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Kein Fliegenschiss, sondern ein Displayfehler: Genau dort, wo man das Handy auffaltet. screenshot: techcrunch.com

Das Falthandy-Debakel – hats Samsung auch im zweiten Anlauf verkackt?

Um den schon einmal verschobenen Verkaufsstart des koreanischen Falthandys herrschte erneut Verwirrung. Doch nun soll alles klar sein ...



Ist auch der zweite Anlauf, das Galaxy Fold auf den Markt zu bringen, misslungen? Oder handelt es sich bloss um Kommunikationsprobleme, ein Missverständnis?

Die Lancierung sei ohne Ankündigung verschoben worden, berichtete das deutsche Techportal golem.de am Freitagmorgen. Zudem sei beim Testgerät eines US-Journalisten kurz vor dem Verkaufsstart ein Fehler aufgetreten. Und zwar ein Hardware-Fehler, der wenig zuversichtlich stimmte ...

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So titelte das seriöse deutsche Techportal. screenshot: golem.de

Der Golem-Bericht bezieht sich auf Tech Crunch, einen renommierten amerikanischen Techblog. Der hat am Donnerstag einen alarmierenden Bericht des US-Journalisten und Geräte-Testers Brian Heater publiziert. Mit dem Titel: «Mein Galaxy Fold Display ist nach einem Tag beschädigt.»

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screenshot: techcrunch.com

Der Faltmechanismus habe dieses Mal keine Probleme gemacht, dafür tauchte nach einem Tag Nutzung auf dem Display ein farbiger, unförmiger Fleck («Blob») auf. Die Ursache für den Fehler sei unklar, vergleichbare Beobachtungen von anderen Testern seien bislang nicht bekannt. Samsung wolle nun das Testgerät in seinen Labors prüfen.

In Deutschland sollte das 5G-Falthandy laut Ankündigung (an der Technikmesse IFA) schon am 18. September auf den Markt kommen. Doch bis am Freitagmittag konnte man es auf der Samsung-Website lediglich «vorbestellen».

Im Verlauf des Freitags tauchte auf der deutschen Galaxy-Fold-Webseite ein «Jetzt kaufen»-Button auf. Und man kann das 5G-Falthandy in den Warenkorb legen und soll dafür 2100 Euro bezahlen. «Limitierte Stückzahl», heisst es.

In den USA wollte Samsung das Falthandy am 27. September 2019 auf den Markt bringen. Also genau heute. Doch bei Twitter stiess man unter #GalaxyFold vor allem auf Werbevideos von Samsung Mobile, und auf fragende User.

Offenbar mangelte es auch auf der anderen Seite des Atlantiks an verlässlichen Informationen zum Verkaufsstart. Das US-Techportal CNET schreibt, das Galaxy Fold sei in Südkorea und Grossbritannien erhältlich und werde ab dem 27. September in den USA für 1980 Dollar verkauft, aber nur mit Anschluss ans 4G-Mobilfunknetz. Von Deutschland keine Rede.

Um die Verwirrung komplett zu machen, berichtete heute inside-digital.de, der Marktstart in Deutschland sei überhaupt nicht verschoben worden. Vielmehr bezichtigte das Techportal Golem und andere Konkurrenten, nicht korrekt berichtet zu haben und berief sich dabei auf einen nicht namentlich genannten Samsung-Sprecher. Der Grund für die «Falschmeldungen» könnte eine «etwas unglückliche Formulierung auf der Samsung-Website» gewesen sein, heisst es.

«Beim Kauf des Galaxy Fold klicken künftige Besitzer nämlich auf den Button ‹vorbestellen› und nicht wie üblich auf ‹kaufen›. Das liegt daran, dass es sich bei dem 2100 Euro teuren Gerät um ein Premium-Produkt handelt, das nicht einfach an Endverbraucher verschickt wird. Stattdessen werden die Käufer einige Tage nach der Transaktion in ein Samsung-Center eingeladen, wo sie ihr neues Smartphone dann überreicht bekommen. Die ersten Geräte in Deutschland sollen laut Samsung bereits ausgeliefert worden sein.»

Was lief da schief, Samsung?

watson hat bei Samsung Schweiz angefragt. Eine Sprecherin wollte keine konkreten Fragen zu den Verkaufsstarts beantworten, sondern verwies auf entsprechende Medienmitteilungen. In der Mitteilung zu Deutschland heisst es nur, das Falthandy sei «ab dem 18. September im Samsung Online Shop sowie über ausgewählte Vertriebspartner erhältlich». Wie der Kauf genau abläuft, wird hingegen nicht verraten.

Samsung USA hat am Freitag im Unternehmens-Blog einen Beitrag veröffentlicht zum Galaxy Fold 5G. Darin heisst es, das Gerät sei «ab heute erhältlich».

Wie fragil ist es?

So richtig zu trauen scheint man der Robustheit der zweiten Galaxy-Fold-Generation beim Hersteller nicht. Vorab und in Support-Dokumenten wurden Käufer gewarnt, dass der Kunststoff-Bildschirm schnell Schaden nehme.

Zum Kundenservice für US-Käufer gehört ein subventionierter Displaytausch, der 149 US-Dollar kosten soll. Doch wird dieser Service nur bei Neukäufen vor dem 31. Dezember 2019 garantiert. Laut The Verge gehört ein persönlicher Termin zum Abholen des Galaxy Fold zum Service-Paket. Verschickt werde das Top-Smartphone in den Vereinigten Staaten grundsätzlich nicht. Auch nicht per Kurier.

Beim Abholen erhielten Käufer Tipps, Hinweise und Warnungen zur Nutzung des fragilen neuen Geräts. Zudem sei die Schachtel des Falt-Smartphones mit weiteren Sicherheitshinweisen zum Umgang gespickt. Samsung weise etwa darauf hin, dass keinerlei spitze Gegenstände inklusive Fingernägel mit dem Display verwendet werden dürfen.

Nach dem Debakel vor dem geplanten Marktstart im Frühjahr versuche Samsung eine zweite Blamage unter allen Umständen zu verhindern. Einerseits durch Nachbesserungen am Display-Scharnier und der aufgetragenen Schutzfolie, andererseits durch die intensive Betreuung der Käufer.

Der südkoreanische Elektronik-Gigant, der weltweit am meisten Handys produziert, dürfte sich nur zu gut an das Debakel mit dem Galaxy Note 7 erinnern, das wegen Explosions- und Brandgefahr aus dem Verkehr gezogen wurde.

Sicher ist, das Galaxy Fold ist alles andere als robust

Im Gegensatz zu anderen Premium-Smartphones ist das Galaxy Fold 5G anfällig auf eindringenden Staub und Wasser. Und man sollte keine Kreditkarten und andere Gegenstände, die empfindlich auf Magnete reagieren und Schaden nehmen könnten, in der Nähe des Falthandys lagern.

Und jetzt du!

Kennst du jemanden mit Galaxy Fold 5G? Hast du selber vor, das Falthandy zu kaufen? Schreib uns via Kommentarfunktion.

Natürlich melden sich nun auch die iPhone-Fans zu Wort ...

Zuviel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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