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In this photo released by China's Xinhua News Agency, Tesla CEO Elon Musk reacts at a delivery ceremony for the first Tesla Model 3 cars made at Tesla's Shanghai factory in Shanghai, Tuesday, Jan. 7, 2020. Tesla's Shanghai factory delivered its first cars to customers Monday, and chief executive Elon Musk said the electric automaker plans to set up a design center in China to create a model for worldwide sales. (Ding Ting/Xinhua via AP)

Elon Musk bei der Lancierung des in China produzierten Model 3 letzte Woche. Bild: AP

Tesla weiter auf Rekordkurs – nicht zuletzt wegen der «Shortseller», die richtig bluten



Die Tesla-Aktie ist weiter auf Höhenflug, wie das «Handelsblatt» schreibt. Der jüngste Anstieg vom Montag sei zum einen dadurch zu erklären, dass Chinas Regierung dieses Jahr Elektroautos weiterhin fördern wolle. Staatsmedien hätten am Wochenende berichtet, dass es keine «signifikanten Kürzungen» geben werde. Zudem hob ein bekannter Finanzanalyst sein Tesla-Kursziel von 385 Dollar auf 612 Dollar an – das sei der höchste Wert unter den Wall-Street-Analysten.

Die Tesla-Aktie ist seit Montag über 500 Dollar wert

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Zwar hatte Elon Musks Elektroauto-Firma 2019 bei 21,5 Milliarden Dollar Umsatz eine Milliarde Verlust geschrieben – doch ist letzte Woche eine höhere Marktkapitalisierung als Ford und General Motors zusammen erreicht worden.

Über einen Rekord für die Geschichtsbücher schreibt nun das deutsche «Handelsblatt» im Morgen-Newsletter. Mit einem Börsenwert von 89 Milliarden Dollar habe Tesla geschafft, die wertvollste Firma in der Historie der Autoindustrie zu werden. Bisher habe Ford diesen Titel innegehabt (mit einem Börsenwert von 81 Milliarden Dollar, vor 21 Jahren).

Welche Rolle spielen die «Shortseller»?

Eine wichtige Rolle bei der aktuellen Börsen-Rally spielen laut Handelsblatt die «Shortseller», die auf sinkende Kurse bei der Tesla-Aktie gewettet haben.

Denn wenn Investoren «Short» gingen, könnten sie das unter anderem tun, indem sie eine Aktie leerverkaufen. Erfüllten sich allerdings die Erwartungen der Leerverkäufer nicht, treiben sie den Preis weiter nach oben – was den Druck auf die übriggebliebenen Shortseller zusätzlich verstärke.

Die Tesla-Zweifler mussten bereits heftige finanzielle Verluste hinnehmen. Alleine an den ersten beiden Handelstagen in diesem Jahr lagen die Verluste laut Bericht bei mehr als 700 Millionen Dollar. «Für die vergangenen sieben Monate berechnete die Finanzanalysefirma für Shortseller einen Verlust von mehr als acht Milliarden Dollar.»

Was ist davon zu halten?

watson-User ElRomolus schreibt:

«An der Börse werden Zukunftserwartungen in die Aktienkurse mit eingepreist. Der aktuelle Börsenwert zeigt somit nie den tatsächlichen, heutigen Wert, sondern berücksichtigt Cashflows und Gewinne, die in der Zukunft erwartet werden.

Weil alle anderen Autohersteller den Übergang in die Elektromobilität total verschlafen haben, hat Tesla weiterhin mehrere Jahre Vorsprung, der immer schwieriger aufzuholen wird. Das rechtfertigt den höheren Börsenwert, auch wenn sie nach wie vor keine konstanten Gewinne erzielen und aktuell noch deutlich weniger Fahrzeuge ausliefern. Aber das kann sich eben in einigen Jahren ändern...»

Wie gehts der traditionellen Autoindustrie?

Weltweit befindet sich die Autokonjunktur weiter auf Talfahrt. Der deutsche Branchenverband VDA geht wegen der schärferen CO2-Regulierung für Europa in diesem Jahr von einem Absatzrückgang um zwei Prozent aus. In den USA dürften laut der Prognose von Dezember voraussichtlich drei Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Das hat Folgen für die Konjunktur in den jeweiligen Ländern: So hat die Autokrise die Wirtschaftsleistung in Deutschland nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts im vergangenen Jahr um einen dreiviertel Prozentpunkt gedrückt.

Der Schweizer Ableger der Stuttgarter VW-Tochter Porsche hat 2019 zugelegt. Dabei bestätigt sich der Trend zu schweren Autos: Fast zwei Drittel aller Käufer bevorzugen SUVs.

Mit Material der SDA

(dsc)

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Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

Der Tesla-Chef:

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