DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sehr schöne Nostalgie-Verpackung. Aber ob auch der Inhalt überzeugt?
Sehr schöne Nostalgie-Verpackung. Aber ob auch der Inhalt überzeugt?
bild: zvg
Review

Der Game & Watch aus den 80ern ist zurück, aber die Neuauflage macht nicht alle froh

Zum 35. Geburtstag von «Super Mario Bros.» haut Nintendo reihenweise Produkte raus, die Fans glücklich machen sollen. Der jüngste Streich nennt sich «Game & Watch: Super Mario Bros.» und hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.
25.11.2020, 20:05

Vor 35 Jahren erschien das Kultspiel «Super Mario Bros.», wurde zu einem globalen Hit und liess bei Nintendo die Kassen so richtig schön klingeln. Der Rest ist Videospielgeschichte. Zum Jubiläum hat sich Nintendo nun etwas ganz Ausgefallenes einfallen lassen, um dieses Spiel mit noch mehr Ehre zu überschütten. Um die Besonderheit dieses zeitlosen Videospiels zu unterstreichen, wurde es direkt auf eine eigene kleine Hardware kopiert und lässt damit vor allem bei den Nostalgikern die Herzen höher schlagen.

Game und was?

Als es noch keine Smartphones gab und der erste Game Boy noch nicht da war um seine Dienste zu verrichten, wurden elektronische Spiele auf einer besonderen LCD-Plattform konsumiert. Wenn in den 80er-Jahren eine Horde Kinder auf dem Pausenplatz um einen Schüler versammelt war, wurden entweder Panini-Bilder ausgetauscht oder es wurde einem Kind beim Spielen mit einem Game-&-Watch-Gerät über die Schultern zugeschaut.

Game & Watch war eine elektronische LCD-Spielserie von Nintendo. Das Spiel war dabei fest in das Gerät integriert und konnte nicht durch ein anderes ersetzt werden. Und ja, eine digitale Uhr war ebenso überall eingebaut. Das war damals halt das ganz grosse Ding.

Und so sah das aus...

Drei Spiele und eine Uhr

Für die Jubiläumsversion wurde nun das Äussere der berühmten Oldschool-Geräte verwendet, um «Super Mario Bros.» ein neues mobiles Zuhause zu spendieren. Will heissen, dass hier keine schwarzen Strichmännchen auf dem Bildschirm herumwuseln, sondern ein waschechtes «Super Mario Bros.» in Farbe in das portable Gerät verbaut wurde. Also: Altes Spiel in einem optisch alten Gerät, das aber unter der Oberfläche technisch ganz modern daherkommt.

Ein Kultspiel für ein Kultgerät.
Ein Kultspiel für ein Kultgerät.
bild: zvg

Es gibt aber noch mehr: Nebst dem Kulttitel darf auch der Nachfolger «Super Mario Bros. 2», der damals nur in Japan erschien, gespielt werden. Bei uns hiess die Fortsetzung übrigens «The Lost Levels» und konnte erstmals in der Super NES-Spielsammlung «Super Mario All-Stars» konsumiert werden.

«Super Mario Bros. 2» respektiv «The Lost Levels» war gar nicht mal so einfach...

Oben drauf gibt es noch eine spezielle Super Mario-Version des Spiels «Ball». Dies ist ein sehr simples, aber durchaus herausforderndes Jonglier-Geschicklichkeitsspiel, das zu den allerersten Nintendo-Spielen gehört.

Und da die Game-&-Watch-Reihe auch als coole Taschenuhr gebraucht wurde, gibt es natürlich auch eine digitale Uhr-Funktion, die mit Super-Mario-typischen Animationen versehen wurde und das eine oder andere nette Easter Egg auf Lager hat.

Die Super-Mario-Version des Videospiels «Ball».
Die Super-Mario-Version des Videospiels «Ball».
bild: zvg

Viel zu klein und viel zu teuer

So herzig diese Idee ist und so sehr man sich in seine Kindheit zurückversetzt fühlt, wer grosse Hände hat, wird mit diesem Gerät nicht viel Spass haben. Die Bedienung wird wahrlich zum Krampf. B- und A-Knopf liegen viel zu nahe nebeneinander. Oder anders gesagt: Unsere Kinderhände, sprich die Daumen, wurden über die Jahre einfach grösser. Punktgenaues Hüpfen und Navigieren von Super Mario ist mit grossen Micky-Maus-Händen schlicht und einfach schwierig und kostet zu viele Nerven.

Der Eindruck täuscht: Wer grosse Hände hat, wird seine Probleme haben.
Der Eindruck täuscht: Wer grosse Hände hat, wird seine Probleme haben.
bild: zvg

Um die 70 Franken kostet dieses Spielgerät und sind wir ehrlich: Das ist einfach viel zu viel. Drei Retro-Spiele plus eine Uhr-Funktion sind zu wenig Content, um diese hohe Summe zu rechtfertigen sprich auszugeben. Und Achtung: Im Lieferumfang ist zwar ein USB-Kabel zur Akkuaufladung dabei, aber ein Netzteil fehlt dann wiederum. Immerhin steht dieser Hinweis auf der Verpackung.

Für die Vitrine geboren

Fazit: Ganz ehrlich: Mehr als ein paar Stündchen wird man mit diesem Gerät aktiv nicht verbringen. Auch wenn «Super Mario Bros.» zeitlos ist, das Spielen auf dem viel zu kleinen Gerät macht nicht so viel Spass, wie es sollte. Auch die anderen beiden Titel binden nicht länger an den Minibildschirm.

«Game & Watch: Super Mario Bros.» ist ein Gerät für Sammler, das schnell in der Vitrine landet und dort dank der wirklich schicken Verpackung seine Blicke auf sich zieht. Auch als Geschenk für Kinder der 80er-Jahre mag das taugen und wird sicherlich für die eine oder andere Überraschung unter dem Weihnachtsbaum sorgen. Der Preis für dieses Stück Nostalgie ist aber einfach viel zu hoch.

«Game & Watch: Super Mario Bros.» ist für etwa 70 Franken im Handel erhältlich und freigegeben ab 3 Jahren.

Die neusten Game-Reviews

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Vor «Super Mario» und «Zelda»: Als Nintendo Liebestester und Lichttelefone baute

1 / 18
Vor «Super Mario» und «Zelda»: Als Nintendo Liebestester und Lichttelefone baute
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Kinder spielen Nintendo NES Mini

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweizer gamen laut Studie richtig viel – eine Konsole als grosse Verliererin

Gaming ist schon lange im Mainstream angekommen, das belegt nun auch eine repräsentative Studie, die im «Gaming Atlas Schweiz 2021» zusammengefasst wird. Laut der Erhebung bezeichnen sich in der Schweiz 44 Prozent der Bevölkerung als Gamer:innen. Das bedeutet, dass diese Personen mindestens fünf Stunden pro Woche Games spielen. 26 Prozent spielen sogar zwischen fünf und 30 Stunden pro Woche. Diesen Hype angekurbelt hat auch die Coronapandemie. Laut der Studie, die watson vorliegt, haben …

Artikel lesen
Link zum Artikel