DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Auf der bekannten Plattform sind viele Inhalte nicht mehr verfügbar. Aus gutem Grund. screenshot: watson

Pornhub schlägt zurück – und sperrt Millionen von Amateur-Videos

Die populäre Pornovideo-Plattform hat weitreichende Änderungen angekündigt. Millionen nicht autorisierte Videos könnten gelöscht werden.



Pornhub entferne alle Videos von seiner Website, die nicht von autorisierten Inhalte-Partnern hochgeladen wurden. Dies sei eine grundlegende Änderung in der Art und Weise, wie eine der grössten Pornoseiten der Welt arbeite, schreibt The Verge in einer aktuellen Analyse. Dies bedeute, dass ein erheblicher Teil der Videos verschwinden werde.

Pornhub, das zum kanadischen Unternehmen Mindgeek mit Hauptsitz in Montreal gehört, hat den Schritt in der Nacht auf Montag im Firmenblog angekündigt.

Pornhub schlägt zurück

Als Teil der neuen Firmenpolitik, nicht verifizierte Uploader zu verbieten, sperre man nun auch alle zuvor hochgeladenen Inhalte, die nicht von Content-Partnern oder Mitgliedern des Model-Programms erstellt worden seien.

«Das bedeutet, dass jeder Pornhub-Inhalt von verifizierten Uploadern stammt – eine Anforderung, die Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, YouTube, Snapchat und Twitter noch nicht eingeführt haben.»

Stellungnahme von Pornhub

Die Verantwortlichen stellen sich als Opfer einer grossangelegten Anti-Pornografie-Kampagne zweier US-Organisationen dar. Und sie relativieren die Zahl der Fälle:

Daraus folgern die Verantwortlichen:

«Es ist klar, dass Pornhub nicht wegen unserer Richtlinien und wie wir im Vergleich zu anderen Anbietern dastehen, ins Visier genommen wird, sondern weil wir eine Plattform für Erwachseneninhalte sind.»

Tatsächlich hat keine der grossen Social-Media-Plattformen einen vergleichbaren Verifizierungsprozess, der gewährleistet, dass nur autorisierte User Inhalte hochladen.

Die Woche, die alles veränderte

Pornhubs Ankündigung folgt auf Ereignisse in der letzten Woche, die die Pornoindustrie laut The Verge erschütterten.

Am Montag prangerte die «New York Times» in einem Meinungsbeitrag an, dass Missbrauchsvideos mit minderjährigen Opfern hochgeladen und verbreitet würden.

Am Dienstag gab Pornhub die Änderung seiner Richtlinien bekannt, wonach allen nicht verifizierten Usern das Hochladen und Herunterladen von Inhalten verunmöglicht werde. Zudem würden hochgeladene Inhalte stärker kontrolliert.

Am Donnerstag starteten die grossen Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa eine Untersuchung und stoppten bis auf Weiteres die Zahlungsabwicklungen für Pornhub. Dies stiess bei Vertretern der Pornoindustrie auf Kritik.

Am Sonntag reagierte Pornhub mit der «Bereinigung», also der Sperrung von Inhalten. Davor soll Pornhub rund 13.5 Millionen Videos «gehostet» haben (also die Filmdateien auf Firmen-Servern gespeichert). Am Montag zeigte die Suchfunktion auf der Webseite noch 4.7 Millionen Videos an.

Bild

Bei Videos, die (zumindest vorläufig) gesperrt sind, wird nun ein entsprechender Hinweis angezeigt. screenshot: pornhub.com

Im neuen Jahr soll der angekündigte User-Verifizierungsprozess beginnen. Das heisst, es ist noch nicht bekannt, wie viele der nun gesperrten Inhalte zurück auf die Plattform kommen.

Vor der Verschärfung konnte man anonym ein Profil auf Pornhub erstellen und praktisch jedes Video hochladen, das man wollte. Dies war seit dem Start der Pornhub-Plattform 2007 so. Beanstandete Inhalte wurde zwar durch Moderatoren gelöscht, doch reichte dies laut Kritikern nicht, um die Verbreitung von verbotener Pornografie (wie etwa Kindesmissbrauch oder illegale Rache-Sexvideos) einzudämmen.

Die Pornhub-Betreiber:

«In der heutigen Welt tragen alle Social-Media-Plattformen gemeinsam die Verantwortung, illegales Material zu bekämpfen. Lösungen müssen von echten Fakten und echten Experten angetrieben werden. Wir hoffen, dass wir unser Engagement, mit gutem Beispiel voranzugehen, unter Beweis gestellt haben.»

Quellen

SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir

Video: watson/Jara Helmi

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Rasen-Porno: Die geilsten Grasfelder

1 / 15
Rasen-Porno: Die geilsten Grasfelder
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

BBC-Mitarbeiter schaut Porno während Live-Schaltung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Was WhatsApp über dich an Dritte verrät – und warum das gefährlich ist

Onlinezeiten, Nutzungsdauer, Chatverhalten: Spionage-Apps greifen tief in die Privatsphäre von WhatsApp-Nutzern ein. Hier erfährst du die Hintergründe und wie man sich schützen kann.

Sie tarnen sich als Software für besorgte Eltern und dienen doch im Kern vor allem Stalkern, eifersüchtigen Partnern und übergriffigen Ex-Freunden und Ex-Freundinnen: Viele Spionage-Apps bei WhatsApp sind im Playstore von Google beliebt. 

Den Ausspionierten ist dabei nicht einmal bewusst, dass sie ausgespäht werden und in welcher Tiefe die Programme in ihre Privatsphäre eindringen. Ohne eine Software auf dem Handy des Opfers zu platzieren, können die Nutzer der Spionage-Apps herausfinden, wann …

Artikel lesen
Link zum Artikel