DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08671433 A handout video still image made available by Apple Inc. introducing the eighth-generation iPad features the powerful A12 Bionic with the Neural Engine, a 10.2-inch Retina display, and so much more during an Apple Event at Apple Park in Cupertino, California, USA, 15 September 2020.  EPA/APPLE / HANDOUT HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Apple achtes iPad: Nicht spektakulär, aber beeindruckend solide. Bild: keystone

Review

So gut ist das neue «Billig»-iPad von Apple wirklich

Spektakulär unspektakulär – so liesse sich das neue Tablet von Apple gut beschreiben: Denn das jüngste iPad blieb zur Vorgängergeneration äusserlich unverändert – im Innern gibt es aber eine wichtige Neuerung.

Jan Mölleken / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Apple hat auf seinem September-Event zwei neue iPads vorgestellt. Die grösste Aufmerksamkeit galt sicherlich dem grundüberholten iPad Air. Doch auch das Einstiegsmodell, schlicht iPad genannt, erhielt in diesem Jahr ein kleines, aber wesentliches Update.

Viel mehr Power

Statt des mittlerweile vier Jahre alten A10-Fusion-Prozessors steckt nun der zwei Jahre jüngere A12-Bionic-Chip im Tablet. Der verspricht laut Apple im Vergleich rund 40 Prozent mehr Rechenleistung und sogar doppelt soviel Grafikpower. Vielleicht noch interessanter ist aber, dass der A12 Bionic auch Apples Neural Engine bietet.

Das sind acht Recheneinheiten, die für Machine-Learning-Funktionen optimiert sind. Mit Core ML bietet Apple Programmierern schon seit einiger Zeit die Möglichkeit Machine Learning vergleichsweise einfach in ihren Apps einzusetzen. Damit werden Bildanalysen oder Spracherkennungsalgorithmen direkt auf dem Gerät möglich, ohne dass Daten zu einer Cloud geschickt werden müssen. Hier dürfte sich der A12-Chip im iPad auch in den kommenden Jahren als wertvoll erweisen.

Verarbeitung top

Abgesehen davon bleibt beim günstigsten Apple-Tablet alles beim Alten: Display, Gehäuse und sonstige Ausstattung wurden vom iPad aus dem Vorjahr übernommen – leider auch die vergleichsweise schmale Speicherausstattung von 32 GB. Für 100 Franken Aufpreis ist aber auch ein Gerät mit 128 GB Speicher erhältlich – externe Speicherkarten lässt Apple nicht zu.

Das Gerät sieht wertig aus, die Verarbeitung ist top – auch wenn es mit dem breiten Displayrahmen neben den neuen iPad Air – und iPad-Pro-Modellen etwas unmodern aussieht.

iPad 2020, 8. Generation

Entsperrt wird der Bildschirm über den Fingerabdruck-Scanner (TouchID) im Home-Button. Bild: Apple

Gutes Display

Weiterhin arbeitet eine brauchbare, aber nicht überragende 8-Megapixel-Kamera im Innern, das LC-Display ist sehr gut und hell, aber nicht direkt mit dem Deckglas verbunden. Auch auf die Farbtemperaturanpassung TrueTone sowie den grossen P3-Farbraum müssen Nutzer verzichten – all das gibt es erst im deutlich teureren iPad Air. Für Privatnutzer ist das aber  verschmerzbar.

Zubehör und Preis

Dafür kann das Gerät sowohl mit dem SmartKeyboard (179 Franken, bzw. 174.45 Euro) als auch mit dem Apple Pencil der ersten Generation (99 Franken, bzw. 96.50 Euro) genutzt werden. Zumindest für die Tastatur gibt es auch gute und deutlich günstigere Alternativen von anderen Anbietern.

Bild

Der Preis des günstigsten Modells mit 32 GB Speicher liegt unverändert bei 349 Franken. Damit ist das Tablet angesichts der gebotenen Leistung nach wie vor eine echte Preis-Leistungs-Empfehlung. Auch weil Apple softwareseitig noch immer erheblich besser auf die Möglichkeiten des Tablets eingeht, als Android es tut – überdies ist die Zahl der speziell aufs Tabletformat angepassten Apps deutlich grösser.

Fazit: ein fast perfektes Allrounder-Tablet

Über 500 Millionen iPads hat Apple mittlerweile verkauft – und das aktuelle iPad der achten Generation beweist, warum das so ist. Im Kurztest hatte man stets das Gefühl ein Tablet in der Hand zu halten, das mit allen Alltagsanforderungen fertig wird. Sicher – auf das stylische Gehäuse, schicke Farben oder ein Magic Keyboard muss man hier verzichten – dafür punktet das Einstiegsgerät mit Souveränität in fast allen Disziplinen:

Zum Zocken taugt es genauso wie zum Videostreamen – zusammen mit Stift und Tastatur ersetzt es den Notiz- oder Zeichenblock, mit einer externen Tastatur eignet es sich auch zum Mitschreiben in Schule oder im Uni-Seminar.

Ein leistungsfähiges und dennoch bezahlbares Gerät in einer über die Jahre perfektionierten Softwareumgebung – dieses Gesamtpaket macht das günstige iPad für die meisten Nutzer zur Empfehlung, auch weil Apple für mindestens vier Jahre Updates für iPadOS verspricht. Da lässt sich über die etwas altbackene Gehäuse-Optik leicht hinwegsehen.

Verwendete Quellen:

So sieht die neue iPhone-Software iOS 14 aus

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Arbeiten von Apple-Designer Jony Ive

SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel