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Smartphone Handy Android Huawei Mate 20 Pro

Das Huawei Mate 20 Pro. Bild: watson

Huawei unter Druck – Swisscom, Salt und Sunrise planen keinen Verkaufsstopp

Internationale Mobilfunkfirmen wollen auf neue Smartphones von Huawei verzichten. Swisscom, Salt und Sunrise halten den Chinesen vorerst die Treue.



Nach den Sanktionen der USA gegen Huawei setzen weltweit immer mehr Mobilfunkfirmen die Markteinführung neuer Smartphones des chinesischen Handykonzerns aus. Nicht so in der Schweiz: Swisscom, Salt und Sunrise planen noch keinen Verkaufsstopp.

Der britische Mobilfunker EE will die ersten 5G-Netzwerke kommende Woche in sechs Städten einführen, darunter London. Auf 5G-fähige Mobiltelefone von Huawei soll aber zunächst verzichtet werden, sagte EE-Chef Mark Allera am Mittwoch. Zunächst müsse sichergestellt werden, dass die Geräte während ihrer gesamten Lebensdauer unterstützt würden.

Auch bei der Mobilfunktochter Ymobile des japanischen Softbank-Konzerns heisst es, man wolle sich vor der Markteinführung eines neuen Huawei Smartphones erst vergewissern, ob der Verkauf nach Einführung der Geschäftsrestriktionen gegen Huawei durch die USA noch möglich sei.

Ins gleiche Horn stiess am Mittwoch der japanische Internethändler Rakuten, der ebenfalls ankündigte, den Marktstart des Huawei P30 Lite zunächst zu stoppen.

Kein Verkaufsstopp in der Schweiz

Swisscom hat das neue Huawei P30 Lite bereits eingeführt. Man verfolge die weiteren Entwicklungen am Markt eng, sagte eine Sprecherin des Konzerns zur Nachrichtenagentur AWP.

Ähnlich klingt es auch bei Salt und Sunrise. «Wir setzen unsere Verkaufsaktivitäten mit Huawei wie bisher üblich fort, inklusive den bisherigen Verkaufsformen», sagte ein Sprecher von Sunrise.

Denn bereits verkaufte Huawei-Produkte sowie aktuell in den Geschäften erhältliche seien vom Android-Stopp nicht betroffen. Salt erklärt mit derselben Begründung: «Basierend auf diesen Information werden wir keine sofortigen Anpassungen im Verkauf vornehmen.»

Die Kamera im Mate 20 Pro im Vergleich mit anderen Smartphones

Der chinesische Huawei-Konzern setzt bei seinen Mobiltelefonen auf das Betriebssystem Android des US-Internetriesen Google. Weil die USA aber im Handelskrieg mit China Huawei auf eine Schwarze Liste gesetzt haben, haben es amerikanische Firmen schwer, mit den Chinesen weiter Geschäfte zu tätigen.

Als Reaktion auf die Beschränkungen will Google die technische Unterstützung für Android bei Huawei aufkündigen. Ob Huawei in Zukunft schnell und zuverlässig grosse Android-Updates für seine Mobilgeräte bereitstellen kann, auch ohne Google-Unterstützung, wird sich erst zeigen.

Kein Zugriff mehr auf Google-Apps

Künftige Handy-Modelle könnten auch nicht mehr auf den Google Play Store, YouTube, Chrome oder Gmail zugreifen. Um die Auswirkungen für die Konsumenten etwas abzumildern, räumte die US-Regierung Huawei eine dreimonatige Galgenfrist ein.

Der chinesische Konzern selbst will unter dem massiven Druck der Sanktionen sein eigenes Betriebssystem spätestens zum nächsten Frühjahr einsatzbereit haben. Es solle auf Smartphones, Computern, Tablets, Fernsehern, in Autos und tragbaren Geräten laufen und mit Android-Apps kompatibel sein, kündigte der Chef der Huawei-Verbrauchersparte, Yu Chengdong, laut «Phoenix News» vom Mittwoch an.

Huawei gehört zusammen mit Apple und Samsung zu den grössten Smartphone-Produzenten der Welt. Zudem ist Huawei der weltgrösste Netzwerkausrüster und spielt weltweit eine wichtige Rolle beim Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G - auch in der Schweiz, wo Sunrise mit Huawei zusammenarbeitet.

US-Präsident Donald Trump wirft dem Konzern vor, dass mit dessen Produkten Spionage für China betrieben werden kann. Huawei weist dies zurück. (sda/awp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • SunTzu 23.05.2019 12:42
    Highlight Highlight Bis vor kurzem wusste ich nicht, für welches neue Smartphone ich mich entscheiden sollte: i-Phone, Huawei oder Samsung? Trump sei Dank, wird mein neues Smartphone jetzt ein Huawei sein. Wenn dem präsidentialen Psychopathen so viel daran liegt, Huawei in die Knie zu zwingen, dann bestimmt, weil die Chinesen das beste Produkt haben.
  • bebby 22.05.2019 22:26
    Highlight Highlight Und jetzt her mit der europäischen Antwort auf Gmail. Wo ist Sie? Wir brauchen sie bevor Google/Trump uns den Zugang sperrt.
  • Ueli der Knecht 22.05.2019 20:11
    Highlight Highlight "Künftige Handy-Modelle könnten auch nicht mehr auf den Google Play Store, YouTube, Chrome oder Gmail zugreifen."

    Das heisst:

    1. Für bestehende Huawei-Geräte wird sich genau nichts ändern. Alle Google-Dienste bleiben weiterhin wie gewohnt verfügbar.
    https://twitter.com/Android/status/1130313848332988421

    2. "könnten" ist konjunktiv, vermutlich konjunktiv 2, also "wenn man sich etwas wünscht, das derzeit nicht möglich ist (also Unmögliches, Unwahrscheinliches)".
    https://online-lernen.levrai.de/deutsch-uebungen/grammatik_5_7/29_konjunktiv/01_konjunktiv_1_2.htm

    Also eigentlich nur Propaganda.
  • Schlackensauger 22.05.2019 18:19
    Highlight Highlight An den Besitzer des Phones im Headerbild, ist das wirklich microsofts Edgebrowser auf Android oder nur ein iconpack? :D
    • Oliver Wietlisbach 22.05.2019 18:36
      Highlight Highlight Das ist Edge für Android und ich habe deinen Kommentar gerade im Edge freigeschaltet :)
    • Schlackensauger 22.05.2019 18:43
      Highlight Highlight Interessant. War mir nicht sicher ob es Edge für Android gibt. Persönlich ziehe ich die Fennec-F-droid-Version vor (firefox fork). Was man nicht alles lernen kann :) Danke fürs antworten und freischalten
  • Jason96 22.05.2019 17:28
    Highlight Highlight Sehr gut! Das ist alles was man hierzu sagen kann. Ich mag Huawei-Geräte weiterhin, USA hin oder her

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