80 von bisher 60 Milliarden Euro aufgestockt. (sda)

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