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A man looks at a sign that warns of extremely dangerous cocaine being sold to tourists at Rembrandtplein square in Amsterdam, Netherlands, Thursday, Nov. 27, 2014. Health authorities in Amsterdam are warning of dangerous drugs being sold to tourists after three British men died in the last month after snorting heroin they may have believed was cocaine. (AP Photo/Peter Dejong)

Gefährliches weisses Heroin: Warntafel in Amsterdam. Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

Weisses Heroin statt Kokain

Amsterdam warnt Drogentouristen vor tödlichem Fake-Kokain

Zwei britische Touristen sind in Amsterdam an einer Überdosis Heroin gestorben. Seit September wird in der niederländischen Hauptstadt weisses Heroin als Kokain verkauft – mit tödlichen Folgen. Nun warnen die Behörden mit Tafeln vor der Droge.



Zwei britische Touristen in Amsterdam haben ihren Drogenkonsum mit dem Leben bezahlt. Die beiden jungen Männer, 20 und 21 Jahre alt, wurden am Dienstag tot in einem Hotelzimmer in Amsterdam-Zuid gefunden. Die niederländische Polizei vermutet, dass sie Opfer einer tödlichen Verwechslung wurden.

Die beiden Briten starben an einer Überdosis Heroin, wie die «Volkskrant» berichtet. Mit grosser Wahrscheinlichkeit gingen die Touristen aber davon aus, dass sie Kokain gekauft hatten. Als sie die Droge dann schnupften, war die Dosis zu hoch. Heroin in zu hoher Dosierung verursacht Probleme mit der Atmung bis hin zum Atemstillstand. 

Drei Tote, vierzehn Patienten

Die beiden Männer sind nicht die ersten Opfer des weissen Heroins. Seit Mitte September, berichtet die Zeitung «Parool», seien vierzehn Personen nach dem Konsum des vermeintlichen Kokains im Krankenhaus behandelt worden. Am letzten Oktoberwochenende war laut dem «Telegraaf» bereits ein britischer Tourist an der Droge gestorben.  

Schon damals hatte der Geneeskundige en Gezondheidsdienst (GGD) eine Kampagne lanciert, um Touristen in der niederländischen Hauptstadt vor dem tödlichen weissen Pulver zu warnen. An den touristischen Brennpunkten wie dem Leidseplein wurden elektronische Tafeln aufgestellt, die auf Englisch auf die Gefahr hinwiesen. Erst letzte Woche wurden sie wieder abmontiert, weil es zwei Wochen lang keine Vorfälle mehr gab – zu früh, wie sich jetzt zeigte. Am Dienstag stellte der GGD die Tafeln wieder auf. 

Unter Preis verkauft

Ein Polizeisprecher sagte der «Volkskrant», man habe gehofft, das weisse Heroin sei nicht mehr im Umlauf. Doch das Pulver, das die beiden Briten geschnupft hatten, weise dieselbe Eigenschaften auf wie das Heroin, das zuvor Opfer gefordert hatte. 

Obwohl weisses Heroin teurer als Kokain ist, wird es den Touristen unter Preis als Kokain verkauft. Die Polizei vermutet deshalb, dass es sich um einen einzelnen Dealer handelt, der womöglich gar nicht weiss, was er verkauft. 

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