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CHINA - 2020/03/22: In this photo illustration the American video Communications company Zoom  logo seen displayed on a smartphone with a computer model of the COVID-19 coronavirus on the background. (Photo Illustration by Budrul Chukrut/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)

Zoom gehörte bislang zu den grossen Gewinnern der Corona-Krise. bild: gettyimages

Für Zoom kommts knüppeldick: Regierungen verzichten, Firmen springen ab, Experten warnen

Scheitert Zoom am laxen Umgang mit der Privatsphäre seiner Nutzer? Google, Tesla und weitere Unternehmen verbannen die Videokonferenz-App. Behörden weltweit warnen ihre Mitarbeiter – und Bundesbern setzt auf Alternativen.



Für den zu Corona-Zeiten boomenden Videokonferenz-Anbieter Zoom reissen die schlechten Nachrichten nicht ab: In den letzten Tagen und Wochen wurden immer neue Sicherheits- und Datenschutzpannen publik.

So hat man «aus Versehen» Daten ohne Wissen seiner Kunden durch China geleitet, veraltete Verschlüsselungstechnik genutzt und ebenfalls «versehentlich» Nutzerdaten mit Facebook geteilt. Die Liste der Zoom-Sünden ist allerdings noch weit länger.

«Zoom ist bei der Sicherheit bestenfalls schlampig und schlimmstenfalls bösartig.»

Kryptografie-Experte Bruce Schneier schneier on Security

Das renommierte Citizen Lab der Universität von Toronto hat Zoom unter die Lupe genommen und die Software als ungeeignet für den Einsatz in Behörden und Unternehmen eingestuft. Die App eigne sich lediglich für die Verwendung mit Freunden und Bekannten, wenn keine vertraulichen Dinge besprochen würden.

Zoom-Chef Eric Yuan musste nach der jüngsten Pannenserie öffentlich zu Kreuze kriechen und gelobte Besserung. Doch Behörden und Firmen weltweit ziehen nun die Notbremse und verbannen den Skype-Rivalen. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Zoom-Meetings weniger gut gesichert sind, als dies die US-Firma behauptet hatte (es gibt beispielsweise keine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung).

Apple hat Zoom offenbar schon länger rausgeschmissen, Tesla folgte letzte Woche und nun verbietet auch Google seinen Mitarbeitern die Zoom-Nutzung auf Arbeitsgeräten. Die Raumfahrtbehörde Nasa und der Raketenhersteller SpaceX haben den Einsatz, wie viele andere Unternehmen, ebenfalls untersagt.

Bundesbern setzt auf Zoom-Alternativen

«In der Bundesverwaltung arbeiten die Mitarbeitenden standardmässig mit Skype for Business (SfB). Aktuell erhält die Bundesverwaltung mit Microsoft Teams für die Dauer der ausserordentlichen Lage eine Alternativlösung zu Skype», heisst es beim Bund auf Anfrage. Weiter bestehe «die Möglichkeit, an bundesextern organisierten Online-Konferenzen, an welchen WebEx als Tool vorgegeben wird, teilzunehmen.» Zu Zoom will man sich nicht äussern, sagt aber: «Die Bundesverwaltung unterstützt für ihre Mitarbeitenden ausschliesslich den Einsatz der oben erwähnten Tools.»

Das Innenministerium in Österreich rät hingegen klipp und klar von Zoom ab, während umgekehrt das Justizministerium gerade 600 Zoom-Lizenzen anschaffen will, wie «Der Standard» schreibt. Allerdings soll Zoom bei unseren Nachbarn auf eigenen Servern im Bundesrechenzentrum laufen, was die Sicherheit erhöhe.

Deutschland verbietet seinen Diplomaten die Zoom-Nutzung

In Deutschland hat das Auswärtige Amt laut dem «Handesblatt» die Nutzung von Zoom auf dienstlichen Geräten untersagt. «Medienberichten und eigenen Erkenntnissen zufolge hat die Software von Zoom kritische Schwachstellen und weiterhin erhebliche Sicherheits- und Datenschutzprobleme», zitiert die Zeitung aus einem Rundschreiben des Ministeriums an die Mitarbeiter.

Ganz auf Zoom verzichten ist aber offenbar schwierig, da viele internationale Partner Zoom einsetzen. «Ein völliger Verzicht auf die App würde unsere Kommunikation mit ihnen derzeit massiv erschweren», heisst es im Schreiben des Auswärtigen Amts weiter. Daher werde die Nutzung auf privaten Geräten zu dienstlichen Zwecken «krisenbedingt» gestattet, wo dies unumgänglich für die Aufgabenerfüllung ist, schreibt das Handelsblatt.

Deutschland will also seinen Diplomaten die Nutzung von Zoom einschränken, doch andere Staaten nutzen die umstrittene App selbst für hochrangige Treffen. Beispielsweise hielt das britische Kabinett noch letzte Woche Sitzungen über den Videodienst ab. Auch in der EU wird teils für Video-Meetings gezoomt.

Andere Länder machen Nägel mit Köpfen: Taiwan hat Zoom für die behördliche Kommunikation laut der Nachrichtenagentur Reuters verbannt.

Zoom steht selbst im Heimatland unter Druck

Zoom ist eine US-Firma, doch selbst dort ist den Behörden die Software nicht mehr geheuer. Der US-Senat hat die Verwendung eingeschränkt und die Stadt New York forderte alle Schulen auf, «so bald wie möglich von der Verwendung von Zoom Abstand zu nehmen». Die Schulbehörden empfehlen stattdessen die Alternative Microsoft Teams, das die gleichen Funktionen mit geeigneten Sicherheitsmassnahmen habe. Davon betroffen sind 1,1 Millionen Schüler in über 1800 Schulen. «Weitere Schuldirektionen und Universitäten in Nevada, Florida und Los Angeles haben sich nach mehrfachen Störungen gegen die Anwendung entschieden», schreibt die NZZ.

Zoom-Nutzer im Visier von Betrügern

Zooms enorme Popularität lockt auch Betrüger an. Aktuell werden zahlreiche Fake-Zoom-Installer, die Malware enthalten, verbreitet. Kriminelle versuchen so beispielsweise Passwörter zu stehlen. Wer die Videokonferenz-App, trotz der unglaublichen Chronologie an Sicherheits-Fails nutzen möchte, «sollte sich die App nur von der offiziellen Herstellerseite herunterladen», rät IT-Experte Felix Bauer von der Initiative bleib-virenfrei.de.

Zoom holt Ex-Sicherheitschef von Facebook

Zooms Sündenregister ist lang: Sicherheitslücken, fragwürdige Überwachungsfunktionen, heimlicher Datenabfluss an Facebook, falsche Verschlüsselungs-Versprechen und zwielichtige Tricks, die an Schadsoftware erinnern etc..

Die zunehmenden Sicherheitsbedenken sowie Berichte über das sogenannte Zoombombing, bei denen sich Unberechtigte in Sitzungen einwählen, setzen das Unternehmen unter Druck. Seit einem Allzeithoch Ende März hat die Aktie fast einen Drittel an Wert verloren.

Zoom hat inzwischen zugegeben, dass die eigene Verschlüsselungstechnik unzureichend sei. Als Antwort auf die Pannenserie hat Zoom den Ex-Sicherheitschef von Facebook und Yahoo, Alex Stamos, als Berater an Bord geholt. IT-Experten befürchten, dass in nächster Zeit weitere Lücken bei Zoom gefunden werden, zumal die boomende Software nun von Dutzenden IT-Sicherheitsfirmen auf Fehler abgeklopft wird.

Zoom hat in den letzten Tagen rasch auf neue Sicherheitslücken in den Versionen für Mac-Computer und Windows-PCs reagiert und dafür von IT-Sicherheitsexperten Lob bekommen. Die schnelle Reaktion wurde notwendig, um das Kundenvertrauen nicht gänzlich zu verspielen. Doch dies konnte nicht verhindern, dass in den USA eine Sammelklage eingereicht wurde. In der Klage wird Zoom vorgeworfen, die Qualität des Datenschutzes zu hoch angegeben sowie nicht öffentlich gemacht zu haben, dass der Dienst nicht durchgehend verschlüsselt ist.

Zoom-Alternativen?

Der Trend zum Homeoffice in der Coronavirus-Pandemie hat Zoom Millionen neue Nutzer beschert. Noch im Dezember 2019 haben maximal 10 Millionen Menschen pro Tag ein Zoom-Meeting abgehalten, nun sind es über 200 Millionen.

Weniger bekannte Alternativen zu Zoom sind offene Videoanwendungen wie Jitsi Meet und Bigbluebutton. Bekannter sind kommerzielle Lösungen wie Skype, Microsoft Teams, Cisco WebEx oder Google Hangouts Meet. Für kleine Teams ist Whereby eine Option.

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77
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • NullAchtFünfzehn 10.04.2020 15:20
    Highlight Highlight Optimistisch gesehen: Vielleicht reicht der Schock der massivst negativen Presse, bei Zoom ein dauerhaftes Umdenken zu bewirken. Dann wäre Zoom eine benutzerfreundliche, sichere Videokonferenzlösung und das Geld der Uni ZH wäre doch nicht zum Fenster hinaus geworfen.
    PS: Man wird doch wohl noch träumen dürfen!
  • Spargel 10.04.2020 10:59
    Highlight Highlight Ich brauch ein Streaming Dienst mit Zeiterfassung für ne einfache Rechnungastellung
  • sowhat 10.04.2020 09:52
    Highlight Highlight Leute darauf geschult, oder zumindest sensibilisiert. So wie es mit anderen neuen Tools auch geschieht.
    Nun denn, zoom wird daraus lernen und besser werden.
  • sowhat 10.04.2020 09:51
    Highlight Highlight Da sehen wir wiedermal ein Beispiel von konzertierter Aktion gegen einen neuen Rivalen. Jahrelang war Skipe das böse Kind. Und kaum kommt ein anderer der schlicht userfreundlicher und unkomplizierter ist, bangen MS Teams, Webex, Skipe etc. um ihre Pfründe. Die Löcher die zoom hatte, hatten die wohl alle auch mal. Seit dem update letzte Woche hat zoom schon wieder zugelegt.
    Und dass die Moderatoren die Schutzfunktionen nicht einschalten, dafür kann zoom vielleicht nicht ganz so viel. Die öffentlichen Stellen hätten besser ihre Leute dar
    • illoOminated 10.04.2020 14:51
      Highlight Highlight Sorry, aber wenn man keinen Plan hat...
      Unverschlüsselte Datenübertragung, leicht zu erratende Meeting-Ids sind Fehler - aus IT-Sicht schon vor 10 Jahren kritisch, seit 5 Jahren absolut unverzeihlich sind. Und sowas wie "versehentliche" Umleitung der Daten via China gibt's nicht - entweder sinnlos beim Provider gespart (sprich irgendwas grauzoniges verwendet) oder es war vorsätzlich.
      Und nein, MS Teams z.B. hat sich keine solchen Patzer erlaubt, da wurde einfach wesentlich mehr (vor allem Zeit) in die Entwicklung investiert.
  • HAL1 10.04.2020 08:10
    Highlight Highlight Ich versteh einfach beim besten willen nicht, wie man sich so extrem um den simpelsten datenschutz nicht schert. Als behörde und als privater. Begreift doch mal endlich dass

    A. Ein gutes tool etwas kosten kann
    B. Die user sich damit einfach auseinander setzen MÜSSEN.

    Dieses "ich muss nix verstehn und es geht trotzdem" mentalität ist schlicht fehl am platz in einer zeit in welcher immer mehr digitalisiert wird.

    Mittlerweile unterstützt man die leute bei den simpelsten dingen weil einfach der anschiss es selbst zu können zu gross ist.

    Idiocrazy wird immer wahrscheinlicher
  • Rethinking 10.04.2020 07:37
    Highlight Highlight Infomaniak, ein Schweizer Unternehmen, bietet seit kurzem ein Kostenloser und sicherer Videokonferenzdienst an. Er basiert auf Jitsi Meet und ist in der Schweiz gehostet. Einen Login benötigt es nicht:

    https://www.infomaniak.com/de/meet/
    • sowhat 10.04.2020 09:56
      Highlight Highlight Und womit finanzieren sie sich?
    • Rethinking 10.04.2020 10:41
      Highlight Highlight Hosting Dienstleistungen für Firmen
  • Fischra 10.04.2020 07:11
    Highlight Highlight Von Zoom habe ich gestern das erste mal gelesen. Irgend eine Zeitung hat es empfohlen. Ich selbst nutze MS Teams oder Skype und Facetime. Mehr brauchts nicht. Gibts sonst noch gite alternativen?
    • Rethinking 10.04.2020 07:39
      Highlight Highlight Ich nitze seit neustem diesen. Ist ein Schweizer Unternehmen, das Open Source einsetzt: https://www.infomaniak.com/de/meet/
    • JaneSodaBorderless 10.04.2020 09:16
      Highlight Highlight Meine Alternative heisst Jisti, da open source.
    • NullAchtFünfzehn 10.04.2020 15:25
      Highlight Highlight @ JaneSodaBorderless: ja, und genau auf „Jisti“ ist „Infomaniak meet“ aufgesetzt.
      Die Benutzung wurde dadurch massiv einfacher.
  • Simih 10.04.2020 06:02
    Highlight Highlight Und die Uni Zürich hält an Zoom fest, kauft sogar eine Uni-Lizenz, und wir Studenten müssen das dann benutzen...
    Gerade von einem Bildungsinstitut würde ich mir mehr erwarten.
    • Macke 10.04.2020 09:31
      Highlight Highlight Die Universität Bern nutzt auch Zoom, hat aber die Sicherheitsauflagen massiv verstärkt. Solange es über das Institutionskonto benutze, seien Daten sicher. Ich bin mir nicht sicher wie, aber es sei sicher.
    • sowhat 10.04.2020 09:57
      Highlight Highlight Wenn sie die Sicherheitseinstellungen gut mache, kann es gut gehen.
  • DerRaucher 10.04.2020 02:47
    Highlight Highlight Ich muss ehrlich sagen das ich in der Corona-Krise zwar von Zoom mitbekommen habe, aber davor noch nie was davon gehört habe. Wären die Leute mal bei Skype geblieben.
  • Nora Flückiger 10.04.2020 02:39
    Highlight Highlight "Ex-Sicherheitschef von Facebook"😂

    Ja genau, dann ist ja alles in bester Ordnung. Ein ehemaliger Sicherheitschef eines Datenabsaugenden, gewinnorientierten Unternehmens das fast wöchentlich wegen Datenskandalen auf der ganzen Welt in den Medien ist.
  • FischersFritz 10.04.2020 02:17
    Highlight Highlight Zoom ist anwenderfreundlich und stabil. Die Vorlesungen darf gerne mithören und mitsehen wer will. Who cares.
    • NullAchtFünfzehn 10.04.2020 12:20
      Highlight Highlight @Fritz: Zoom ist nicht nur bei den Videokonferenzen (oder -Vorlesungen) präsent, sondern sendet oder sandte DEINE gesamten Kontaktdaten an Facebook. Das ist absolut nicht in Ordnung oder negierbar.
  • bluesofa 09.04.2020 23:17
    Highlight Highlight Der Unibetrieb läuft komplett über Zoom, da kann man sich nicht weigern 🤷🏻‍♀️
    • Satan Claws 09.04.2020 23:38
      Highlight Highlight Doch.
    • bluesofa 10.04.2020 10:01
      Highlight Highlight Okay.. Wie stellst du dir denn das vor? Ich weigere mich, Zoom zu benutzen, falle deswegen durch alle meine Veranstaltungen, habe 850.- Semestergebühren für nichts bezahlt und muss ein ganzes Semester extra studieren.
      Vielleicht könntest du dir das leisten, aber ich nicht.
    • Satan Claws 10.04.2020 11:36
      Highlight Highlight Wenn für Ihre Uni Datenschutz lediglich ein Synonym für "Egal" ist, dann müssen Sie denen selbstverständlich nicht sagen, dass es so nicht geht. Ihre Stimme zählt nichts, bitte vergessen Sie das nicht. *Ironie Ende*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michele80 09.04.2020 23:13
    Highlight Highlight Hauptsache die UZH hat grad gestern ein Infomail zu der neu erworbenen Zoom Lizenz (für alle uzh-ler) verschickt. Immerhin mit dem Hinweis, dass für vertrauliche interne Gespräche bitte doch weiterhin Teams verwendet werden soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.04.2020 22:52
    Highlight Highlight Naja, bei Facebook, Instagram und Whatsapp werden Kunden-Daten "versehentlich" ohne deren Wissen durch die USA geleitet. Und "aus Versehen" liest der Zuckerberg die Kontakte aus und verknüpft die Erkenntnisse der drei Plattformen zu personalisierten Profilen, als auch Schattenprofilen. Wer weiss denn nun genau, was Zuckerberg über jemanden mit einem Schattenprofil genau weiss? Genau: Nur er und seine Schnüffelbande. Bei Bedarf natürlich auch noch die Geheimdienste.
    • sowhat 10.04.2020 10:03
      Highlight Highlight Und alle die eine FacebookApp (egal ob WA, Insta od ähnl) nutzen, ereifefn sich über ihren google accont so "ooh böses zoom"
      🤦‍♂️
  • Cpt. Jeppesen 09.04.2020 22:34
    Highlight Highlight Das einzige was mich an der ganzen Diskussion stört ist, dass als Alternativen fast immer andere proprietäre Lösungen vorgeschlagen werden, vornehmlich Microsoft Lösungen. Dabei gibt es in verschiedenen Ländern den Beschluss, dass offene Systeme verwendet werden sollen, damit nicht jeder Bürger quasi zur Microsoft-Zwangs-Steuer verpflichtet wird, nur weil er mit Behörden kommunizieren möchte oder muss. Gleiches gilt für Schulen. Auch dort ist die Microsoft Dominanz eigentlich unerträglich und Kinder kennen nur Excel, Word und Skype als Lösung, und werden somit zu zukünftigen Kunden erzogen.
    • Satan Claws 09.04.2020 23:28
    • Satan Claws 10.04.2020 00:06
      Highlight Highlight Ihr dürft selbstverständlich weiterhin MS-Produkte verwenden, aber nachher nicht jammern wenn es kaum Auswahl an Programmen gibt.
    • HAL1 10.04.2020 08:18
      Highlight Highlight @satan claws

      Riot
      Jitsi und
      Zorinos Kenne ich nicht

      aber libre office. Libre office kommt in keinster weise an die möglichkeiten und power der entsprechenden ms produkten heran sorry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tommaso 09.04.2020 22:05
    Highlight Highlight Zoom wird sich im Markt durchsetzen. Es wird die Datenschutzprobleme schnell lösen und den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz weiter ausbauen.
    • Satan Claws 09.04.2020 23:28
      Highlight Highlight Welchen Vorsprung?
    • Tommaso 10.04.2020 08:04
      Highlight Highlight Bedienung ist einfach und intuitiv für Moderator und Teilnehmer, beste Audio- und Videoqualität, grosse Teilnehmerzahlen problemlos möglich, beste Features für verschiedene Zusammenarbeitsmodi Moderator - Teilnehmer oder Teilnehmer- Teilnehmer, häufige Updates, top Support, läuft auf allen Geräten, integrierte Telefonkonferenz und VoIP
    • Glenn Quagmire 10.04.2020 10:13
      Highlight Highlight Du meinst also, die Sachen, welche Teams auch bietet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Martin Mars 09.04.2020 22:04
    Highlight Highlight Mich ärgert, dass der Kassensturz es verpasst hat von Zoom aus berechtigten Gründen abzuraten.
    Und nochmals an die nicht IT-affinen Journalisten: Nein, es sind keine Sicherheitslücken, Funktionen welche interne Daten der User abgreifen, muss man explizit programmieren. Dies geschieht vorsätzlich!
    • Nora Flückiger 10.04.2020 02:43
      Highlight Highlight Ist auch bei Facebook, Instagram und WhatsApp so. Dort stört es auch niemanden!
    • Satan Claws 10.04.2020 23:53
      Highlight Highlight @Nora Flückiger

      Doch.
    • Nora Flückiger 11.04.2020 13:16
      Highlight Highlight @Satan Claws

      Aber leider viel zu wenige!
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 09.04.2020 22:01
    Highlight Highlight Für Zoom kommt's nicht knüppeldick, sie sind im Gegenteil auf Höhenflug. Ich nutze Zoom weiter, arbeite ja schliesslich nicht für die Nasa.
    Ausserdem sind es dieselben, die jetzt rumheulen, für die schon Whatsapp der Graus ist. Und dennoch interessiert es die Mehrheit nicht.
    • TJ Müller 09.04.2020 22:22
      Highlight Highlight Hurra, ein hoch auf die Ignoranz!
    • PlayaGua 09.04.2020 23:40
      Highlight Highlight Na und? Ich nutze auch Whatsapp ohne Bedenken. Ich weiss, in solchen Kommentarspalten liest man sowas nicht gerne. Aber wie die Nutzerzahlen zeigen, denken die meisten wie ich.
    • Luki Bünger 10.04.2020 03:46
      Highlight Highlight @PlayaGuya:
      Ich versteh' dich schon: Für viele sind die Konsequenzen dieser schleichenden Privatsphären-Erosion einfach zu weit weg vom eigenen Alltag und die bestehenden Lösungen durchaus bequem.
      Aber bedenke: Auch die Fichen fand mancheiner nicht so schlimm (weil man ist ja kein Kommunist usw), bis man dann halt mal aus unerfindlichen Gründen 'nen Job nicht bekam oder nicht in die gebuchten Ferien fahren durfte.
      Ich versteh' wirklich, wenn nicht jede/r Bock auf Alarmismus hat, aber man sollte seine Jänu-Haltung jetzt nicht auch noch zelebrieren. Imho.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 09.04.2020 21:45
    Highlight Highlight Und tschüss Zoom auf nimmer Wiedersehen, wir haben diese Datenkrake auch komplett deinstalliert! Komplett selber Schuld Sorry!
    • Satan Claws 09.04.2020 23:30
      Highlight Highlight Kann man etwas auch halb deinstallieren, ausser auf einem Mac versteht sich?
  • bebby 09.04.2020 21:31
    Highlight Highlight Wieso beschleicht mich das Gefühl, dass dies letztlich primär den Grossen nützt (MSFT, Google)?
    Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass irgendeine Plattform nicht abgehört wird, das ist ja Sinn und Zweck der Terrorbekämpfung, dass die Regierung eine Backdoor hat. Es stellt sich höchstens die Frage welche.
    Deshalb erlaubt China auch keine ausländischen Anbieter.
    • redeye70 11.04.2020 07:08
      Highlight Highlight Terrorbekämpfung ist das Feigenblatt um die wahre Absicht zu verdecken. Es geht schlicht um Überwachung des Volks. In den letzten Jahren gab es diese Entwicklung, dass man die gesetzliche Grundlage dafür schuf während der Staat immer intransparenter wurde.
    • bebby 11.04.2020 20:01
      Highlight Highlight Mag schon sein, der Feind lauert immer im Inneren :-(
  • metall 09.04.2020 21:14
    Highlight Highlight Jitsi
    • PeteZahad 09.04.2020 22:49
      Highlight Highlight Jeder mit IT Kenntnissen SOLLTE einen eigenen Server betreiben - Jitsi ist super aber eben nicht end-to-end verschlüsselt.
    • Statler 09.04.2020 23:24
      Highlight Highlight … und laut Einträgen auf heise verursacht Jitsi brutalen Traffic, sodass ein Gespräch mit mehreren Teilnehmern schnell zur Qual wird, wenn man nicht eine superfette Leitung hat.
    • Satan Claws 09.04.2020 23:35
      Highlight Highlight @PeteZahad

      Riot.im ist end-to-end verschlüsselt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 09.04.2020 21:08
    Highlight Highlight In irgendeinem Post auf dem Internetz habe ich auch gelesen, dass private Nachrichten, die während eines Zoom-Meetings ausgetauscht werden, am Schluss im Transcript des Zoom-Meetings gelesen werden können.

    Ob das stimmt oder nicht, konnte ich nicht verifizieren - aber das Teil ist ein einziger grosser Albtraum.
    • Andi Weibel 09.04.2020 22:05
      Highlight Highlight "In irgendeinem Post auf dem Internetz habe ich auch gelesen" ist selten ein guter Anfang für einen Kommentar...
    • The Destiny // Team Telegram 09.04.2020 22:50
      Highlight Highlight @statler meint wahrscheinlich ein Artikel von Reclaimthenet oder der EFF, ich bin mir sicher auch etwas diesbezüglich bei einem der beiden Seiten gelesen zu haben.
    • Statler 09.04.2020 23:23
      Highlight Highlight @Andi: Drum sag' ich ja, konnte ich nicht verifizieren.
      Das war eigentlich mehr als Frage gedacht, ob das vielleicht jemand bestätigen kann...
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