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epaselect epa07638138 Canadian-American actor Keanu Reeves appears on stage to present to the new game franchise 'Cyberpunk 2077' during the Microsoft Microsoft Xbox 2019 Briefing at the Microsoft Theater in Los Angeles, California, USA, 09 June 2019. This event occured ahead of the Electronic Entertainment Expo (E3) which runs from 11 to 13 June 2019.  EPA/ETIENNE LAURENT

Da ist selbst Keanu Reeves machtlos: «Cyberpunk 2077» macht auf den Last-Gen-Konsolen keine gute Figur. Bild: EPA/EPA

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«Cyberpunk 2077»-Entwickler sagen «Sorry» für Fehler-Orgie – Gamer erhalten Geld zurück

Auf der PS4 und Xbox One läuft «Cyberpunk 2077» mehr schlecht als recht. Viele Gamer, die jahrelang auf das Spiel gewartet haben, sind frustriert. Die Entwickler versuchen nun die Wogen zu glätten.



Acht Jahre nach der Ankündigung und mehreren Verschiebungen ist «Cyberpunk 2077» endlich erschienen. Das neuste Werk von CD Projekt Red ist ein faszinierendes Spiel, das aber von technischen Mängeln geplagt ist, wie auch wir in unserem Test feststellen mussten. Vor allem auf den Last-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One läuft das Openworld-Epos mehr schlecht als recht. Bei der PS4-Version (gespielt auf einer Playstation 5) kam es im Test etwa alle drei Stunden zu einem Absturz.

Auf der PS4 sinkt die Auflösung teilweise auf bis zu 720p, die Bildrate sackt stellenweise sogar auf unter 20 FPS ab. Auch Objekte und Personen, die plötzlich verschwinden oder in der Luft schweben, sorgen für Frust und Spott.

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«Cyberpunk 2077»-Fails: Das Best-of der Fehler im Game. Video: YouTube/BCC Gaming

Last-Gen-Version vorab nicht gezeigt

Am Montag haben die Entwickler mit einem Statement auf Twitter reagiert: Sie entschuldigten sich als erstes dafür, dass sie die PS4- und Xbox-One-Versionen vor der Veröffentlichung nicht gezeigt haben und somit die Käufer über den Zustand der Last-Gen-Konsolenversionen im Dunkeln liessen. Tatsächlich hatte CD Projekt die Muster zur Konsolenfassung erst am Releasetag an die Tester verteilt. Diese durften vorab nur die PC-Version mehrere Tage testen, die in einem deutlich besseren Zustand ist. Üblicherweise lassen Publisher den Rezensenten die Wahl, welche Version sie testen möchten.

Nun kriechen die Entwickler zu Kreuze und schreiben: «Wir hätten mehr darauf achten sollen, dass sich die PS4- und Xbox-One-Versionen besser spielen lassen.»

CD Projekt Red stellt zudem baldige Besserung in Aussicht: Innerhalb der nächsten sieben Tage werde man ein weiteres Update veröffentlichen, um die schlimmsten Fehler auszumerzen. Im Januar und Februar sollen zwei grosse Patches veröffentlicht werden, die zusammen die grössten Probleme der Last-Gen-Versionen beheben sollen. Grafik wie auf der PS5, Xbox Series X oder einem High-End-PC könne man natürlich auch dann nicht erwarten.

Wer nicht so lange warten wolle und mit der Konsolen-Version des Spiels unzufrieden sei, könne es zurückgeben, heisst es weiter. Käufer einer digitalen Version könnten die Rückerstattung direkt bei Sony oder Microsoft im jeweiligen Online-Store beantragen. Disk-Käufer sollen versuchen das Spiel beim Verkäufer zurückzugeben. Sollte der Händler das Spiel nicht zurücknehmen, können sich Kunden bis am 21. Dezember 2020 unter der E-Mail-Adresse helpmerefund@cdprojektred.com direkt an CD Projekt Red wenden.

Auf Reddit gibt es inzwischen Berichte, dass Sony auch dann das Geld für «Cyberpunk 2077» zurückzahle, wenn man länger als 2 Stunden gespielt hat. Normalerweise können Spiele nach einer gewissen Spielzeit nicht erstattet werden. In diesem Fall hat CD Projekt offenbar eine Vereinbarung mit Sony und Microsoft getroffen, die das ausnahmsweise ermöglicht.

Das vollständige Statement

Das deutsche Tech-Portal heise.de hat «Cyberpunk 2077» auf allen System verglichen und kommt zum Schluss: Die Next-Gen-Konsolen Xbox Series X/S und PS5 können «Cyberpunk 2077» solide abspielen. Fehler treten allerdings auch dort auf. Auf der PS4 Pro und Xbox One X sackt die Bildrate teils bereits markant ab und es kommt zu matschigen Texturen. Auf der PS4 und Xbox One hingegen, also der ältesten unterstützten Hardware, sei «Cyberpunk 2077» im aktuellen Zustand kaum spielbar.

Wer keinen leistungsstarken Gaming-PC hat und nicht auf die Updates warten will, kann «Cyberpunk 2077» auch auf Googles Gamestreaming-Dienst Stadia spielen.

So oder so: Dass Tester vorab nur die PC-Version spielen konnten, wirft im Nachhinein ein schiefes Licht auf CD Projekt Red. Offenbar wollte man so schlechten Wertungen vorbeugen. Das hätte den Vorbestellungen einen Dämpfer verpasst und zudem waren die Boni der Entwickler ursprünglich an die durchschnittliche Bewertung der Kritiker gebunden.

Dass man den Spielern nicht von Anfang an reinen Weinen einscheckte, rächt sich nun. CD Projekt Red genoss bislang einen guten Ruf, der ist nun zumindest teilweise ramponiert.

(oli)

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