Ebola
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British health workers lift a newly admitted Ebola patient onto a wheeled stretcher in to the Kerry town Ebola treatment centre outside Freetown December 22, 2014. 
REUTERS/Baz Ratner (SIERRA LEONE - Tags: HEALTH POLITICS)

Britische Helfer pflegen einen infizierten Mann in einer Klinik ausserhalb der Hauptstadt Freetown. Bild: BAZ RATNER/REUTERS

Ebola-Epidemie

Sierra Leone riegelt wegen Ebola fünf Tage lang den Norden ab



Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie wird der Norden von Sierra Leone fünf Tage lang abgeriegelt. Die gesamte Region Nord werde mit sofortiger Wirkung abgeschottet, um ein «genaues Bild der Lage» zu erhalten, erklärte Vize-Informationsminister Theo Nicol am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Die Region Nord ist die grösste der vier Regionen des westafrikanischen Landes, das die meisten Ebola-Toten zu beklagen hat.

Laut einem Regionalminister, Alie Kamara, dürfen Muslime und Christen in der Zeit keine Gottesdienste in Moscheen und Kirchen feiern – Ausnahme sei der Weihnachtstag für die Christen. In den fünf Tagen seien zudem alle Geschäfte und Märkte geschlossen. 

Nur Fahrzeuge mit offizieller Genehmigung dürften fahren. Ausser Einsatzteams im Kampf gegen Ebola dürfe niemand zwischen den verschiedenen Departementen und Dörfern verkehren. Normalerweise herrscht zu Weihnachten reger Reiseverkehr, auch wenn Sierra Leone mehrheitlich muslimisch ist.

Mitte Dezember hatten die Behörden bereits erklärt, dass öffentliche Versammlungen zu Weihnachten und an Silvester, auch religiöse Feiern, verboten seien. Damit solle eine Ausbreitung der Epidemie verhindert werden.

Bislang sind mehr als 7500 Menschen an Ebola gestorben, fast alle in Westafrika. Am schwersten betroffen ist mittlerweile Sierra Leone, danach kommen Liberia und Guinea. Die gefährliche Ebola-Krankheit ist ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall zeigen. (sda/afp/gag)

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