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Schweizer Soldaten bei einem App-Experiment: Wie zuverlässig funktionieren die über Bluetooth gemessenen «Kontakte» auf relativ engem Raum, wie etwa im ÖV? bild: dp-3t / via twitter

Analyse

Schweizer fürchten Überwachung durch Contact-Tracing-App – und wollen sie trotzdem nutzen

Die vom DP-3T-Konsortium entwickelte Corona-Warn-App hat bei der Bevölkerung einen Vertrauensvorschuss. Allerdings müssen die Verantwortlichen transparent informieren. Speziell gefordert ist der Bund.



Gemäss einer neuen wissenschaftlichen Erhebung sehen 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung bei einer Contact-Tracing-App das Risiko, dass die Anwendung zu einer stärkeren staatlichen Überwachung führen könnte. Eine Mehrheit hat dennoch vor, die Corona-Warn-App zu nutzen.

Die Resultaten stammen von einer repräsentativen, landesweiten Befragung der ZHAW School of Management and Law, die im Zeitraum vom 17. bis 26. April 2020 stattfand. Am Mittwoch wurde per Medienmitteilung informiert.

«Die Studie untersuchte die Einstellung gegenüber einer App zur freiwilligen, anonymen Kontaktnachverfolgung via Bluetooth, wie sie in der Schweiz zur Eindämmung von Coronainfektionen geplant ist.»

Dieses App-Konzept entspreche der europäischen Initiative «DP-3T», die Datenschutzrisiken bei der Nutzung von Contact-Tracing-Apps zu reduzieren versuche.

Was sind die Bedenken der Bevölkerung?

Nico Ebert, Dozent am Institut für Wirtschaftsinformatik der ZHAW, wird in der Medienmitteilung zitiert:

«Trotz der hohen grundsätzlichen Akzeptanz gibt es in der Bevölkerung offenbar einige Bedenken – selbst gegenüber einer Contact-Tracing-App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst»

Neben der Überwachungsgefahr befürchten rund 40 Prozent der befragten Personen, dass die App nicht richtig funktioniert und beispielsweise Fehlalarme auslösen könnte.

Etwa 30 Prozent sorgten sich, dass ihr Smartphone leichter gehackt werden könnte.

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Festzuhalten bleibt, dass noch keine öffentlichen Informationen vorliegen, was die Zuverlässigkeit der in Entwicklung befindlichen Schweizer Contact-Tracing-App betrifft. An der Eidgenössisch-Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) laufen seit Wochen App-Tests, an denen auch Angehörige der Schweizer Armee teilnehmen. Das Schweizer Fernsehen hat am vergangenen Freitag über die Versuche berichtet.

Wird die Corona-Warn-App infrage gestellt?

Nein. Die repräsentative Befragung zeigt eine relativ hohe Akzeptanz seitens der Schweizer Bevölkerung.

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grafik: zhaw

Dazu kommentiert Nico Ebert:

«Zumindest in Bezug auf das beabsichtigte Nutzungsverhalten der Menschen wäre somit eine Voraussetzung gegeben, damit die App ihren Zweck erfüllen kann.»

Warum wollen die meisten Schweizer die App nutzen?

Als Gründe für die Nutzung der App nannten die Befragten laut Medienmitteilung:

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Was sollte der Bund aus der Studie lernen?

Dazu rät Michael Widmer, Dozent am Zentrum für Sozialrecht der ZHAW:

«Es ist deshalb wichtig, bei der Einführung einer Contact-Tracing-App auf diese Sorgen einzugehen. So braucht es etwa Transparenz über die genaue Funktionsweise der App und über Massnahmen zur Wahrung des Datenschutzes.»

Die Studien-Verfasser geben zu Bedenken, dass sich von den heutigen Absichten der Bevölkerung nicht zwingend auf die spätere tatsächliche Nutzung schliessen lasse.

Die Resultate seien vergleichbar mit denen in anderen europäischen Ländern.

Wie war die Studie angelegt?

Dazu schreiben die Verantwortlichen vom Institut für Wirtschaftsinformatik und dem Zentrum für Sozialrecht der ZHAW School of Management and Law:

An der Umfrage nahmen rund 2000 Personen aus allen Landesteilen teil. Grundlage war das Szenario einer App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst. Sie registriert stattdessen via Bluetooth anonym längere Kontakte zu anderen App-Nutzenden und informiert diese, wenn sie sich in der Nähe einer Person befunden haben, die eine Infektion gemeldet hat. Das Konzept entspricht der europäischen Initiative «DP-3T», die Datenschutzrisiken bei der Nutzung von Contact-Tracing-Apps zu reduzieren versucht.

quelle: medienmitteilung

Kommentar des Redaktors

Der Vertrauensvorschuss seitens der Schweizer Bevölkerung für die geplante freiwillige (!) Contact-Tracing-App ist erfreulich. Doch der Teufel steckt im Detail.

Wir wissen, dass das Contact Tracing (herkömmlich und digital) seine volle Wirkung nur entfalten kann, wenn Verdachtsfälle umgehend getestet werden. Denn schliesslich will man, wenn man telefonisch oder per App einen Warnhinweis erhalten hat, möglichst rasch herausfinden, ob man tatsächlich infiziert ist. (Sonst würde man ja vielleicht unnötigerweise mehrere Wochen in Quarantäne verbringen.)

Abgesehen von der Transparenz, die seitens DP-3T-Konsortium vorbildlich ist, steht der Bund in der Pflicht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) muss zusammen mit weiteren Behörden eine funktionierende Infrastruktur schaffen, in die die nationale Corona-Warn-App eingebettet ist.

Und man muss vor der Lancierung über die Risiken (IT-Sicherheit) informieren, damit die Smartphone-Nutzer nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden können.

Insider-Informationen?

Digital-Redaktor Daniel Schurter ist via E-Mail erreichbar, und verschlüsselt über den Schweizer Messenger Threema. Threema ID: ACYMFHZX. Hinweise werden vertraulich behandelt.

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Was man über Corona-Warn-Apps wissen muss
Contact Tracing meint die persönliche Rückverfolgung von Infektionsketten. Ziel ist es, die (unbemerkte) Verbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten einzudämmen oder im besten Fall zu stoppen. Konkret sollen alle Leute gewarnt werden, die über eine gewisse Zeit in relativ engem körperlichen Kontakt standen mit einer infizierten Person und sich angesteckt haben könnten, ohne es zu wissen.

Zu Beginn der Corona-Krise in der Schweiz wurde Contact Tracing übers Telefon gemacht, das heisst, Infizierte (in Quarantäne) wurden zu ihrem Umfeld befragt, das sie vielleicht angesteckt hatten. Wegen der exponentiellen Zunahme der Covid-19-Infektionen war dieses System allerdings bald einmal überlastet, es wird aber in der Phase nach der Lockerung der staatlichen Zwangsmassnahmen («Lockdown»), wenn es wenige Covid-19-Fälle gibt, flächendeckend betrieben von den kantonsärztlichen Diensten.

Digitales Contact Tracing funktioniert per Smartphone-App. Die Mobilgeräte registrieren über ihre Bluetooth-Verbindung automatisch und anonym, wenn sie sich über eine gewisse Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander befunden haben. Dieses Verfahren wird auch als Proximity Tracing bezeichnet. Erst später, bzw. nur wenn eine Infektion durch einen medizinischen Test bestätigt worden ist, kann die erkrankte Person andere App-User, die sie vielleicht angesteckt hat, schnell und diskret warnen.

Singapur hat im März 2020 als einer der ersten Staaten eine auf der Messung von Bluetooth-Low-Energy-Signalen basierende App namens TraceTogether lanciert, wobei die Funktionalität eingeschränkt ist, weil der Datenaustausch zwischen iPhones und Android-Geräten nicht gut funktionierte. In Europa und weltweit werden nun Proximity-Tracing-Apps lanciert, die dieses Problem nicht haben, weil Apple und Google bei iOS und Android auf Betriebssystem-Ebene eine Schnittstelle zur Verfügung stellen.

Beim dezentralen Ansatz gilt der Grundsatz Privacy by Design: Die Datenverarbeitung (zur Berechnung des Infektionsrisikos) erfolgt auf den Mobilgeräten. Nur bei einer offiziell bestätigten Infektion und der Einwilligung des Users werden dessen anonymisierte Proximity-Daten (Schlüssel) an einen Server überragen, die es ermöglichen, Dritte zu warnen, und den Datenschutz zu gewährleisten.

Beim zentralen Ansatz werden die Proximity-Daten an einen staatlich kontrollierten Server übermittelt, wo das Infektionsrisiko berechnet wird. Diese System-Architektur ist von über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rund um den Globus als problematisch bezeichnet worden, weil der System-Betreiber nachträglich und heimlich Funktionen ändern («Function Creep») oder zusätzliche Funktionen einführen könnte («Mission Creep»).

Apple und Google unterstützen dezentrale Proximity-Tracing-Apps durch eine technische Kooperation. Sie stellen autorisierten App-Entwicklern eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, die Corona-Warn-Apps zuverlässige Bluetooth-Distanzschätzungen und Datenaustausch zwischen Android- und iOS-Geräten ermöglicht. Zudem wollen die US-Techkonzerne das Proximity Tracing in einem weiteren Schritt direkt in die beiden weltweit dominierenden mobilen Betriebssysteme integrieren.

Freiwillige Nutzung ist laut Apple und Google Bedingung und wird auch von der Schweizer Corona-Warn-App «SwissCovid» umgesetzt. Das heisst, digitales Contact Tracing kann nicht vom Staat erzwungen werden, sondern erfolgt nur mit Zustimmung der User (Opt-in).
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    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 29.04.2020 16:03
    Highlight Highlight SO ein Widerspruch sind diese beide Fragen bzw. die Antworten darauf nicht:

    "Anteil der Personen, die eine App installieren würden" (knapp 70% "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich")

    vs.

    "Anteil der Personen, die eine Infektion der App melden würden" (knapp 90 % "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich").

    Die 20 % Differenz antworteten wohl einfach nach der Überlegung "Ich will die App nicht (womit die Fragestellung nicht mehr zutrifft). Also antworte ich einfach gemäss der Annahme, wie ich mich verhalten würde, wenn ich sie würde haben wollen".
    • El Vals del Obrero 29.04.2020 19:14
      Highlight Highlight Und viele jener, die so eine App zumindest nicht zwangsweise haben wollen (was mangels Smartphone-Besitzzwang ohne hin nicht geht) fürchten sich ja nicht vor dem beabsichtigtem und prinzipiell gutem Zweck der Corana-Überwachung, sondern davon, was damit sonst noch möglich sein könnte oder wozu es langfristig führen könnte. Also würden sie die Infektion vielleicht trotz der Ablehnung der App selbst melden.
  • Hiker 29.04.2020 14:51
    Highlight Highlight Das man sich hier über “den Staat“ aufregt, der „überall herumschnüffelt“ finde ich schon etwas seltsam. Immerhin ist es der eigene Staat der hier angeblich herumschnüffeln soll. Was genau geschnüffelt wird bleibt so nebelhaft wie die Vorbehalte. Aber Facebook, Instagram, Google, WhatsApp, Twitter, Twint, Supercard, Cumulus und Kreditinstituten verrät man ohne jede Bedenken alles nur um zu profitieren. Aber wehe man muss ein minimstes Risiko eingehen um sich solidarisch zu verhalten. Da ist man dann plötzlich skeptisch? Seltsam!
    • bruuslii 30.04.2020 08:32
      Highlight Highlight hiker, du hast eindeutig die errungenschaften einer (unserer - noch) freiheitlichen demokratie nicht verstanden.
    • Hiker 30.04.2020 17:58
      Highlight Highlight Bruuslii warum? Was sind denn nun diese Errungenschaften welcher freiheitlichen Demokratie? Es geht ja hier nicht darum irgendwelche Freiheiten aufzugeben. Niemand wird doch gezwungen diese App zu nutzen, oder? Dann lässt Du es halt sein. Die einzigen Konsequenzen tragen dann wir, weil Du wenn Du positiv bist als Virenschleuder weiter herumziehst. Alle die Dir begegnen, können sich anstecken und das Virus weitergeben. Tu es oder lass es, aber lamentier hier nicht herum über Demokratieverständnis.
  • Triple 29.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Ich werde gar nichts freiwillig auf meinem Smartphone installieren. Der Staat hat in der Vergangenheit genug bewiesen, dass er gerne in privaten Angelegenheiten rumstöbert. Heute eine Tracing App, morgen irgendwas anderes...
  • traumawien 29.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Und was ist jetzt nochmal das DP-3T-Konsortium, genau? oder hatte ich es überlesen/link nicht gefunden.
    • @schurt3r 29.04.2020 14:17
      Highlight Highlight Herzlich willkommen bei watson!

      Hier findest du alle Beiträge, in denen es um das Experten-Gremium geht, das unter Federführung der EPFL und ETHZ eine datenschutzkonforme Schweizer Corona-Warn-App entwickelt:

      https://www.watson.ch/u/search?q=dp3t
  • SGR 29.04.2020 13:13
    Highlight Highlight Eine Frage an die Techies.
    Wie einfach (oder wie kompliziert) wäre es, diese Tracing App zu einem Tracker umzubauen und via App Store auf die Geräte zu bringen ?
    oder ist das gar nicht möglich ?

    Die meisten Leute die ich kenne lassen eh alles automatisch updaten und interessieren sich nicht im geringsten für den Change Log.
    • Ueli der Knecht 29.04.2020 18:50
      Highlight Highlight "Wie einfach (oder wie kompliziert) wäre es, diese Tracing App zu einem Tracker umzubauen und via App Store auf die Geräte zu bringen ?
      oder ist das gar nicht möglich ?"

      Das ist sehr einfach und braucht auch keine zusätzlichen Berechtigungen. Ich meine aber, dass dies eher unwahrscheinlich ist.

      Selbst wenn die App kein Problem ist, posaunt sie ständig deine Gerätenummer (deine Identität) und deinen Covid19-Status in die Welt hinaus. Damit kann dich jede Datenkrake problemlos präzise tracken und zielgerichtet "manipulieren" (zB. können LED-Plakate angezeigte Werbung auf dich anpassen).
    • SGR 30.04.2020 00:27
      Highlight Highlight dank für deine Antwort.
      Ich muss gestehen, das mit den LED-Plakaten war mir jetzt komplett neu.
      Wieder etwas gelernt.
  • Schlingel 29.04.2020 13:04
    Highlight Highlight Sorry aber ich finde solche Dinge lächerlich. Der Staat weiss alles über einen selbst. Er weiss wo man wohnt, wo man als was arbeitet, wie viel man dabei verdient und besitzt. Wenn der Staat uns unterdrücken und überwachen wollen würde, wäre dies schon lange geschehen. Die Informationen und daher die Macht dazu hat er. Die gleichen Personen, die sich vor so einer App fürchten, verschenken die eigenen Daten um ein paar herzige Katzenbilder auf Facebook, Instagram etc. anzusehen. Aber seine Daten dem Staat preiszugeben um der Gesellschaft zu helfen ist jedoch eine Horrorvorstellung? Also bitte..
    • Nora Flückiger 29.04.2020 14:15
      Highlight Highlight Es benutzt noch lange nicht jeder FB, Instagram, WhatsApp, Google und ähnliches!
    • El Vals del Obrero 29.04.2020 14:30
      Highlight Highlight "*Die gleichen Personen*, die sich vor so einer App fürchten, verschenken die eigenen Daten um ein paar herzige Katzenbilder auf Facebook, Instagram etc. anzusehen."

      Ist das Vermutung/Glauben(-wollen) oder Wissen? Schätze mal Erstes. Und falls es das Zweite wäre, wäre es falsch, da ich dann mindestens eine Ausnahme kennen würde.

      Etwa gleich wie "die selben die auf Klimademos gehen fliegen mindestens jedes Wochenende in der Weltgeschichte rum".
    • Güffalla 29.04.2020 16:21
      Highlight Highlight Genau darum ginge es ja. Überlege gut wo du was preis gibst...

      Wie würdest du dich fühlen, wenn du dich auf einmal nur noch mit Smartphone bewegen könntest, nicht mehr mit Bargeld bezahlen könntest, komplett alles digital wäre was du hast?
      Weil uns Angst gemacht wird, akzeptieren wir diese Einschnitte in unsere Grundrechte ohne genau über deren Konsequenzen nachzudenken. Und das besorgt mich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tanem 29.04.2020 12:53
    Highlight Highlight Witzig und traurig zugleich das Ganze.

    Die meisten fürchten sich vor Überwachung, haben aber offensichtlich nicht die geringste Ahnung wie genau die App funktioniert. Dabei ist der Quellcode sogar Open Source, noch transparenter gehts gar nicht!
    Genau diese Personen werden aber höchstwahrscheinlich munter Whatsapp, Google Maps etc. nutzen und haben bestimmt auch die Standortdaten ebenfalls nicht ausgeschaltet weil ja dann die Hälfte der Apps nicht mehr funktioniert.
    Ein wenig Schizophren das ganze nicht wahr?
    Selbst Euer Handyprovider hat viel mehr Daten über Euch als diese eine App ;-)
    • El Vals del Obrero 29.04.2020 14:49
      Highlight Highlight "Die gleichen Personen, die sich vor so einer App fürchten, verschenken die eigenen Daten um ein paar herzige Katzenbilder auf Facebook, Instagram etc. anzusehen"

      Wenn man das glaubt, was man glauben will und auch keine Ausnahmen vorsieht ist das Leben doch viel einfacher ...
    • Tanem 29.04.2020 19:05
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass dieses Zitat nicht mal von mir stammt - absolutes Nonsens-Argument (Wie z.B. auch: Ich habe ja nichts zu verbergen... etc).
  • Posersalami 29.04.2020 12:28
    Highlight Highlight Wenn 9 von 10 Schweizern die App tatsächlich installieren würden, wäre das eine super Sache! Dadurch könnte das Contact Tracing in einer Qualität möglich sein, die weit höher liegen dürfte als normales Tracing per Telefon und Erinnerung, wann man wo mit wem war.

    Wenn der Quellcode öffentlich gemacht wird, würde ich sie auch sofort installieren. Her mit der App!
    • Tanem 29.04.2020 12:45
      Highlight Highlight Der Quellcode IST Open Source

      Hier, bitteschön: https://next-step.io/de/
    • El Vals del Obrero 29.04.2020 13:15
      Highlight Highlight Wahrscheinlich haben ja nicht mal 90% der Schweizer ein Smartphone. Und glücklicherweise ist bisher auch kein staatlicher Smartphone-Besitzzwang vorgesehen.
    • Zat 30.04.2020 23:35
      Highlight Highlight 9 von 10? Jetzt fliegen Ihre Erwartungen aber schon ein wenig hoch. Zählen sie mal die Kinder und viele der älteren Personen weg, sowie jene Leute ohne Smartphone oder solche, welche die App nicht nutzen möchten. Die Hoffnungen der Entwickler liegen bei 40-60% für einen möglichst guten Nutzen, aber auch hier ist man sich nicht sicher, ob man dieses Ziel erreichen kann.
  • Saerd neute 29.04.2020 11:58
    Highlight Highlight Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin).
    • Saxappeal 29.04.2020 14:38
      Highlight Highlight Prüfe jedes Zitat auf seine richtigkeit
      Benutzer Bild
    • Hiker 29.04.2020 14:40
      Highlight Highlight Welche Freiheiten geben Sie denn auf? Nutzen Sie kein Google, WhatsApp, Twitter, Facebook, Instagram, kein e-banking? Sie nutzen nicht die SBB oder ähnliche App um zu Reisen? Keine Cumulus oder coop supercard gar nichts dergleichen? Nicht einmal eine Bankkarte? Sie bezahlen immer und überall bar und bestellen nie bei einem online Shop? Weil dann und nur dann sind Sie und Ihre Sprüche glaubhaft. Beim Contact Tracing sind Sie so sicher wie überall sobald Sie das Internet oder ähnliches nutzen.
    • Snowy 29.04.2020 18:45
      Highlight Highlight @Hiker: Auch bei einem zentralen Ansatz?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 29.04.2020 11:55
    Highlight Highlight Wie schlecht wir Schweizer mit Abstimmungsvorlagen, welche ein gewisses digitales Verständnis voraussetzen, umgehen können, haben wir ja schmerzhaft erfahren bei den Nachrichtendienst- und Glückspielvorlagen.

    Und natürlich muss man sich bei Verdacht zeitnah testen können.
    Niemand begibt sich ohne positives Testresultat in eine zehntägige Quarantäne weil er vielleicht 15 Sekunden im Tram neben einer infizierten Person gestanden hat.
    • Hiker 29.04.2020 14:57
      Highlight Highlight Sie wissen ganz genau, dass man 30 Minuten insgesamt mit Infizierten in Kontakt gewesen sein muss. Nichts von 15 Sekunden! Verbreiten Sie bitte hier keine Unwahrheiten! Ich finde solche Kommentare müssten Konsequenzen haben für die, die solche verbreiten!
    • Garp 29.04.2020 16:15
      Highlight Highlight Meines Wissens ist die App auf 15 min. ausgelegt und nicht auf 15 sec. . Ganz doof sind die Programmierer ja auch nicht.
    • Snowy 29.04.2020 18:43
      Highlight Highlight Das wusste ich nicht - danke für die Richtigstellung (falls es wirklich 30 Minuten sind - das dünkt mich extrem lange).

      An der Aussage, dass man sich bei einem Verdachtsfall testen lassen muss, ändert sich jedoch nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk Mal 29.04.2020 11:01
    Highlight Highlight Ich finde, die App und die Macher dahinter haben unser Vertrauen verdient. Nicht umsonst haben sie das europäische Konsortium verlassen, nachdem Deutschland penetrant auf einer Datenkrake bestanden hat. Diese schwenken nun aber auch auf die "Schweizer"-Lösung um.
    Und zuerst müssten die Kritiker Facebook und Co. verlassen, bevor sie bei Datenschutz mitreden.
    • Hamudi Dudi 29.04.2020 11:46
      Highlight Highlight Ahh ich kann dieses "Argument" nicht mehr hören. Das ist wie, wenn jemand 100% vegan, bio und Co2-frei leben muss, um eine Meinung zum Thema Umweltschutz haben zu dürfen.
    • Snowy 29.04.2020 11:57
      Highlight Highlight Genau dasselbe schwachsinnige Argument, wie einem jugendlichen Klimaprotestierer vorzuwerfen, zuerst müsse er selber ohne Handy leben und dürfe nie mehr autofahren.
    • Hiker 29.04.2020 15:06
      Highlight Highlight @snowy, Dudi &Co Doch, wer nicht abstimmen geht, hat das Recht verloren sich über Resultate auszulassen. Wer auf der einen Seite für den eigenen Profit bereit ist freiwillig und ohne die geringsten Bedenken sämtliche Privatsphäre aufzugeben, ist unglaubwürdig wenn er sich ausgerechnet jetzt über den Datenschutz auslässt. Das müsst Ihr Euch ganz einfach gefallen lassen, ob es Euch passt oder nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 29.04.2020 11:00
    Highlight Highlight Ich glaube, mein Leben ist für den CH Staat zu uninteressant. Was also hat der unbescholtene Bürger durch das Contact Tracing zu befürchten? Der sogenannte Schutz der Persönlichkeit hat in der Vergangenheit nur den Verbrechern gedient.
    • The Destiny // Team Telegram 29.04.2020 11:45
      Highlight Highlight @Notabik, Da du ja nichts zu verbergen hast, schick mir alle deine Emailadressen und Passwörter und damit meine ich ALLE. Wenn ich etwas interessantes finde, werde ich es veröffentlichen, ok?

      Du bist doch kein Verbrecher, oder?
    • Snowy 29.04.2020 11:59
      Highlight Highlight Bitte bitte sage mir, dass Du Dich grad etwas lustig gefühlt hast, und hier mal kurz unser Stresslevel testen wolltest...?!

      Falls Du das wirklich ernst meinst:

      Es geht doch nicht (nur) um Dich als Individuum. Es geht um die Masse der Daten!
    • Ueli der Knecht 29.04.2020 12:58
      Highlight Highlight "Ich glaube, mein Leben ist für den CH Staat zu uninteressant. Was also hat der unbescholtene Bürger durch das Contact Tracing zu befürchten? "

      Wer mich blöd fragt,
      "was hast du zu befürchten?",
      dem antworte ich:

      Ich brauche meine Privatsphäre, nicht etwa weil meine Handlungen fragwürdig wären, sondern weil deine Vorurteile und deine Absichten es sind.

      Jeder Mensch, auch alle die unwichtigen, lassen sich einfach aufgrund fragwürdiger Merkmale irgendwelchen Minderheiten zuordnen, ausgrenzen und diskriminieren. Jeder Faschismus und Totalitarismus beginnt genau so.

      Wehret den Anfängen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dave1974 29.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Eigentlich wären wir ja schon alle seit längerem genügend gewarnt - nur mit der Umsetzung haben gewisse Leute Mühe, die sie aber auch mit einer App haben würden (die von diesem Schlag Menschen kaum verwendet würde).

    Dazu kämen nebst technischen auch andere grundlegende Fragen, welche noch gar nicht abschliessend geklärt sind: z.B. halten sich die Personen draussen oder drinnen auf? 1m, 1,5m 2m? "Geschützt" oder ungeschützt?

    Birgt es nicht eher mehr Gefahren, wenn manche sich dann plötzlich nur noch auf so eine App verlassen?
    Smombies lassen grüssen!

    Hätte da noch viel mehr Fragen dazu.
    • Posersalami 29.04.2020 12:32
      Highlight Highlight Niemand wird sich auf die App verlassen, vor allem nicht die Behörden. Die App ist nur ein Baustein, um Kontakte zu verfolgen.

      Alle Kontakte, an die du dich erinnern kannst, werden auch weiterhin "normal" informiert werden, sich in Quarantäne zu begeben. Aber der Typ, der dir gegenüber im Tram sass und den du nicht kennst, wird dann halt über die App informiert.
    • Dave1974 29.04.2020 14:39
      Highlight Highlight @Posersalami

      Niemand? Ich könnte jetzt in den Park gehen und Dir gleich 10 potentielle Sich-auf-App-Verlasser zeigen. Wenn die App nicht warnt oder gewarnt hat, ist doch alles in Ordnung, oder!?

      Ist ein bisschen wie mit der mit den Masken und Handschuhen. Manche halten sich mit diesen Dingen für unverwundbar, obwohl man den Zweck und die Verwendung nun wirklich runter- und rauferklärt hat.

      Viele können und wollen die Massnahmen umsetzen, aber es gibt auch nicht gerade wenige, welche nicht so recht wissen, was sie da eigentlich tun, resp. welches Risiko sie in falscher Annahme bilden.
  • Kak Attack 29.04.2020 10:37
    Highlight Highlight Mich würde vom Autor mal interessieren, wie genau er freiwillig (!) definiert. Das nicht zum ersten Mal verwendete "(!)" macht mich noch immer mehr stutzig als dass es beruhigen würde ;-)

    Also für mich bedeutet freiwillig, dass ich ohne Handy/App KEINE Einschränkungen gegenüber denjenigen mit Handy/App haben werde. Und zwar nirgends. Auch nicht, wenn ein Privatanbieter (zB ein Geschäft oder Restaurant dies zur Bedingung macht. In diesem Falle heisst für mich freiwillig, dass mich das Gesetz gegnüber einer solchen Diskriminierung schützen wird.
    Sehen Sie freiwillig auch so, Herr Schurter?
    • @schurt3r 29.04.2020 11:43
      Highlight Highlight Berechtiger Einwand!
      Man beachte das Ausrufezeichen :)

      Ich sehe die «Freiwilligkeit» genau gleich. Also absolut. Meine ausführliche Begründung folgt demnächst in einem separaten Beitrag.
    • Hiker 29.04.2020 14:29
      Highlight Highlight Freiwillig heisst immer auch, dass man freiwillig auf die Nach- aber auch Vorteile verzichtet. Den fünfer und das Weggli gibt es auch hier nicht. Es steht Ihnen frei zu entscheiden nicht solidarisch zu sein und Ihr Handy nicht zur Verfügung zu stellen. In dem Fall hoffe ich aber für Sie, dass Sie weder Google noch Banking oder sonstige tracing Apps verwenden. Auch kein WhatsApp oder Twitter oder sonstige Social Networks! Sie wären damit einer der wenigen auf diesem Planeten. Und jetzt entscheiden Sie sich für oder gegen ein klein wenig Unsicherheit in Kauf zu nehmen zum Nutzen von uns allen.
    • Kak Attack 30.04.2020 00:15
      Highlight Highlight hmmm, ich möchte eben weder den Fünfer noch das Weggli ;-)
      Von all den aufgezählten Sachen verwende ich vereinzelt die GoogleSuche im Browser und ein GoogleMailKonto habe ich, damit ich hier mitdiskutieren kann. E-Banking will mir meine Bank zur Entlastung ihrerseits immer wieder aufschwatzen, bin aber schneller und günstiger, wenn die Bank das macht ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 29.04.2020 10:35
    Highlight Highlight Wir in der Schweiz haben das grosse Glück, dass mit dem DP3T Projekt von Anfang an eine Lösung mit grösstmöglicher Privatsphäre erarbeitet wurde. Das DP3T Konsortium hat immer offen kommuniziert und schnell den Quellcode offengelegt.

    Fun Fact: Prof. Edouard Bugnion von der EPFL (Informatik Departement der ETH) ist Teil des DP3T Konsortiums und war ein wichtiger Teil bei der Entwicklung der API bei Apple und Google, sprich die API ist auch quasi made in CH. (Quelle: https://www.cnbc.com/2020/04/28/apple-iphone-contact-tracing-how-it-came-together.html)
    • ninolino 29.04.2020 14:21
      Highlight Highlight Die EPFL ist nicht das Informatikdept. der ETH!
  • Antichrist 29.04.2020 10:27
    Highlight Highlight Es braucht aber einen Entlassungsschutz, wenn jemand wegen Verdacht auf einen Kontakt zu Hause bleiben muss.
  • PlayaGua 29.04.2020 10:24
    Highlight Highlight Transparenz ist da sehr wichtig. Meines Erachtens muss aber die App obligatorisch sein, um Wirkung zu haben. Ansonsten braucht man sie gar nicht erst zu lancieren.
    • PlayaGua 29.04.2020 11:31
      Highlight Highlight Leute, wenn die App nicht Vorschrift ist, werden sie zahlreiche Leute nicht installieren. Dann bringt sie auch denen praktisch nichts, die sie haben. Oder wo sind die Gegenargumente?
    • Snowy 29.04.2020 12:09
      Highlight Highlight Dann muss die App eben so gut und vertrauenswürdig sein, dass sie von vielen Menschen freiwillig installiert wird.

      Die Menschen müssen erkennen, dass es ihnen auch persönlich einen Vorteil bringt, diese zu installieren.

      Würde mal behaupten die SBB App ist auch bei mehr als 70% aller Smartphones freiwillig installiert.
    • Beat_ 29.04.2020 13:11
      Highlight Highlight Die Handys haben ja heute schon schwache Akkus. Wenn die App obligatorisch ist, dann ist auf die Akkus noch weniger Verlass...

      Wenn Du wirklich denkst, dass obligatorisch besser funktioniert als freiwillig, dann hast Du eine diametral andere Denkweise als ich.
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