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Der knuffige Link ist bereit für ein aufwühlendes Insel-Abenteuer. Bild: zvg

Review

Das neuste «Zelda»-Game ist ein Meisterwerk. Punkt.

«Link’s Awakening» besitzt eine Knuddel-Optik zum verlieben und eine Geschichte, die zu Tränen rührt. Wer dieses Remake des Game Boy-Klassikers nicht spielt, hat nicht mehr alle Töpfe im Haus.



Wir schreiben das Jahr 1993. Draussen regnet es in Strömen. Das Vergangenheits-Ich sitzt auf dem Bett, dicht gedrängt unter der Nachttischlampe, die als einzige Lichtquelle das dunkle Jugendzimmer erhellt. In den Händen liegt der erste Game Boy, der damals noch schön weiss war. Eine liebliche Melodie dudelt aus dem kleinen Wundergerät. Ein putziger Link wuselt über den Bildschirm und tut das, was er immer tut…

Nun schreiben wir das Jahr 2019. Das Teenager-Alter wurde schon lange, lange hinter sich gelassen. Aber mit dem Remake kommen Erinnerungen hoch. Vertraute Gefühle und ein Lächeln auf den Lippen werden zum Dauergast.

Der erste Trailer machte viele «Zelda»-Fans sehr glücklich...

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Video: YouTube/Nintendo DE

Ein Highlight für das Langzeitgedächtnis

1993 erschien für den ersten Game Boy ein Videospiel, das viele verzauberte. «The Legend of Zelda: Link's Awakening» war für viele Freunde der Videospielkultur ein Highlight, das sich ins Langzeitgedächtnis brannte.

Das Original-Intro der Game Boy-Version...

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Video: YouTube/Tork110

Der Game Boy war für viele junge Menschen der 90er-Jahre eine Einstiegshardware in die unterhaltsame Welt der Telespiele. Und für sehr viele Kinder und Jugendliche war das Game Boy-«Zelda» eines der ersten Spiele, mit dem sie eine fantastische Geschichte mit Tiefgang erleben durften. Nun ist dieser Klassiker wieder da und erstrahlt in einem neuen, sehr bunten Kleid, das sofort alle Blicke auf sich zieht.

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Die jüngste Link-Version sieht einfach nur zuckersüss aus. bild: zvg

Auf der Suche nach Instrumenten

Optisch und spielmechanisch orientiert sich diese Zelda-Version am Meisterwerk «The Legend of Zelda: A Link to the Past», das auf dem Super Nintendo 1991 für Begeisterungsstürme sorgte. Der knuddelige Link wird durch unterschiedliche Spielabschnitte, die allesamt auf der geheimnisvollen Insel Cocolint angesiedelt sind, gesteuert. Prinzessin Zelda und Hyrule sind also weit, weit weg.

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Nach dem Schiffbruch kommt Link in einem fremden Bett zu sich. bild: zvg

Nachdem Link als Schiffbrüchiger auf dem Eiland gelandet ist, muss er nun versuchen von dort wieder seinen Weg zurück nach Hause zu finden. Dafür soll der Windfisch, ein mystisches Wesen in einem riesigen Ei, platziert auf einem hohen Berg, aufgeweckt werden. Um das Tier aus dem Schlaf zu holen, braucht es acht Instrumente, die auf der Insel versteckt sind.

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Der Windfisch hat es sich in diesem riesigen Ei auf einer Bergspitze gemütlich gemacht. bild: zvg

Jedes magische Objekt befindet sich in einem Tempel respektive Dungeon, in dem natürlich ein Bossgegner auf seine Erlösung wartet. Wegweisende Ratschläge bekommt Link von einem mysteriösen Uhu, von der süssen Marin und von vielen kauzigen Bewohnern, die seinen Weg kreuzen. Und steckt der Junge in einer Sackgasse fest, kann er in bestimmten Telefon-Häusern einen älteren Herrn um Ratschlag bitten. Auch wenn dieser manchmal in Rätseln spricht, er hat immer sehr wertvolle Tipps auf Lager.

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Was soll Link nun mit diesem Apfel anstellen? Vielleicht kann ein Dorfbewohner weiterhelfen. bild: zvg

Kein Kondom gefunden

«Link’s Awakening» hatte schon damals einen leichtfüssigen und durchaus auch mal sehr speziellen Humor. Selbstredend, dass dieser auch im Remake wieder dabei ist und für zahlreiche Schmunzler sorgt. Zwar fehlt hier u.a. auch das berühmte Kondom-Zitat, dafür gibt es wunderhübsch animierte Slapstick-Einlagen, süffisante Dialoge und eigenwillige Figuren, wo man sich ständig fragt, ob dieser oder jene nicht mehr alle Töpfe im Haus hat.

Die berühmte Kondom-Szene aus dem Original...

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Video: YouTube/Froststarrer

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Dieses bissige Wesen an der Kette dürfte vielen bekannt vorkommen. bild: zvg

Zudem warten jede Menge Easter-Eggs in diesem Spiel auf ihre Entdeckung. So gibt es beispielsweise ein paar bekannte Feinde aus dem Super Mario-Universum, die sich ins Spiel geschlichen haben, der süsse Yoshi hat einen kleinen Gastauftritt und dann ist da noch… nein, das werde ich hier jetzt nicht verraten…

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Tja, was tun, wenn man nicht genügend Rubine für einen teuren Bogen besitzt? bild: zvg

Eine Optik zum verlieben

Dass man beim Anblick der Insel-Welt fast einen Zuckerschock bekommt, war schon bei der Veröffentlichung der ersten Bewegtbilder klar. Der kleine Knuddel-Link sah noch nie so putzig aus. Die Animationen sind wahrlich vom Feinsten.

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Alles und jeder auf der Insel wurde wunderschön animiert. bild: zvg

Jede einzelne Bewegung dieses Nintendo-Helden ist ein Genuss. Egal ob er durch die Gräser schreitet, versucht einen schweren Stein hochzuheben oder in bestimmten Abschnitten aus der Seitenperspektive gesteuert werden kann, die Videospielliebe der Macher und der Respekt vor der «Zelda»-Marke umgibt jede einzelne Szenerie und streut immer noch eine grosse Portion Zucker oben drauf.

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Einfach mal der Marin beim Singen zuhören... bild: zvg

Endlich wieder ordentliche Dungeons

Sind wir ehrlich: «Breath of the Wild» war ein hervorragendes «Zelda»-Spiel, aber wir haben die klassischen Dungeons sehr vermisst. Aber jetzt dürfen wir dieser Leidenschaft wieder frönen und uns in dunkle Gewölbe stürzen, fieberhaft nach Schlüsseln suchen, uns auch mal ärgern, wenn wir einfach nicht weiterwissen und uns riesig freuen, wenn wir eine Schatzkiste gefunden haben und öffnen dürfen. Ach, wie haben wir das vermisst!

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Endlich gibt es wieder echte Dungeons mit knackigen Rätseln. bild: zvg

Das Remake besitzt übrigens ein nettes Minispiel: Wer genug Kammersteine sammelt, darf anschliessend seinen eigenen Dungeon zusammenbasteln und darin spielen. Die Steine findet man während seinem Abenteuer oder können in anderen Minispielen auf dem Eiland gewonnen werden.

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Dieser schrullige Zeitgenosse erklärt euch das Dungeon-Minispiel. bild: zvg

Sich Zeit nehmen…

«Link’s Awakening» lässt sich durchaus in einem Rutsch durchspielen. Doch wer das tut, verpasst ganz viele Nebenschauplätze und Nebengeschichten, die sich etwa im Hauptdorf oder in entlegenen Winkeln der Inselwelt abspielen. Wer geduldig bleibt, sich Zeit nimmt und noch unter dem hinterletzten Grasbüschel oder Stein schaut, wird belohnt. Wenn man irgendwo in einem abgelegenen Gebiet etwas vermutet, dann wird man für seine fiebrige Suche auch meistens belohnt. Der «Breath of the Wild»-Geist scheint hier allgegenwärtig zu sein.

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Auf der Insel gibt es sehr, sehr viel zu entdecken. Nehmt euch die Zeit dafür! bild: zvg

Am Ende des Spiels kann man eine gewisse auftretende Melancholie nicht von der Hand weisen. Der sprechende Uhu oder die süsse Marin, man wird sie alle vermissen. Und wie gehabt wird am Schluss noch eine grosse Portion Emotionen ausgeschüttet. Wer das Original kennt, versteht. Wer es nicht kennt, wird es verstehen. Und schliesslich darf wieder in Fan-Foren heiss diskutiert werden, wie dieses Link-Abenteuer denn nun genau interpretiert werden darf.

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Im Waldabschnitt herrscht eine eigenartige, melancholische Stimmung. bild: zvg

Das «Zelda»-Herz wird gefüttert

Fazit: Egal, ob man das Original von damals mochte, oder zum ersten Mal auf Cocolint verweilt, dieses Videospiel schliesst man sehr schnell in sein Herz und fühlt sich während des gesamten Abenteuers pudelwohl. Dafür sind nicht nur die Knuddeloptik und der neu arrangierte Soundtrack mit Ohrwurmgarantie verantwortlich. Es ist auch diese zeitlose Spielmechanik, die so sehr an den Bildschirm fesselt und heimelige Gefühle vermittelt. Das Herumwuseln in dieser knutschbunten Welt ist ein Genuss, die Dungeons füttern jedes «Zelda»-Herz und die schrägen Bewohner auf dem Eiland möchte man gar nicht mehr verlassen.

Ein Fest für «Zelda»-Fans...

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Video: YouTube/Nintendo DE

«The Legend of Zelda: Link's Awakening» ist ab dem 20. September exklusiv erhältlich für Nintendo Switch und freigegeben ab 7 Jahren.

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