Ebola
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A virologist works in a laboratory at the Kerry Town treatment centre on the outskirts of Freetown on November 13, 2014. The lab is one of the several laboratories built by the British government in an effort to fight the outbreak of the Ebola virus. Britain is taking the international lead role in tackling Ebola in Sierra Leone due to its historic links with its former colony, which gained independence in 1961. AFP PHOTO/ FRANCISCO LEONG

Noch gibt es keine Zulassung, aber die Organisation Ärzte ohne Grenzen will in Afrika mit Tests an Menschen beginnen.  Bild: AFP

Epidemie-Eindämmung

WHO zweifelt an schneller Entwicklung von Ebola-Medikamenten



Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Hoffnungen gedämpft, schon bald ein Medikament gegen Ebola zu finden. Jene Medikamente, für die es bislang aussagekräftige Daten gebe, seien nicht in den nötigen Mengen herstellbar.

Derzeit gebe es nur wenige aussichtsreiche Kandidaten, sagte der zuständige WHO-Programmleiter Martin Friede am Freitag in Genf. Für die meisten ausreichend verfügbaren Mittel seien noch Tierversuche vor allem an Primaten nötig. Insgesamt liegt der WHO eine Liste von mehr als 120 experimentellen Medikamenten vor.

Allerdings: Gewisse Behandlungserfolge mit bestimmten Wirkstoffen in Europa und den USA könnten nicht einfach verallgemeinert werden, weil dort die Umgebungsbedingung schwieriger seien.

Tests an Patienten in Westafrika

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte am Donnerstag dennoch angekündigt, nicht zugelassene Ebola-Medikamente an Patienten in Westafrika zu erproben. Die freiwilligen klinischen Tests sollen Anfang Dezember in Guinea und Liberia beginnen.

In Guineas Hauptstadt Conakry soll laut MSF eine Therapie getestet werden, bei der Ebola-Erkrankte mit dem Blut genesener Patienten behandelt werden. In Guéckédou im Süden des Landes soll das Grippemittel Favipiravir an Ebola-Patienten erprobt werden.

Brincidofovir, ein weiterer viraler Wirkstoff, soll in der liberianischen Hauptstadt Monrovia getestet werden. Die liberianischen Behörden müssten den Tests aber noch zustimmen. Die Medikamente Brincidofovir und Favipiravir sind von der WHO als potenzielle Ebola-Medikamente gelistet. (sda/dpa)

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