Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Im Datendschungel: watson-Journalistin Camille Kündig.  bild: watson / lea senn

watson-Journalistin macht Datenstriptease: Das wissen Google, Apple und Zalando über mich

watson-Reporterin Camille Kündig stellte Auskunftsbegehren an die grossen Datenkraken dieser Welt. Zurück erhielt sie Informationen über sich selbst, die ein 10'000-Seiten-Buch sprengen würden.



Ich kaufe meine Kleider online, fahre mit Uber, poste Fotos auf Instagram und in meiner Wohnung genügt ein Machtwort in Richtung Alexa, damit die «digitale Sprachfee» von Amazon die Heizung um ein Grad wärmer stellt. 

Damit gebe ich viel über mich preis. Aus Bequemlichkeitsgründen nehme ich das – wie viele andere – in Kauf. Dennoch bin ich neugierig: Wie tief in unser Privatleben dringen die Tech-Giganten ein?

Mit Verweis auf die neue EU-Datenschutzverordnung habe ich bei Netflix, Apple, Amazon und Co. nachgefragt, was sie über mich wissen. Die Antwort findet sich in 19 Gigabyte an Daten. Das macht ausgedruckt ein Buch über etwa 11'000 Seiten. Ein Datenstriptease.

Google – der BFF

Google kennt mich am besten. Seit 2010 speichert der Internet-Gigant fein säuberlich jede meiner Suchanfragen, egal ob ich diese von meinem Smartphone aus oder über den PC getätigt habe. Dies sogar mit exakter Angabe der Uhrzeit. Wer die 15,2 Gigabyte Daten über mich konsultiert, die Google irgendwo in der Welt auf einem Server abgespeichert hat, könnte meine Biographie schreiben.

Am 11. Oktober 2011 um 21.52 Uhr habe ich zum ersten Mal ein Youtube-Video angeklickt: ein Song von Pitbull featuring Afrojack und Ne-Yo.

Bild

🎼🎼🎼«Grab somebody sexy, tell 'em hey, give me everything tonight.» 🎼🎼🎼

abspielen

Video: YouTube/PitbullVEVO

Bild

Bild

Alexa Echo – die Hilfskraft 

Datenschutz Story Camille

Bild

bild: print-screen Amazon-datenauflistung

Uber – das Daten-Taxi

Bild

bild: screenshot uber

Bild

bild: screenshot uber

Facebook – Sammelband der Peinlichkeiten 

Bild

screenshot datenauflistung facebook

Es ist klar ersichtlich, an welcher Adresse ich meine Nächte verbringe und an welcher ich arbeite.

Datenschutz Story Camille

Netflix – der Streaming-Spion

In this image released by ABC, Kiefer Sutherland portrays Tom Kirkman in a scene from,

Kiefer Sutherland als US-Präsident Tom Kirkman im Oval Office. Bild: AP/American Broadcasting Companies,

Bild

screenshot netflix

Von wegen Netflix & Chill! So sieht es in Wirklichkeit aus:

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Apple – die Datenkrake

Eindrücklich ist auch der riesige Haufen an Daten, den Apple über mich bunkert. Klar: Ich bin seit 2012 rege Nutzerin der iCloud-Services, brauche täglich mein iPhone, iPad und Mac. 

Bild

Bild

bild: screenshot apple-datenauflistung

Apple weiss: Am 27. Mai 2016 um 17 Uhr 35 war ich im Restaurant Santa Lucia im Zürcher Niederdorf.

Bild

Instagram – das Hashtag-Gedächtnis

Datenschutz Story Camille

Whatsapp – mein reges Gruppenleben 

Bild

ausschnitt whatsapp-datenübersicht 

Twitter – «25 and up»

Bild

Bild

bild: screenshot twitter-datenauflistung

Weight Watchers – die digitale Waage

Die Diät-Firma hat auf seinen Servern mein Gewicht, meine Grösse und Adresse gespeichert.

Bild

Zalando – Kleider für Daten

T-Shirt IP Adresse Zalando Camille

Bild

LinkedIn – der Karrierefootprint 

Fragst du dich, warum du überall neuen AGB zustimmen musst? Corsin erklärt es dir:

Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent, Lya Saxer

Keine Lust Facebook noch mehr Daten zu liefern? – Hier sind 6 Alternativen zu WhatsApp

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Neuseeland: Erster Coronafall seit Monaten

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Darum solltest du WhatsApp jetzt löschen und zur (sicheren) Konkurrenz wechseln

WhatsApp-User werden durch geänderte Nutzungsbedingungen verunsichert. Spätestens jetzt schlägt die Stunde der datenschutzfreundlichen Alternativen.

WhatsApp-User müssen bis spätestens am 8. Februar den neuen Nutzungsbedingungen zustimmen – sonst können sie den Messenger-Dienst nicht mehr verwenden.

Das Problem laut alarmierenden Medienberichten, die seit Tagen kursieren: Wer akzeptiert, willige ein, sehr viele persönliche Informationen mit Facebook zu teilen.

Zwar versichert Facebook, das Teilen der User-Daten diene der Sicherheit und Integrität aller Facebook-Produkte. Das Unternehmen wolle damit gegen Spam, Drohungen, Missbrauch und …

Artikel lesen
Link zum Artikel