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Un gant en latex jete dans une poubelle est photographie devant l?Hoptial cantonale de Fribourg (HFR), ce mercredi 25 mars 2020, a Fribourg. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Wenn die erste Krankheits-«Welle» vorüber ist, sollte in der Schweiz ein Stück weit Alltag einkehren. Dabei kann die Proximity-Technologie helfen. Bild: KEYSTONE

Analyse

Wie eine App die Schweiz vor Covid-19 retten kann

Drei Experten erklären, was man über Handy-Ortung in Krisenzeiten und «Contact Tracing» per App wissen sollte.



Das Handy werde «zur Waffe im Kampf gegen Corona», hiess es letzte Woche in einem Medienbericht. Fragt sich, ob die Schweiz diese «Waffe» richtig zu nutzen weiss.

Tatsächlich könnte eine Smartphone-App, die den direkten Kontakt von Erkrankten und Gesunden präzise erfasst, entscheidend zur «Eindämmung» beitragen.

Gestern berichtete die Sendung 10vor10 über die entsprechende Proximity-Technologie. Allerdings war nichts von einer raschen Umsetzung zu hören, was den Schweizer IT-Unternehmer und Proximity-Experten Mathias Haussmann ärgert. Er sagt, der Bund könnte eine solche App jederzeit lancieren. Die technischen und rechtlichen Hürden seien tief.

Die NZZ berichtete heute, dass die Swisscom dem Bund die Standortdaten von Handy-Nutzern liefere. Mit diesen Daten wolle das Bundesamt für Gesundheit (BAG) überprüfen, ob das Verbot von Ansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum eingehalten werde.

Was die Proximity-Technologie bietet, erfährst du im 1. Teil des Beitrags. Im 2. und 3. Teil loten weitere Experten die Voraussetzungen und Grenzen des technisch Machbaren aus, wobei es nicht nur um die bei den Providern gespeicherten «Vorratsdaten» geht. Der 4. Teil dreht sich um die Frage, was der Bund unternimmt, gefolgt von einem Kommentar.

«Wir haben Silver Bullets gegen die Coronavirus-Pandemie ... aber ich habe das Gefühl, dass die Welt immer noch darauf vertraut, mit Knoblauch zu wedeln!»

Mathias Haussmann, Uepaa

Die Tasche eines Fahrradkuriers mit Verhaltensregeln gegen die Ansteckung mit dem Coronavirus, fotografiert waehrend der Coronavirus (Covid-19) Pandemie, am Dienstag, 24. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Das Smartphone kann der Schlüssel sein im Kampf gegen weitere Infektionswellen. Bild: KEYSTONE

Wie eine App die Schweiz retten kann

Dank des Internets wissen wir, wie andere Länder Covid-19 erfolgreich bekämpfen. Der Vergleich mit asiatischen Staaten zeigt, dass das konsequente Testen von Verdachtsfällen und das Nachverfolgen eine zentrale Rolle spielen. Dies passiert mit dem Ziel, mögliche weitere Infizierte zu finden und zu isolieren und wird «Contact Tracing» genannt.

Noch bevor sich Covid-19 in der Schweiz unkontrolliert ausbreitete, versuchte der Bund, einzelne Virusträger aufzuspüren und ihr Umfeld telefonisch zu warnen. Allerdings wurden diese Bemühungen frühzeitig gestoppt.

Es sei erstaunlich, dass man die genaue Erfassung der Epidemie schon eine Woche nach Auftreten des ersten Falles aufgeben habe, kritisierte daraufhin der Leiter der epidemiologischen Forschungsgruppe an der Universität Bern, Christian Althaus, in einem «Tages-Anzeiger»-Bericht (siehe Quellen).

Wie komme es, «dass Südkorea, Singapur, Taiwan und Japan seit langem Fälle haben, im Fall von Südkorea Tausende Fälle, und dennoch sind sie nicht zu Hause eingesperrt?» Diese Frage wird in einer langen, absolut lesenswerten Analyse bei medium.com beantwortet. Die Kurzversion:

Wir wissen, dass Smartphones Teil des Problems sind, wenn wir den Touch-Screen und das Gehäuse nicht regelmässig reinigen und desinfizieren. Wir wissen aber auch, dass unsere Smartphones entscheidend zur Lösung beitragen können: Nämlich die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Vorhang auf für Uepaa.

Die Schweizer Firma bietet eine perfekte technische Lösung, was das Contact Tracing per Smartphone betrifft. Und sie stellt diese Technologie zur Verfügung.

Bekannt wurde Uepaa mit einer gleichnamigen App für die Bergrettung. Über die an der ETH entwickelte «Proximity»-Technologie verbinden sich Smartphones auch ausserhalb des Mobilfunk-Empfangsbereichs untereinander und leiten Alarmmeldungen an eine Notrufzentrale weiter.

Was hat es mit der «Proximity»-Technologie auf sich?

Geld verdient Uepaa mit der gleichnamigen Arbeitssicherheits-App. Bei der im Folgenden vorgestellten Proximity-Technologie, die das Unternehmen p2pkit nennt, handelt es sich um einen zweiten Geschäftsbereich.

Die Uepaa-Software und andere Proximity-Technologien werden auch als p2p oder «peer to peer» bezeichnet. Die Vorteile bezüglich Technik und Datenschutz seien bestechend:

Wie läuft das ab?

Für Smartphone-User

1. Wenn jemand befürchtet, infiziert zu sein, kann er oder sie die regulären Empfehlungen befolgen, und ein Test sollte so bald wie möglich durchgeführt werden.
2. Wenn das Ergebnis Covid-19-positiv ist, braucht man nur die App zu öffnen, und mit einem Mausklick kann die Epidemie in den letzten 24, 48 oder mehr Tagen zurückverfolgt werden.
3. Das bedeutet, dass alle Interaktionen zwischen diesem Patienten und anderen Personen auf eine Zeitachse gelegt und nach Covid-19-Kriterien (Dauer, Entfernung, Häufigkeit) «parametrisiert» werden. Auf diese Weise können alle Personen identifiziert werden, die während der Inkubationszeit infiziert worden sein könnten.
4. Da sich diese Daten bereits in einer App befinden, können alle Betroffenen sofort informiert und aufgefordert werden, in die Selbstquarantäne zu gehen und dann einen Test auf Covid-19 durchzuführen.
(Quelle: blog.p2pkit.io)

Wie einfach geht das?

Die Implementierung der Proximity-Technologie sei ein Kinderspiel, die Entwicklung einer echten eigenständigen Anwendung dauere nur wenige Tage, betont Uepaa.

Die Datenbank, die Datenspeicherung und die Analyse müssten von einem vertrauenswürdigen Rechenzentrum übernommen werden. Darüber hinaus müssten die zuständigen Regierungsbehörden die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, die App herunterzuladen und zu nutzen.

Wie weit man Smartphone-Usern den App-Einsatz auferlege, müsse gegebenenfalls der Bund entscheiden.

Was für eine App braucht's dazu?

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, die laut den Uepaa-Machern alle relativ einfach umsetzbar sind:

Bleibt anzumerken, dass Singapur bereits eine solche App hat und als Open-Source zur Verfügung stellt.

So funktioniert die «Contact Tracing»-App:

Wird das auf Akzeptanz stossen bei der Bevölkerung?

Er glaube, dass der Einsatz einer solchen App in der Schweiz auf hohe Akzeptanz stossen könnte, sagt Haussmann. Während China drakonisch vorgegangen sei bei der Bekämpfung der Epidemie, habe Singapur mit der «Proximity Tracing»-App einen sehr vernünftigen Weg gewählt. Ihn dünke es, die hiesige Bevölkerung gehe mehrheitlich sehr erwachsen mit den Empfehlungen des BAG um. Man begebe sich mehrheitlich in eine Ausgangssperre, ohne dass diese ausgesprochen werden musste. «Die Unsicherheit ist gross.»

Zudem habe sich die Uepaa-Technologie im Einsatz bewährt: Die Sarasota Militärakademie in Florida führte 2018 erfolgreiche Tests durch, um die epidemische Verbreitung von Krankheiten zu simulieren und um Fachleute zu schulen.

Werden das Apple und Google (Android) zulassen?

Die Technik sei kommerziell schon lange im Einsatz, betont der Uepaa-Gründer. Je näher am Betriebssystem, desto mehr Freiheitsgrade und Möglichkeiten habe man.

«Ich bin mir sicher, dass der Google Play Store und Apple umgehend die wenigen App-Restriktionen lockern, wenn es sich um eine App des Bundes handelt. Hier spreche ich Vordergrund- und Background-Services an, die kommerzielle Apps mit Proximity Tech (z.B. Loyalty Card Apps, Dating Apps) aus Datenschutz-Gründen nach einer gewissen Zeit deaktivieren.»

Mathias Haussmann

Wie reagiert der Bund?

Bislang leider alles andere als technikaffin.

(Update: Wie sich herausgestellt hat, setzt der Bund auf das Software-Projekt DP-3T, das von den Eidgenössisch-Technischen Hochschulen Lausanne und Zürich gestartet wurde).

Haussmann schreibt uns:

«Den Kontakt versuche ich seit Ende Februar herzustellen. Wir haben ja schon 2017 solche Analysen getätigt und als sich der erste Corona Fall in der Schweiz etabliert hat und die Medien über die aufwändige Arbeit der ‹Tracer› berichteten, haben wir umgehend das BAG angeschrieben. Leider erfolglos.»

Am 21. März habe Singapur als erstes Land eine «Proximity Tracing»-App lanciert, ruft der Uepaa-Geschäftsführer in Erinnerung. Am 23. März wurde das Thema dann auch hierzulande öffentlich bekannt, als es der ETH-Epidemiologe Marcel Salathé in einer SRF-Sondersendung erwähnte.

epa08315137 A woman wearing a surgical mask uses her phone at the Jewel Changi Airport mall in Singapore, 23 March 2020. Singapore Airlines has announced that they will be cutting 96 percent of their flight capacity and grounded most of their fleet.  The Singapore government has imposed a ban on all short-term visitors entering or transiting through Singapore starting at midnight on 24 March 2020. The ban follows a recent spike of nearly 250 cases of COVID-19 patients over the last week with a majority of them imported into the country.  EPA/WALLACE WOON

Eine junge Frau in einer Flughafen-Halle in Singapur, am 23. März 2020. Bild: EPA

Gleichentags musste Haussmann aus den Medien erfahren, dass das BAG mit den Schweizer Netzbetreibern (also Swisscom und Co.) prüfe, ob «mit deutlich ungenaueren GPS-Daten» ähnliche Analysen getätigt werden könnten.

Seines Erachtens könne so höchstens geprüft werden, ob sich die Bevölkerung an eine Ausgangssperre halte. Über die GPS-Daten lasse sich aber nicht herausfinden, wer mit wem auf kurze Distanz (weniger als 2 Meter) Kontakt hatte.

Dazu nun mehr...

Warum die Mobilfunk-Daten nicht genügen

Der Schweizer Marc Ruef war früher Hacker, dann machte er seine Leidenschaft zum Beruf und wurde «Penetration Tester». Das sind IT-Cracks, die mit guter Absicht in Computersysteme eindringen, um Schwachstellen aufzudecken und wirksame Schutzmassnahmen zu empfehlen.

Auf Anfrage von watson gibt der Cybersecurity-Experte von der Firma Scip AG eine Einschätzung zum technisch Machbaren, was die Ortung von Smartphones betrifft.

Zunächst geht es um die Vorratsdatenspeicherung: Bekanntlich sind in der Schweiz sämtliche Anbieter von Post-, Telefon- und Internetdiensten verpflichtet, die Metadaten zur Kommunikation ihrer Kunden – wer, wann, wo und mit wem kommuniziert – für sechs Monate aufzuzeichnen. Dazu gehört auch, wo sich ein (eingeschaltetes) Smartphone befand.

Herr Ruef, nach meinem Verständnis reicht für eine genaue Handy-Ortung das Triangulations-Verfahren (über Mobilfunkantennen) nicht aus.
Marc Ruef: Der Provider kennt die «Cell ID», in der sich ein Mobilgerät befindet. Die Genauigkeit ist in diesem Fall von der Zellengrösse abhängig. Zusätzlich kann eine zeitliche Messung der Funksignale umgesetzt werden. Dies lässt Entfernungsmessungen in Abstufungen von ca. 550 Metern zu.

Was ist mit «Silent SMS», die zwecks Standortbestimmung durch die Polizei verschickt werden? Reichte das für die Durchsetzung einer Ausgangssperre?
Das Silent SMS «weckt» das Mobiltelefon, wodurch eine genauere Lokalisierung ermöglicht wird. Das SMS selbst führt eigentlich keine Ortung durch.

Mit diesem Ansatz können in erster Linie grössere Menschenansammlungen verhindert werden, die vom üblichen Verhalten abweichen. Wenn zum Beispiel plötzlich an einem Ort eine Versammlung mit 100 Leuten stattfindet, obwohl in den vergangenen 24 Stunden nie mehr als 10 Personen gleichzeitig für länger als 4 Stunden vor Ort waren.

Lassen sich mit den von den Providern gespeicherten Handydaten ausreichend genaue Bewegungsprofile erstellen? Oder ist das gar nicht nötig, um gewisse – aus epidemiologischer Sicht problematische – Verhaltensweisen in der Bevölkerung zu erkennen?
Dies ist vom eigentlichen Ziel abhängig. Man kann sicher erkennen, ob jemand eher unnötige Strecken zurücklegt, sich an unerwünschten Orten aufhält oder Teil einer grösseren Ansammlung ist. Individuelle Profile mit hochgradiger Genauigkeit sind hingegen nicht möglich.

Müssten nicht vielmehr die User eine offizielle App installieren und den Zugriff auf die Ortungsfunktion autorisieren, damit der genaue Standort ermittelt und jederzeit an die Behörden übermittelt werden kann?
Um eine hohe Aktualität und Genauigkeit für einzelne Personen gewährleisten zu können, wäre dies erforderlich. Unter anderem kombiniert Südkorea auch die Lokationsdaten von Kreditkarten-Nutzungen, um ein individuelles Bild erstellen zu können. Das Thema Big Data ist hier also höchst relevant.

Wer würde eine solche Tracking-App entwickeln? Oder gibt es das bereits pfannenfertig? Stichwort: Alertswiss-App.
In der Tat würde sich die Alertswiss-App anbieten. Diese müsste lediglich um die entsprechende Funktionalität nachgerüstet werden. Schwierig wird es jedoch, die Leute dazu zu verpflichten, diese zu installieren und die entsprechenden Zugriffsrechte zu gewähren. Ein Opt-in-Verfahren, bei dem jeder freiwillig teilnehmen kann, würde sich abzeichnen. Ein Zwang käme wohl höchstens bei infizierten Patienten, die unter Quarantäne gestellt sind, infrage.

Wie problematisch erachten Sie ein solches Überwachungssystem?
Das Missbrauchspotenzial ist natürlich gross. Der Ausnahmezustand führt zum Dilemma, ob und inwiefern man sich diesem Risiko aussetzen will.

Mal abgesehen von den Big-Brother-Ängsten: Welche Vorkehrungen müssten in technischer Hinsicht getroffen werden?
Die minimal mögliche Datensammlung, die Anonymisierung persönlicher Daten, der erweiterte Schutz (z.B. Verschlüsselung, eingeschränkte Zugriffsrechte) sowie die Vernichtung der Daten nach ihrer Nutzung ist erforderlich. Es darf sich hier nur um eine zeitlich begrenzte Massnahme handeln.​

Infektions-Cluster erkennen und mithilfe einer Spezial-App und der Handy-Ortung bekämpfen wie in Südkorea: Das setzte allerdings Corona-Massentests voraus hier in der Schweiz, weil nicht mehr von einzelnen Clustern auszugehen ist.
Ja, dies würde Hand in Hand gehen müssen. Die Medien vermelden jedoch, dass Roche sehr effiziente Tests gewähren kann. Siehe etwa hier bei handelszeitung.ch.

Auch bei den auf dem Handy gespeicherten Gesundheitsdaten (zum «Health»-App auf dem iPhone) gilt doch, dass diese höchst sensiblen Daten nur auf freiwilliger Basis dem Staat zur Verfügung gestellt werden könnten. Oder sehen Sie da andere Möglichkeiten?
Im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Der gegenwärtige Ausnahmezustand kann aber dazu führen, dass subjektive Wahrnehmungen und rechtliche Gegebenheiten kurzfristig angepasst werden.

Das Interview wurde per E-Mail geführt.

So erklärt ein Jurist und Digital-Experte, warum der Teufel im Detail steckt

Der Rechtsanwalt Martin Steiger befasst sich als Jurist mit Rechtsfragen rund ums Internet und ist Mitglied der gemeinnützigen Organisation Digitale Gesellschaft, die für ein freies Internet und gegen Massenüberwachung kämpft.

Auf Anfrage von watson erklärt Steiger*, unter welchen Voraussetzungen der Bund an die Bewegungsdaten von Millionen Schweizer Smartphone-Usern gelangen könnte.

*Die Fragen wurden schriftlich beantwortet.

Welche rechtlichen Voraussetzungen braucht es?

Dazu schreibt Steiger:

«Wenn man sich entscheiden würde, Vorratsdaten, die von Telekommunikations- und Internet-Unternehmen in der Schweiz für die Verwendung durch Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste gesammelt werden müssen, zu verwenden, wäre eine angepasste COVID19-Verordnung auf Grundlage von Art. 7 EpG voraussichtlich die Rechtsgrundlage.»

Dies gelte auch, wenn die Personendaten ausschliesslich anonymisiert genutzt würden. Wobei man sich fragen müsse, wie wirksam eine solche Anonymisierung sein könne.

Unternehmen, die sich nicht an eine solche Verfügung halten würden, könnten gebüsst werden, insbesondere aufgrund einer Strafbestimmung in der Verordnung oder wegen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen.

Können Apple und Google zur Herausgabe von Daten gezwungen werden?

Das wäre grundsätzlich möglich, aber:

«Man könnte auch Telekommunikations- und Internet-Unternehmen im Ausland in die Pflicht nehmen, aber ob und wie sie sich daran halten würden, wäre offen. Solche Unternehmen müssten insbesondere sicherstellen, dass sie gemäss ihrem lokalen Recht solche Daten herausgeben dürften. Die Frage stellte sich auch bislang schon in Strafverfahren, wobei sich kooperative Unternehmen auf die Cybercrime Convention berufen können.»

Martin Steiger

Er gehe allerdings davon aus, dass der Fokus auf «Vorratsdaten» allein nicht zielführend sei, betont der Digitalexperte. Man könne damit – je nach Datenquelle – zwar:

Die Auswertung der Smartphone-Daten könne durchaus geeignet und erforderlich sein, um die Pandemie zu bekämpfen, hält Steiger fest. Für das Contact Tracing hingegen sei entscheidend zu wissen, dass:

  1. jemand infektiös war und
  2. wer sich in dessen Nähe aufhielt.

Dafür erscheine die Verwendung einer App naheliegend, die insbesondere mit Bluetooth entsprechende Daten sammle.

Aber was ist mit dem Schutz der höchst seniblen Gesundheits- und Bewegungsdaten?

Dazu schreibt der Jurist:

«Eine solche App könnte mit einer geeigneten Verschlüsselung der Daten vergleichsweise datenschutzfreundlich funktionieren. So wäre es insbesondere nicht erforderlich, standardmässig von allen Personen zu wissen, wo sie sich wann und mit welchen Personen in der Nähe aufhielten, sondern die Daten müssten nur verwendet werden, um tatsächlich Contact Tracing betreiben zu können.»

Laut Rechtsanwalt Steiger muss man wissen, dass die Behörden auch ohne ausserordentliche Lage berechtigt seien, bei der Seuchenbekämpfung (fremde) Daten zu bearbeiten oder – auch durch Private – bearbeiten zu lassen.

Im Schweizer Epidemiengesetz (Art. 58 Abs. 1 EpG) sei die Rede von Daten «zur Identifizierung von kranken, krankheitsverdächtigen, angesteckten, ansteckungsverdächtigen und Krankheitserreger ausscheidenden Personen im Hinblick auf Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, insbesondere zur Erkennung, Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten».

Der Jurist verweist wie der Proximity-Technikexperte Haussmann auf Asien und betont, das die Schweiz eine solche App nicht erfinden müsse, sondern beispielsweise auf jener von Singapur aufbauen könne.

«Damit könnte ein Weg zurück zu einer gewissen Normalität ohne Lockdown möglich sein.»

Martin Steiger

Tatsächlich hat Singapur bereits angekündigt, die Anwendung, respektive den Programmcode, unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Als Open-Source-Projekt für die Welt.

Was tut der Bund?

Haussmann, der mit Uepaa zu den Pionieren in Sachen Proximity-Technologie gehört, schreibt uns:

«Aktuell arbeiten diverse App-Entwickler aus den Ländern Kanada, Jordan, Albanien, Türkei mit unserer Technologie an COVID-Apps. Auch haben wir den Einsatz bei diversen Hackathons against COVID angeboten.»

Ihm gehe es in der aktuellen Notlage um den dringenden Aufklärungsbedarf zum Thema Smartphone-Proximity, hatte der Uepaa-Gründer zum «Tages-Anzeiger» gesagt. «Es gebe auch andere Technologielieferanten, so würden sich Chirp oder Google Nearby vielleicht besser eignen, vielleicht brauche es eine Kombination verschiedener Technologien.»

«Wir sind Tech Lieferant – also weder Pandemie-Experten, noch Datenschutz-Experten. Was wir wissen, ist, dass Proximity-Daten viel weniger sensitiv sind als GPS-Daten. Für den pandemischen Einsatz müssten die auch nicht allzulange verfügbar sein.»

Wenn er Marcel Salathés Artikel im «Swiss Medical Weekly» lese, dann scheine der Wert von Contact Tracing der Schlüssel zum Erfolg zu sein bei der Covid-19-Eindämmung.

Bleibe zu hoffen, dass die Fachleute des Bundes in dieser Sache die richtigen Entscheidungen träffen.

Von den Schweizer Behörden habe sich bisher erst der Datenschutz gemeldet, schreibt uns Haussmann, und mit Smiley: «Das ist doch schon mal ein guter Anfang.»

Am Mittwochabend berichtet dann das Schweizer Fernsehen SRF in der Nachrichten-Sendung «10vor10» über die Proximity-Technology bei Smartphones. Im kurzen Beitrag ging es um die Eidgenössisch-Technische Hochschule in Lausanne (EFPL), wo an einer entsprechenden Anwendung getüfelt werde. Zeitpunkt einer möglichen Lancierung: unbekannt.

Auf Nachfrage von watson schreibt Haussmann:

«Warum die Akademie hier das Rad selber erfinden will und der Bund so zögerlich vorgeht, ist für uns als langjähriger Anbieter nicht nachvollziehbar. Dass die Behörden von Singapur eine voll funktionstüchtige App über Nacht lancieren, zeigt auf, dass wir hier von erprobter Technik sprechen. Hier muss nicht getüftelt oder geforscht werden, sondern nur noch umgesetzt.»

Die Proximity-Technoloy sei in den Jahren 2014/2015 entwickelt worden, von mehreren Unternehmen, darunter Google, und Uepaa. «Unser www.p2pkit.io ist seit 2016 kommerziell erhältlich und weltweit im Einsatz. Das Ranging haben wir 2017 eingeführt (Distanzmessung) und seit 2019 ist p2pkit auf über 15 Millionen Handys installiert über die XING-App».

watson hat bei der Medienstelle des Bundesamtes für Gesundheit (bereits am Mittwoch) um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort steht aus.

Am Donnerstag berichtete die NZZ, dass die Swisscom dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) Standortdaten aus ihrem Mobilfunknetz zur Verfügung stelle. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei eine entsprechende Verfügung der Behörden erlassen worden, hiess es.

Von datenschutzrechtlich kritischen Tracking-Apps, wie sie in verschiedenen asiatischen Ländern zum Einsatz kommen, sehe das BAG dagegen laut eigenen Angaben ab.

Derweil in Österreich ...

Die Meinung des Digital-Redaktors

Den Start in die gefährlichste globale Krise nach dem Zweiten Weltkrieg haben wir vermasselt: Bund, Kantone, Gemeinden, sowie du und ich.

Wir alle waren schlecht vorbereitet auf die sich schnell ausbreitende Krankheit. Und dies, obwohl Experten seit Jahren eindringlich vor einer Pandemie warnten.

Fehler zu begehen ist menschlich. Doch nun gilt es, die richtigen Lehren zu ziehen. Und zu planen, was nach dem Abklingen der ersten Pandemiewelle zu tun ist. Und damit meine ich die für das Wirtschaftsleben entscheidende Phase, die nach dem (gesundheitlich) Schlimmsten kommt. Also die Zeit, in der alle gesunden Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, ihre gewohnten Tätigkeiten ausüben sollten.

Die Proximity-Technologie kann die Welt nicht vor Covid-19 retten, aber sie kann dazu beitragen, dass wir die Situation unter Kontrolle behalten.

Gemäss Wissenschaft ist klar: Das Virus wird mutieren, und mit jeder infizierten Person steigt das Risiko. Wir sollten alles daran setzen, die Verbreitung einzudämmen. Wenn das mit Schweizer Technologie machbar ist, umso besser.

Beim Bund scheint man noch nicht so weit zu sein. Die Fachleuten verfolgen nun das Ziel, mit Handy-Daten das Einhalten der Versammlungsverbote zu überprüfen.

Bleibt zu hoffen, dass auch hierzulande noch rechtzeitig realisiert wird, welches Seuchenbekämpfungs-Potenzial unsere Smartphones bieten. Gerade bei der Proximity-Technologie würden wir sonst eine Riesenchance verpassen.

Gegen Covid-19 hacken

#VersusVirus ist ein schweizweiter virtueller Hackathon, der vom 3. bis 5. April 2020 unter dem Patronat des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) stattfindet.
Ziel ist es laut einer aktuellen Miteilung, «die kollektive Intelligenz von ForscherInnen, ExpertInnen, TechnologiespezialistInnen und der MitbürgerInnen» zu nutzen, um frische Ideen und Lösungen für den Umgang mit und gegen das Coronavirus zu entwickeln.
Zu den Organisatoren von #VersusVirus gehören Impact Hub Switzerland, Panter AG, Powercoders, Opendata.ch, die Gebert Rüf Stiftung, digitalswitzerland, Staatslabor, Swisscom, ETH-Unternehmerclub, foraus, und viele weitere.
https://www.versusvirus.ch

Quellen

Dieses Video erklärt die Funktionsweise der «TraceTogether»-App, die in Singapur zum Einsatz kommt:

abspielen

Video: YouTube/Government Technology Agency of Singapore

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112Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dä Globi 27.03.2020 14:38
    Highlight Highlight @Schurt3r
    Ich möchte mich herzlichst für die Genies, die hier kommentierten und das Prinzip der App nicht verstanden haben entschuldigen.

    @ alle (dies nicht verstanden haben)
    Es macht mich traurig zu sehen wie die Leute ausflippen, wenn es um Datenschutz geht (der übrigens völlig gewährleistet wäre) und Menschenleben zweitrangig werden.

    Ein echt guter Artikel mit einer echt guten Idee, die uns alle noch mehr schützen könnte und dann solche Reaktionen darauf...
    • @schurt3r 27.03.2020 15:06
      Highlight Highlight Vielen Dank, das freut mich! 🙏

      PS: Ich werde versuchen, in einem weiteren Artikel gewisse Missverständnisse auszuräumen.
  • Garp 26.03.2020 18:22
    Highlight Highlight Zu Zeiten von Corona, lass ich mein Handy zu Haus, wenn ich kurz einkaufen oder spazieren gehe. Würde sowieso keinen Anruf annehmen.
    • Dä Globi 27.03.2020 13:38
      Highlight Highlight aber wenn nicht Corona Zeiten herrschen nimmst du es mit?

      oder auf was willst du hier hinaus?
  • Bravo 26.03.2020 15:07
    Highlight Highlight Ich denke beim Bund brauchts junge Spezialisten, neue Kräfte mit neuen Ideen. Das BAG scheint noch sehr veraltet zu funktionieren, nach dem Motto Ruhe behalten nicht panisch werden.
    • Vecchia 26.03.2020 18:04
      Highlight Highlight Die Hauptprobleme liegen immer noch an fehlenden Spital-/Intensivbetten und medizinischen Personal. Und an der Abhängigkeit von ausländischen Billigproduktionen für medizinisches Material.

      Aber klar junge Spezialisten lösen die Probleme im Nu, bilden innert 2 Wochen neues spezialisiertes Personal aus und ändern auch in 24 Stunden bestehende Gesetze....Ruhe bewahren? Wozu...?
  • Dä Globi 26.03.2020 14:59
    Highlight Highlight Man könnte die Ausbreitung praktisch in Echtzeit verfolgen und die Leute auffordern einen Test zu machen, wenn sie Kontakt mit einer erkrankten Person hatten.

    Stand heute bemerkst du erst etwa eine Woche nach der Ansteckung, dass du infiziert wurdest, nämlich erst wenn die ersten Symptome auftreten. In der Zeit hast du evtl. schon 10 weitere angesteckt.

    Momentan haben wir 90'000 Tests gemacht, 14% sind positiv ausgefallen...

    alleine fürs Testen der Bevölkerung ist so eine App hilfreich...

    macht die Augen auf und sagt ja zu so einer App,
    vor allem wenn diese Krise noch länger geht.
  • Blaaatr 26.03.2020 14:44
    Highlight Highlight Guter Ansatz, muss aber zwingend Open Source sein.
  • bagogel 26.03.2020 14:39
    Highlight Highlight Kann man da nicht freiwillig mitmachen? Besser als gar nix und vielleicht erreicht man ja die kritische Masse ...?
    • @schurt3r 26.03.2020 17:19
      Highlight Highlight In Österreich hat das Rote Kreuz eine «Stopp Corona»-App für Android lanciert. Hierzulande ist mir nichts bekannt. Zudem ist zu bezweilfen, dass Apple eine private Contact-Tracing-App zuliesse. Grundsätzlich werden ja Apps zu Covid-19 nur zugelassen, die von offiziellen Stellen stammen.
  • Bronko 26.03.2020 14:26
    Highlight Highlight Ohä. Danke für die bisher mir Normalsterblichem nicht zugetragenen Infos. Demzufolge wird bspw. Silent SMS zur Überwachung sowieso längst angewendet, es ist nicht nachweisbar u. der rechtliche Graubereich lässt es zu. Um Menschenleben zu schützen hat man gar keine andere Wahl, diese Optionen nun zu nutzen und hiermit offen zu legen.
    Dies wird, wenn die Pandemie vorbei ist, Standard bleiben. Falls man also Dauerüberwachung zukünftig nicht in Kauf nehmen will, würde ein Leben ohne Mobilphone leider unumgänglich. Aber davon ist im Schnitt nicht auszugehen.
    https://www.handy-orten.biz/stille-sms
    • Xonic 26.03.2020 15:30
      Highlight Highlight @Bronko

      Ich hätte da noch 1A Aluhüte zum Verkauf, garantiert strahlendicht.
    • Bronko 26.03.2020 18:32
      Highlight Highlight Xonic
      Dieser eher abgelutschte Spruch hat definitiv schon besser gepasst... Habe aber auch so einen söttigen für dich auf Lager: you dreamer du. (-;
    • Ueli der Knecht 26.03.2020 20:31
      Highlight Highlight Xonic: Aluhut ist kein Argument sondern eine Beleidigung.

      Hier zu deiner Information ein Wikipedia-Artikel, wo auch die technischen Grundlagen erörtert werden:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_SMS

      Oder ein Artikel von heise.de, was in deinen Augen vermutlich auch zur Lügenpresse gehört, oder zur Esoterik-Querfront oder so...
      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Stille-SMS-Bundesverfassungsschutz-pingt-im-Geheimen-4312154.html

      Vielleicht hast du aber auch anständige und sachliche Argumente... Vielleicht solltest du zuerst deinen Aluhut abnehmen, und statt verkaufen, einfach schrotten.
  • HugoBalls 26.03.2020 14:15
    Highlight Highlight Oder den Covid-Tracker: https://www.covidtracker.ch/
  • Eldroid 26.03.2020 14:00
    Highlight Highlight Jeder der sich gegen eine solche Lösung stellt, schneidet sich ins eigene Fleisch, und will sich freiwillig für viel viel viel längere Zeit isolieren.

    In "Guten Zeiten" bin ich ein Überwachungsgegner - In Krisensituationen befürworte ich etwas verminderten Datenschutz - Zum Wohl unser aller Freiheit.
    • walsi 26.03.2020 16:42
      Highlight Highlight Da ich weiss, dass das Leben lebensgefährlich ist, will ich keine 100% Sicherheit. Erstens, können 100% Sicherheit nie erreicht werden. Zweitens, je mehr Sicherheit man hat um so weniger Freiheit hat man. Ich bin gerne frei und dafür weniger sicher.
    • @schurt3r 26.03.2020 17:21
      Highlight Highlight @walsi

      Du solltest nicht nur an dich denken, sondern an die Menschen in den Risikogruppen. Auch ihnen zuliebe finde ich, dass wir die Pandemie mit allen rechtstaatlichen Mitteln bekämpfen müssen.
    • Tatwort 26.03.2020 17:38
      Highlight Highlight @schurt3r: Wie heisst es bei Radio Eriwan so schön: "Im Prinzip Ja, aber..." Mir ist nicht bekannt, dass es einen Staat gibt, der eine Überwachungsmassnahme in einer Krise eingeführt und danach wieder eingestellt hat.
      Grundsätzlich hat der Staat alle Möglichkeiten schon heute, eine Pandemie einzudämmen: Testen, testen und nochmals testen. Wurde es gemacht? Nein. Wurden Pandemiepläne umgesetzt? Nein. Und wenn der Staat also versagt, sollen wir "Ja" zur Überwachung sagen? Deine Argumentation ist die eines Überwachungs-Staatlers. Ohne mich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rufus Teague 26.03.2020 14:00
    Highlight Highlight Sollte sowas tatsächlich eingeführt werden, bleibt mein Handy garantiert in Quarantäne.
    • Dä Globi 26.03.2020 16:19
      Highlight Highlight Momentan wird ja dein GPS überprüft...

      die App misst nur die Distanz zwischen deinem und anderen Handys ohne zu wissen wo du gerade bist...
    • @schurt3r 26.03.2020 17:22
      Highlight Highlight Du wirst bereits getrackt, bzw. bist gläsern, der Bund kann über die Vorratsdatenspeicherung (zu der die Provider gesetzlich verpflichtet sind) auf deine Bewegungsdaten zugreifen.
    • Tatwort 26.03.2020 17:42
      Highlight Highlight @Schurter: Hier wird verharmlost. In "normalen Zeiten" braucht es für den Zugriff einen ‹dringenden Verdacht auf ein Verbrechen oder Vergehen›. Der Bund kann also nicht einfach auf die Bewegungsdaten zugreifen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 26.03.2020 13:55
    Highlight Highlight Mich darf man tracken. Nur stört es mich, dass man mich tracken will ohne meine Zustimmung. Weiter müssten alle Anbieter mitmachen. Ich bin nicht bei Swisscom.
    • Eldroid 26.03.2020 14:58
      Highlight Highlight Bei Anwendung von Notrecht ("Ausserordentliche Lage") muss das Individuum damit zurecht kommen, dass nicht um seine Zustimmung gefragt wird.
    • skisandtrail 26.03.2020 18:36
      Highlight Highlight Und die Masse muss dann halt damit zurecht kommen, dass das Handy grad zu Hause vergessen ging und man halt nicht immer erreichbar ist.
  • Posersalami 26.03.2020 13:51
    Highlight Highlight Wenn man sich die Kommentare so durchliest hat man das Gefühl, die Hälfte hat gar nicht verstanden worum es geht und labert von "ja aber meine Privatsphäre!!!".

    Leute, lest den Artikel nochmal in Ruhe durch.
  • Dani S 26.03.2020 13:51
    Highlight Highlight Es ist wie beim Sicherheitsgurt im Auto. Vor 40 Jahren Ablehnung, Spott, Lächeln, Widerstand.

    Heute: selbstverständlicher Standard.

    Aber die TeleFax-Tech-Nerds beim BAG brauchen wohl noch ein bisschen Zeit...
  • Alumni7 26.03.2020 13:48
    Highlight Highlight Die Frage ist, ob man damit nicht einen Tabubruch begeht, der sich in Zukunft negativ auswirkt.
    Finde den folgenden Artikel zu diesem Thema noch interessant:
    https://www.ft.com/content/19d90308-6858-11ea-a3c9-1fe6fedcca75
    • @schurt3r 26.03.2020 14:12
      Highlight Highlight Ja, wir müssen kritisch bleiben.

      Angesichts der drohenden (mittel- und langfristigen) Schäden gilt es aber eine Abwägung zu machen. Im Gegensatz zu den Daten, die viele freiwillig bei Facebook, Instagram, Google und Co. preisgeben, geht es hier um einen rechtsstaatlich vertretbaren Technik-Einsatz in einer Notlage. So verstehe ich die zitierten Experten.
    • Snowy 26.03.2020 14:13
      Highlight Highlight https://www.nzz.ch/feuilleton/coronavirus-yuval-noah-harari-ueber-die-welt-nach-der-pandemie-ld.1547988

      Deiner Meinung.
    • @schurt3r 26.03.2020 17:26
      Highlight Highlight Der NZZ-Artikel nennt Singapur als positives Beispiel: «Diese Staaten setzten zwar auch auf einige Tracking-Apps, vor allem aber auf aufwendiges Testen, auf ehrliches Reporting und auf die willige Kooperation einer wohlinformierten Bevölkerung.»

      Genau darum geht es!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alpöhy 26.03.2020 13:42
    Highlight Highlight Open Source, komplett anonymisiert mit automatischer SMS-Warnung bei Kontakt mit Erkrankten, freiwilliger Statusupdate bei Erkrankung und nach bestimmter Frist oder nach Beendigung eines Ereignisses Löschen der Daten, ausser anonymisiert für Forschung.
    Dann bin ich dabei...
    • clavi88 26.03.2020 16:08
      Highlight Highlight Es müssen ja nicht einmal private Daten wie eine Telefonnummer zentral gespeichert werden. Wenn jemand positiv getestet wurde und seine lokal auf dem Smartphone gespeicherten Proximity-Daten freiwillig freigibt, kann ein zentraler Server die anonymen IDs von Personen, welche mit infizierten Personen in Kontakt waren, bereitstellen. Jedes Smartphone auf dem die App läuft, kann diese Daten anonym periodisch abrufen und lokal feststellen, ob der User in Kontakt mit einer infizierten Person war. Jeder User kann dann selbst entscheiden, ob er sich beim BAG melden und testen lassen möchte.
    • @schurt3r 26.03.2020 17:27
      Highlight Highlight @clavi88

      Sehr guter Punkt, danke!
  • gulf 26.03.2020 13:37
    Highlight Highlight Lieber mit vollem Datenschutz ins Chaos rennen als vorübergehend mehr Daten preisgeben.
    So sind wir Schweizer leider.
    Am besten diskutieren wir das jetzt 6 Monate lang.
    • Eldroid 26.03.2020 14:14
      Highlight Highlight Korrekt - Ich bin dafür, dass jeder, der sich nicht überwachen lassen will, die nächsten Monate zuhause bleiben muss.
  • Primus 26.03.2020 13:29
    Highlight Highlight In Singapur funktioniert sowas, da die Überwachung hingenommen wird. Bei den Protesten haben die Leute aber ihr Handy zuhause gelassen und die Fahrkarten an den Münzautomaten gekauft, weil sie auch ihr Abo zuhause gelassen haben.

    Vom Corona-Massentest sind wir weit weg. Ich sehe daher keinen Zugewinn durch Proximity-Technologie gegenüber Social Distancing. Besonders und auch gerade wegen der Inkubationszeit.

    Was sofort mehr als Proximity-Technologie schützen würde wären Schutzmasken.
    • Eldroid 26.03.2020 14:56
      Highlight Highlight Bitte Artikel genau lesen - Nach einem Positiven Covid-19 Test können alle Kontaktpersonen dank einer solchen App kontaktiert werden und sie können sich zum Testen begeben, bzw in Quarantäne bleiben.
    • Primus 26.03.2020 15:09
      Highlight Highlight Man hat die Masken nicht um sie der Bevölkerung verteilen zu können. Die Masken schützen nicht gegen das Virus (Aussage von Koch). Sie helfen aber sehr wohl die Verbreitung des Virus einzudämmen. Vor allem, wenn man infiziert ist, dies aber noch nicht weiss und noch rumläuft.
  • Andy 26.03.2020 13:24
    Highlight Highlight Der Unterschied zwischen P2PKit und dem woran die ETH Lausanne arbeitet, ist auch, dass P2PKit nicht OpenSource ist (soweit ich gesehen habe). Gerade bei "solchen" Daten, finde ich es schon wichtig, dass sich Experten wenn gewünscht auch selber ein Bild machen können. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
    • @schurt3r 26.03.2020 14:15
      Highlight Highlight Die App aus Singapur soll als Open-Source weltweit verfügbar gemacht werden. Der Source-Code zu p2pkit ist bei GitHub einsehbar:

      https://github.com/Uepaa-AG/p2pkit-quickstart-ios

      https://github.com/Uepaa-AG/p2pkit-quickstart-android
    • clavi88 26.03.2020 15:37
      Highlight Highlight Nein p2pkit ist nicht Open-Source. Das ist nicht der Source Code. Das sind lediglich die Beispiel-Apps, welche da offen zugänglich auf github liegen.

      Ich bin mit Andy einverstanden, dass dies einen erheblichen Unterschied macht.
    • Andy 26.03.2020 17:14
      Highlight Highlight @schurt3r: Wie clavi88 gesagt hat, ist das einzig öffentliche am Sourcecode an p2pkit nur wie man das Toolkit in die eigene App integrieren kann. Das ist üblich bei Toolkits, dass Beispiele dafür zur Verfügung gestellt werden.

      Das mit Südkorea hat mich erstaunt. Weiss jemand wo man hier den Sourcecode findet? Die gleiche Frage hätte ich auch für den Sourcecode für den Ansatz an welchem die ETH Lausanne arbeitet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 26.03.2020 13:24
    Highlight Highlight Effiziente(s) Nachverfolgen / Isolieren / Quarantäne funktioniert aber nur mit Zwang und/oder hohen Strafen.

    Zudem ist das Missbrauchspotenzial schlicht zu hoch. Würde vielleicht in einigen wenigen europäischen Staaten nicht genutzt, aber wer glaubt Erdogan, Orban, usw. würden es nicht missbrauchen ist naiv.
    • @schurt3r 26.03.2020 14:17
      Highlight Highlight Es würde sich um eine zeitlich befristete Datenerhebung in einer aussergewöhnlichen Notlage handeln, wobei ich unseren Rechtsstaat nicht mit der Türkei oder Ungarn vergleichen würde.
    • bokl 26.03.2020 14:32
      Highlight Highlight Dann verlieren wir aber beim nächsten Virus wieder Zeit. Wird die Datenerhebung erst aktiviert, wenn der Virus als gefährlich eingestuft wird, gibt es wieder eine Phase mit unkontrollierter Verbreitung.
  • joe 26.03.2020 13:23
    Highlight Highlight «Wir haben Silberkugeln gegen die Coronavirus-Pandemie ... aber ich habe das Gefühl, dass die Welt immer noch darauf vertraut, mit Knoblauch zu wedeln!»

    Silberkugeln => Werwolf
    Knoblauch => Vampire

    Da mangelt es ja schon am Basiswissen! ;-)

    *Spassmodus aus
    • @schurt3r 26.03.2020 14:18
      Highlight Highlight Silberkugeln sollen auch gegen Blutsauger helfen, sagt man :)

      https://en.wikipedia.org/wiki/Silver_bullet
    • Liselote Meier 26.03.2020 14:19
      Highlight Highlight Na wenn die Kugeln aus einem eingeschmolzen geheiligten Silbernen-Kreuz gemacht worden sind, wirkt des auch bei Vampiren.

      Wissen für Fortgeschrittene ;)
  • Joseph Quimby 26.03.2020 13:23
    Highlight Highlight Hanspeter ist infiziert, hustet in die Hand und öffnet eine Tür. Liselotte ist dem Hanspeter nie über den Weg gelaufen, öffnet einen Tag später die gleiche Tür und kratzt sich danach an der Nase.

    Entweder sagt die App kein Risiko oder auch ein Risiko für Werner, welcher wie viele andere einen Tag nach Hanspeter auf dem gleichen Trottoir lief ohne etwas anzufassen.
    • @schurt3r 26.03.2020 17:29
      Highlight Highlight @Joseph

      Du hast das falsch verstanden.

      Eine Contact-Tracing-App wird dir NIEMALS sagen, es bestehe «kein Risiko». Sie wird dich hingegen darauf hinweisen, wenn du in relativ engem Kontakt mit einer infizierten Person warst.
  • Rethinking 26.03.2020 13:20
    Highlight Highlight Ja bin dafür...

    Ich würde jedoch eine separate App entwickeln, die explizit für solche Fälle gemacht ist. So weiss der Benutzer auf was er sich einlässt...

    In der Alertswiss-App scheint mir dies zu intransparent. Ausserdem möchte man nach der Pandemie vielleicht Teile der App weiterhin nutzen, ohne sich dauernd der Gefahr einer Überwachung auszusetzen...
  • FrancoL 26.03.2020 13:19
    Highlight Highlight @schurter sagt;
    „Nein, nicht als infiziert, aber als potenziell gefährdet.“
    Dann macht es nur einen Sinn wenn dieser potentiell Gefährdete vollständig überwacht wird.
    Und genau da wird es zum Problem, zum Ausdividieren der Gesellschaft.
    Das wird wohl kaum die Lösung sein.
    • @schurt3r 26.03.2020 17:32
      Highlight Highlight Nein, es geht nicht um vollständige Überwachung. Und es braucht die Einwilligung der Bürger.

      Die Contact-Tracing-App ist ein Hilfsmittel, um die Ausbreitung einzudämmen. So wird auch das Problembewusstsein geschärft, denn wenn wir uns wieder freier bewegen können, werden sich sonst auch die Infektionen wieder häufen.
  • Kenshiro 26.03.2020 13:13
    Highlight Highlight Grundsätzlich nicht schlecht, ABER keiner will's installieren, und wenn es jemand installiert, wird es mehr schlecht als recht die Nutzer informieren können.

    In Asien spielen die Überwachungskameras eine zentrale Rolle, die Daten werden über verschiedene Quellen zusammengefügt und richtig analysiert. Kamera-Daten, App-Daten, Testergebnisse Covid etc.

    Es werden dann sehr viele durch das Sieb hindurch flutschen und es bringt uns absolut nichts wenn wir ungenaue Daten erhalten.

    Ausser unsere Überwachungskameras in der ganzen Schweiz sind schon für die Gesichtserkennung ausgerüstet.
  • wir-2 26.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Einmal entwickelt, wird sie auch nach Corona verwendet.
    Ein sehr interessantes Ziel für die bösen Hacker.
    Jede neue Schnittstelle bei den Datenbanken, jeder neue Teilnehmer ist eine potenzielle Lücke mehr.
    Es tut mir leid, aber in diesem Fall müssen wir versuchen andere Lösungen zu finden. Es fühlt sich am Anfang immer einfach an diese neue Technologien zu verwenden, aber hinten raus entstehen immense Kosten. Wehret den Anfängen!
    • Posersalami 26.03.2020 13:52
      Highlight Highlight Und was sollen die Hacker machen? Dir einen Virus über die App verpassen?

      Hast du überhaupt verstanden, wie das Prinzip funktioniert?
  • Rolf Meyer 26.03.2020 13:00
    Highlight Highlight Wie soll der Bund eine solche App entwickeln, wenn er bestätigte Krankheitsfälle noch per Fax entgegen nimmt?
    • @schurt3r 26.03.2020 13:31
      Highlight Highlight Die App gibts bereits, als Open-Source, die Technologie (Made in Switzerland) existiert auch. Die Implentierung soll kinderleicht sein.
  • nur Ich 26.03.2020 12:59
    Highlight Highlight Als ob wir in der Schweiz nicht schon viel zu viele Möglichkeiten hätten, die Bürger zu überwachen. Ich hoffe doch sehr, der Bund tut tatsächlich das richtige und sieht vom Einsatz solcher Apps weiterhin ab. Ich schätze meine Privatsphäre und finde es ziemlich gruselig, wie man jetzt nach noch mehr Überwachung ruft.
    • @schurt3r 26.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Es geht nicht um Massenüberwachung à la NSA. Vielmehr bietet die Proximity-Technologie eine Chance, gewisse Infizierte dank Handy-App frühzeitig zu warnen. Wenn das über eine vom Staat kontrollierte Plattform abläuft, muss der Datenschutz gewährleistet sein. Die grundsätzlichen Vorsichtsmassnahmen (Social Distancing etc.) werden in den kommenden Monaten weiterhin gelten, selbst wenn sich die Situation "entspannt".
    • nur Ich 26.03.2020 16:01
      Highlight Highlight Ich sehe die Idee sehr kritisch. Rein technisch ist das klar machbar und mag sinnvoll scheinen. Aber es scheint mir zu einfach, das zu missbrauchen und gegebenenfalls auszuweiten. Wir müssen jetzt schon sehr vorsichtig sein, dass wegen der aktuellen Situation nicht ungewollte Sachen eingeschlichen werden. Ist die Proximity-Technologie erst einmal akzeptiert und implementiert, ist es kein so grosses Tabu mehr den nächsten Schritt zu denken und am Ende haben wir ein soziales Punktesystem wie in China. (Mag schwarzmalerisch sein, aber die Menschenrechte werden global immer mehr missachtet).
    • nur Ich 26.03.2020 16:05
      Highlight Highlight Von wegen es soll, nur zeitlich beschränkt gelten: all die überstürzten Einschränkungen unserer Privatsphäre und die erweiterten Überwachungsmöglichkeiten, die nach 9/11 eingeführt worden sind, sind nicht rückgängig gemacht worden, sondern wurden seither sogar verschärft.
  • Satan Claws 26.03.2020 12:44
    Highlight Highlight "mögliche weitere Infizierte zu finden und zu isolieren und wird «Contact Tracing» genannt."

    Mögliche weitere Infizierte findet man mit Tests und nicht mit Überwachung.

    Uns zu verfolgen ist absoluter Unsinn wenn man weder weiss, wer krank ist, noch eine Dunkelziffer abschätzen kann.

    Beispiel 1:

    Infizierter A war vor einem Monat im Shoppingcenter, Reinigungsfachkraft B auch, besitzt aber kein Handy.

    Beispiel 2:

    Eine Gruppe möchte jetzt eine Party feiern, jeder weiss, dass es verboten ist. Alle lassen das Handy zuhause.

    Wie soll da jemand irgendetwas rauslesen können?
    • @schurt3r 26.03.2020 13:40
      Highlight Highlight Logischerweise steht am Anfang einer Infektionskette ein positiver Test auf Covid-19.
      Ist auch so im Artikel erklärt
      ;-)

      Das heisst, es braucht viel mehr Tests.

      Und natürlich wird man auch nicht annähernd alle Infizierten finden/warnen können. Aber es geht um eine wirksame Eindämmung, siehe Singapur.
    • bokl 26.03.2020 13:58
      Highlight Highlight Warum haben eigentlich alle das Gefühl ein wohlhabender Stadtstaat mit (quasi) Einparteiensystem kann als Vorbild für andere Länder dienen?
    • @schurt3r 26.03.2020 14:52
      Highlight Highlight @bokl
      Es geht nicht um Gefühle, sondern um die wirksame Bekämpfung des Virus. Die Contact-Tracing-App funktioniert, die Technik dahinter ist keine Blackbox.
  • Ueli der Knecht 26.03.2020 12:42
    Highlight Highlight "Wird das auf Akzeptanz stossen bei der Bevölkerung?"

    Bei mir auf alle Fälle nicht.

    Seit wir dem Staat erlaubt haben, beliebig Malware auf den Computern und Smartphone zu installieren (zB. Staatstrojaner), vertraue ich grundsätzlich keiner einzigen App mehr, die von diesem Staat, bzw. von einem offen deklarierten Malware-Lieferanten kommt.

    Mit der Legitimierung von Staatstrojaner hat sich der Bund selbst ein Ei gelegt, und sich selbst nachhaltig desavouiert. Ohne entsprechende Korrektur kann ich niemandem empfehlen, irgendwelchen staatlichen Anwendungen (auch Taxme usw) zu vertrauen.
    • @schurt3r 26.03.2020 13:47
      Highlight Highlight Es ist ein Abwägen der Risiken.

      Du installierst eine App und wirst (später) gewarnt, falls du einem Infizierten gefährlich nah gekommen bist (über eine gewisse Zeit).

      Es geht darum, die bekannten Worst-Case-Szenarien abzuwenden, so dass wir nicht über viele Monate immer wieder Ausbrüche haben und Gesellschaft, Politik, Wirtschaft massiv leiden.

      Die Kontaktdaten müssen umgehend gelöscht werden, wenn die Pandemie beendet ist.
    • Eldroid 26.03.2020 13:58
      Highlight Highlight Was ist dir lieber, zwei oder mehr Monate Lock-Down, oder deine Datenschutz-Anforderungen etwas zu lockern?

      Kann jeder selbst entscheiden:

      Herz für "ich will bald wieder offene Restaurants - Dafür nehme ich reduzierten Datenschutz in kauf"

      Oder Blitzen für "ich bleibe lieber länger zu Hause, dafür bleibt der Datenschutz gewahrt".

    • The Destiny // Team Telegram 26.03.2020 15:22
      Highlight Highlight @eldroid, es braucht keine zwei Monate lockdown, nach 14 Tagen sollten alle mit milden Symptomen geheilt sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 26.03.2020 12:37
    Highlight Highlight Eine solche App kann man doch auf freiwilliger Basis null Komma plötzlich einführen. Los!
  • Kak Attack 26.03.2020 12:35
    Highlight Highlight dann bin ich als handyloser Einwohner wohl bald ein Illegaler.
    • C 26.03.2020 13:18
      Highlight Highlight Muss man ja nicht erzwingen. Wenn die App jedem ein persönliches Risikoprofil ausspuckt und E.T. massvoll nach Hause telefoniert, machen das sicher viele freiwillig.
    • walsi 26.03.2020 13:22
      Highlight Highlight Nicht illegal, aber sicher sehr suspekt.
    • Vecchia 26.03.2020 14:49
      Highlight Highlight ich bin nicht handy- aber bewusst smartphone-los - also auch suspekt. ;-)

      Mag sein, dass diese App zusätzliche Infos gibt, die bisherigen analogen Massnahmen kann sie meiner Meinung nach jedoch niemals ersetzen.
      Vorallem würde dieses Kontrollsystem ja dann wohl bei jedem Ausbruch einer ansteckenden Virenkrankheit aktiviert...Grippe, Norovirus, Masern...etc.
      Bis dann Arbeitgeber und KK-Taggeldversicherung Dir eines Tages vorwerfen, dass Du nur arbeitsunfähig geworden bist, weil Du grobfahrlässig im Getümmel Party gefeiert hast und sie Dir Lohn bzw. Taggelder kürzen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gigi,Gigi 26.03.2020 12:23
    Highlight Highlight Offenbar geht man davon aus, dass das Handy bei allen Menschen ein fixer Körperteil geworden ist? Was ist aber, wenn jemand das Teil einfach liegen lässt, und ohne rausgeht?
    • NotWhatYouExpect 26.03.2020 12:48
      Highlight Highlight Man braucht keine 100% Abdeckung, um die Ausbreitung weiter zu verringern.
    • Satan Claws 26.03.2020 13:17
      Highlight Highlight @NotWhatYouExpect

      Die Bevölkerung flächendeckend zu testen wäre bestimmt schlauer als jemanden zu verdächtigen.
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 26.03.2020 13:38
      Highlight Highlight Satan, flächendeckend testen. Ich kann das nicht mehr hören. Also heute testen wir 8 Millionen Einwohner. Bis die Tests alle ausgewertet sind, vergehen (im besten Fall) 2 Tage. Dann hast du aber einen Stand von vor 2 Tagen. Wenn jemand sich nach dem Testtag ansteckt, hast du einen falschen Stand. Und dann: Jeden Tag 8 Millionen Tests?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 26.03.2020 12:18
    Highlight Highlight Wie soll das funktionieren? Wird man bestraft, wenn man das Handy ausschaltet oder keinen Strom mehr hat? Dürfen die Schüler bis in den Kindergarten nun dauernd das Handy mittragen? Wird man automatisch als infiziert markiert, wenn man in der S-Bahn neben einem Infizierten steht? Müssen alle Ausländer und Touristen diese App installieren?
    Fragen über Fragen. Von wegen tiefe technische Hürden.
    • @schurt3r 26.03.2020 12:45
      Highlight Highlight Ganz einfach ;-)

      Wird man bestraft, wenn man das Handy ausschaltet oder keinen Strom mehr hat?
      Nein.

      Dürfen die Schüler bis in den Kindergarten nun dauernd das Handy mittragen?
      Nein.

      Wird man automatisch als infiziert markiert, wenn man in der S-Bahn neben einem Infizierten steht?
      Nein, nicht als infiziert, aber als potenziell gefährdet.

      Müssen alle Ausländer und Touristen diese App installieren?
      Nein.
      Der Erfolg hängt nicht von Zwang, sondern der Bereitschaft der Bevölkerung ab. Es geht ja darum, sich freiwillig in Selbst-Quarantäne zu begeben, wenn man möglicherweise infiziert ist.
    • Primus 26.03.2020 13:16
      Highlight Highlight @Astrogator, in Südkorea tragen sie auch alle Schutzmasken. Dies hilft mehr wenn man ein paar Sekunden Social Distancing nicht einhalten konnte.
    • FrancoL 26.03.2020 13:17
      Highlight Highlight @schurter,
      „Nein, nicht als infiziert, aber als potenziell gefährdet.“
      Dann macht es nur einen Sinn wenn dieser potentiell Gefährdete vollständig überwacht wird.
      Und genau da wird es zum Problem zur Ausdividieren der Gesellschaft.
      Das wird wohl kaum die Lösung sein.
    Weitere Antworten anzeigen

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