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Im Jahr 1994 beginnt die Firma M.A.C. Multimedia Application Center AG und die damalige Telecom PTT erste Visionen eines internetaehnlichen Portals zu entwickeln. 1996 erfolgt die Gruendung von

So sah das Online-Angebot in den 90er-Jahren aus. Nun startet die Swisscom in ein neues Kapitel. Bild: KEYSTONE

Vom Internetpionier zum «Blue»-Imperium – das ändert sich bei der Swisscom

Der grösste Schweizer Provider informierte an einer Medienkonferenz über neue Marken und Unterhaltungsangebote, die von «Blue Cinema» über «Blue News» bis «Blue TV» reichen.



Was ist passiert?

Die Swisscom hat an einer Medienkonferenz am Dienstag über neue Inhalte und eine weitreichende Umfirmierung informiert. Sie betrifft Swisscom TV, das Onlineportal Bluewin, den Bezahl-TV-Sender Teleclub sowie die Schweizer Kinokette Kitag. Das alles gehe in «Swisscom Blue» auf.

Fazit: Die Swisscom erneuert ihr Unterhaltungsangebot rundum. Unter anderem bringt der «blaue Riese» nach der Konkurrenz auch sein TV als App-Angebot auf den Markt.

Was ist eine Umfirmierung?

Bei einer Umfirmierung ändert sich zwar die Firmenbezeichnung, nicht aber die Rechtsform oder die Rechtsstruktur der Unternehmen. Die Dienstleistungen von bestehenden Marken werden unter einem neuen Namen gebündelt.

Der «Tages-Anzeiger» hatte am 14. September die geplante Umfirmierung von Swisscom publik gemacht.

Der Name Swisscom bleibt bestehen.

Was ist neu?

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Die Swisscom vereint digitale Unterhaltungsangebote und ihre Kinos unter einer neuen, altbekannten Marke. bild: watson

Als neue Dachmarke für die Swisscom-Tochterfirmen fungiert «Blue», also der englische Begriff für Blau. Dazu passend kommen die folgenden Wortmarken für verschiedene Dienstleistungen und Unterhaltungsangebote hinzu:

Auf blue.ch komme alles zusammen, hiess es an der Medienkonferenz. Es handle sich um das «Eingangstor». Noch ist das Angebot allerdings nicht aufgeschaltet. «Coming soon».

[Update:] Die Inhalte sind nun online.

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Auf der neuen Website bluecinema.ch wird vorläufig auf eine Mailadresse der Kinokette Kitag verwiesen. screenshot: bluecinema.ch

Was ändert sich für die User?

«Endlich ist das Angebot von Swisscom TV (das jetzt Blue TV heisst) unabhängig vom Internet-Anschluss verfügbar.»

Telekom-Experte Ralf Beyeler quelle: twitter

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Die neu als «Blue» vermarkteten Inhalte sind per App auf Mobilgeräten und Smart-Fernsehern verfügbar. Zumindest vorläufig allerdings nicht auf der Set-Top-Box Apple TV. bild: swisscom

Ab Mittwoch (23. Sept.) laufe die neue App auf Smartphones, Tablets und Laptops, ab dem 6. Oktober stehe sie auch auf den TV-Geräten von Samsung zur Verfügung, sagte Swisscom-Privatkundenchef Dirk Wierzbitzki am Dienstag vor den Medien in Zürich. Später auch auf LG-Fernsehern.

Mit dabei seien 30 Stunden Replay und 60 Stunden Aufnahmekapazität. Die Kunden erhalten die App wahlweise für 10 Franken pro Monat oder können sie gratis nutzen, müssen dann aber Werbung über sich ergehen lassen.

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Bestehende Swisscom-TV-Kunden müssen nichts tun, die neue Software werde automatisch installiert. Der «Rollout» könne aber bis zu einer Woche dauern.

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Voraussetzung für die Unterhaltungs-Offensive seien schnelle Internetverbindungen, sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi. Schon heute seien 75 Prozent des Datenverkehrs «Video-getrieben». Die Swisscom will als grösster Schweizer Provider das Glasfasernetz ausbauen. screenshot: swisscom

Warum «Blue»?

Der Name Blue ist eine Referenz auf die Geschichte der Swisscom. Tatsächlich stieg das Unternehmen unter der Marke «The Blue Window» ins Internetgeschäft ein, später wurde daraus «Bluewin». Bis dato war Bluewin nicht nur ein E-Mail-Dienst, sondern auch ein Nachrichtenportal.

Was sagen Experten?

Ralf Beyeler, Telekom-Experte von moneyland.ch, meint:

«Beim Streamingangebot sind viele Inhalte nicht zeitversetzt abrufbar, sondern nur genau dann, wenn ein Premium-TV-Sender diese Sendung ausstrahlt. Der Vorteil von Streamingdiensten ist, dass Konsumenten jederzeit auf die Inhalte zugreifen können.»

Allerdings gebe es eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Bei Netflix, Amazon Video Prime und Disney+ bezahlten die Kunden hingegen nur solange sie wollen, diese Anbieter würden keine Mindestlaufzeiten kennen.

Und das TV-Angebot für Swisscom-Nicht-Kunden bezeichnet der unabhängige Telekom-Experte als Trostpflaster. «Das umfassende Angebot von Swisscom-TV» würden die Kunden weiterhin nur dann erhalten, wenn sie auch das Internet-Abo und das TV-Abo von Swisscom beziehen.

Wie reagiert das Internet?

Gibt's Swisscom #Blue auch bei Green.ch? Denn Orange ist ja nicht mehr. (nicht mal the new Black)

Twitter-User Wrzlbrnft quelle: twitter

Quellen

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

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