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Kommentar

Wer glaubt, SwissCovid sei eine Spionage-App, hat diese Tweets noch nicht gesehen

Seit Donnerstag steht die Corona-Warn-App SwissCovid offiziell zum Download bereit. Anders gesagt: Nun sind WhatsApp-Gruppen-Benachrichtigungen nicht mehr die schlimmsten Notifications...



Die Schweizer Corona-Warn-App SwissCovid ist endlich am Start. Sie soll mithelfen, eine potenzielle zweite Corona-Welle möglichst flach zu halten. Mit der vom Bund lancierten App sollen Covid-19-Infektionen rasch erkannt und Ansteckungsketten nachverfolgt werden können.

So funktioniert SwissCovid:

Die Nutzung der Corona-Warn-App geschieht anonym und sie greift zu keinem Zeitpunkt auf den Standort zu. Da alle sensitiven Informationen stets auf dem eigenen Smartphone bleiben, sprich nicht auf einem fremden Server zentral gespeichert werden, gilt die Tracing-App als Musterbeispiel für guten Datenschutz. Im Klartext: SwissCovid ist höchstwahrscheinlich die sicherste App, die du auf deinem Handy hast.

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Bundesrat Alain Berset zur App: «Man soll dieses Tool wirklich nutzen. Aber jetzt müssen wir anders denken, die Bevölkerung muss umdenken: Auch bei leichten Symptomen soll ein Test gemacht werden.» Also bei Husten, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns oder Verwirrtheit bei älteren Personen. Bei diesen Symptomen kann ein Arzt einen Test beantragen. Und nun auch, wenn die App einen Kontakt mit einer infizierten Person meldet. Der Bund übernimmt zudem ab sofort sämtliche Kosten für Coronatests, um möglichst alle Hürden abzubauen. So möchte man die Pandemie unter Kontrolle behalten.

Auch die App selbst ist kostenlos und kann in Apples App Store sowie Googles Play Store heruntergeladen werden. Voraussetzung für die Installation ist Android 6 bzw. iOS 13.5. Somit läuft SwissCovid auf den meisten einigermassen aktuellen Smartphones (davon ausgenommen ist zum Beispiel das iPhone 6 von 2014 und noch ältere Geräte).

Gut zu wissen: Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig. «Niemand kann diskriminiert werden, wenn er die App nicht downloaden will», sagte Berset am Mittwoch nochmals.

Die besten Reaktionen auf die Corona-Warn-App:

Gut Ding will Weile haben!

Die SwissCovid-App wurde vor dem Start von Schweizer Sicherheitsexperten auf Fehler geprüft. Dabei seien keine schwerwiegenden Probleme aufgetaucht.

Nebst den Witzbolden...

... gibt es natürlich auch verwirrte kritische Stimmen ...

... die eine Verschwörung wittern.

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Attila, bist du es? Nochmals: Die App ist freiwillig, sie greift nicht auf den Standort zu und sie liefert keine heiklen Daten an den Bund.

Darum einfach erklärt: Was die App wirklich tut vs. was sie laut WhatsApp-Gruppenchat tut

Die Realität bezüglich Datenschutz sieht nämlich so aus: SwissCovid vs. Facebook vs. WhatsApp

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Quelle: Google Play Store (SwissCovid Version 1.05, WhatsApp Version 2.20.193.9) bild: watson.ch

Download-Link für die SwissCovid-WhatsApp-Grafik.

Wie du einem Tinder-Nutzer erklärst, wie SwissCovid funktioniert

Wenn Mitmenschen auf WhatsApp vor der Corona-App warnen, einfach mal mit dieser Grafik antworten ...

Treffer und versenkt!

Die Corona-Warn-App des Bundes heisst SwissCovid. Sie ist für iOS und Android verfügbar.

bild: via @GoldenerAluhut

Das Gute an der folgenden Nachricht: Man weiss nun, welche Kontaktpersonen bei WhatsApp, Facebook etc. gelöscht werden können

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In Deutschland zirkulieren solche Nachrichten seit Tagen auf WhatsApp, wohl bald auch bei uns. bild: via @ReichelS

Was wirklich hinter Covid-19 steckt

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bild: via @atklauner

Warum die Corona-Warn-App eigentlich unverzichtbar ist

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bild: @Thariot

Für alle, die auf Facebook herausposaunen, dass sie sich doch nicht von einer «staatlichen Spionage-App» überwachen lassen werden...

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«Ich lasse mich doch nicht überwachen» ist das neue «Also ich habe nichts zu verbergen».

Der Meme-Klassiker: SwissCovid wegen Datenschutzbedenken verschmähen, aber dubiose Apps wie FaceApp aus Russland installieren 🤔

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Apropos Datenschutz:

Geleakt: Was die App-Entwickler als nächstes planen

Warum die Stiftung für Konsumentenschutz SwissCovid empfiehlt:

Das Schlusswort hat BR Alain Berset

Bereits am Donnerstagmorgen verzeichnete SwissCovid insgesamt über 300'000 Downloads.

Was man über Corona-Warn-Apps wissen muss
Contact Tracing meint die persönliche Rückverfolgung von Infektionsketten. Ziel ist es, die (unbemerkte) Verbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten einzudämmen oder im besten Fall zu stoppen. Konkret sollen alle Leute gewarnt werden, die über eine gewisse Zeit in relativ engem körperlichen Kontakt standen mit einer infizierten Person und sich angesteckt haben könnten, ohne es zu wissen.

Zu Beginn der Corona-Krise in der Schweiz wurde Contact Tracing übers Telefon gemacht, das heisst, Infizierte (in Quarantäne) wurden zu ihrem Umfeld befragt, das sie vielleicht angesteckt hatten. Wegen der exponentiellen Zunahme der Covid-19-Infektionen war dieses System allerdings bald einmal überlastet, es wird aber in der Phase nach der Lockerung der staatlichen Zwangsmassnahmen («Lockdown»), wenn es wenige Covid-19-Fälle gibt, flächendeckend betrieben von den kantonsärztlichen Diensten.

Digitales Contact Tracing funktioniert per Smartphone-App. Die Mobilgeräte registrieren über ihre Bluetooth-Verbindung automatisch und anonym, wenn sie sich über eine gewisse Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander befunden haben. Dieses Verfahren wird auch als Proximity Tracing bezeichnet. Erst später, bzw. nur wenn eine Infektion durch einen medizinischen Test bestätigt worden ist, kann die erkrankte Person andere App-User, die sie vielleicht angesteckt hat, schnell und diskret warnen.

Singapur hat im März 2020 als einer der ersten Staaten eine auf der Messung von Bluetooth-Low-Energy-Signalen basierende App namens TraceTogether lanciert, wobei die Funktionalität eingeschränkt ist, weil der Datenaustausch zwischen iPhones und Android-Geräten nicht gut funktionierte. In Europa und weltweit werden nun Proximity-Tracing-Apps lanciert, die dieses Problem nicht haben, weil Apple und Google bei iOS und Android auf Betriebssystem-Ebene eine Schnittstelle zur Verfügung stellen.

Beim dezentralen Ansatz gilt der Grundsatz Privacy by Design: Die Datenverarbeitung (zur Berechnung des Infektionsrisikos) erfolgt auf den Mobilgeräten. Nur bei einer offiziell bestätigten Infektion und der Einwilligung des Users werden dessen anonymisierte Proximity-Daten (Schlüssel) an einen Server überragen, die es ermöglichen, Dritte zu warnen, und den Datenschutz zu gewährleisten.

Beim zentralen Ansatz werden die Proximity-Daten an einen staatlich kontrollierten Server übermittelt, wo das Infektionsrisiko berechnet wird. Diese System-Architektur ist von über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rund um den Globus als problematisch bezeichnet worden, weil der System-Betreiber nachträglich und heimlich Funktionen ändern («Function Creep») oder zusätzliche Funktionen einführen könnte («Mission Creep»).

Apple und Google unterstützen dezentrale Proximity-Tracing-Apps durch eine technische Kooperation. Sie stellen autorisierten App-Entwicklern eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, die Corona-Warn-Apps zuverlässige Bluetooth-Distanzschätzungen und Datenaustausch zwischen Android- und iOS-Geräten ermöglicht. Zudem wollen die US-Techkonzerne das Proximity Tracing in einem weiteren Schritt direkt in die beiden weltweit dominierenden mobilen Betriebssysteme integrieren.

Freiwillige Nutzung ist laut Apple und Google Bedingung und wird auch von der Schweizer Corona-Warn-App «SwissCovid» umgesetzt. Das heisst, digitales Contact Tracing kann nicht vom Staat erzwungen werden, sondern erfolgt nur mit Zustimmung der User (Opt-in).
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Covid-19: «Contact Tracing» einfach erklärt

Demonstration gegen Corona-Massnahmen in Zürich aufgelöst

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178 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
MBär
25.06.2020 20:03registriert January 2019
Es fänded alli nur halb so schlimm, wenns es paar fätzigi Filter gäbti.
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It's-a_me
25.06.2020 20:13registriert April 2020
Also falls ich dieses Bild zu "Bitte lösche meinen Kontakt falls du die Corona-App installiert hast" erhalten sollte wäre es mir eine freude diese Person aus meinen Kontakten zu entfernen. Verzichte dann aber auch gerne darauf anders verbunden zu bleiben.
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Heinzbond
25.06.2020 20:00registriert December 2018
Schade das es in der klappse nicht genug Plätze für wirklich alle aluhüte gibt....
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178

Undercover-Journalist infiltriert Netzwerk von Schweizer Corona-Verschwörern

Ein junger Westschweizer Journalist verbrachte zwei Monate «undercover» bei einer Gruppierung, die gegen das Maskentragen und die SwissCovid-App kämpft. Seine Enthüllungen werfen unbequeme Fragen auf.

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