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Let's Player FaZe Jarvis in seinem Element. bild: jarvis / youtube

Fortnite-Spieler streamt sich beim Cheaten – nun bricht seine Welt zusammen

Fortnite ist wohl DAS Spiel unserer Zeit. Wie wichtig es manchen Leuten ist, beweist das Video eines Youtubers, der nach einer lebenslangen Sperre sehr emotional reagiert.



Fortnite wird nicht nur von unzähligen Menschen hobbymässig gespielt, sondern viele verdienen sich damit auch ihren Lebensunterhalt. Während die einen den Shooter auf professioneller E-Sports-Ebene spielen, nehmen andere sogenannte Let's Plays auf und unterhalten damit die Youtube- und Twitch-Community.

In letztere Kategorie fällt der 17-jährige Brite Jarvis Khattri, bekannt unter dem Youtube-Namen FaZe Jarvis. Seine knapp zwei Millionen Abonnenten begann er vor fünf Jahren mit Let's Plays zu bespassen, bis er sich exklusiv auf Fortnite konzentrierte. Seitdem postet er regelmässig Tipps, Tricks, Challenges und alles, was ihm noch zu dem Spiel einfällt.

Blöd nur, wenn einer dieser Einfälle ist, einen Cheat vorzuführen.

Cheaten lohnt sich nicht

In einem Video, das mittlerweile von seinem Youtube-Kanal verschwunden ist, benutzt Jarvis nämlich einen Aimbot. Das ist eine Software, die dem Spieler beim Schiessen hilft, indem sie sich automatisch auf ein Ziel fokussiert. Natürlich entsteht dadurch ein unfairer Vorteil gegenüber den anderen Spielern, weshalb der Entwickler Epic diese Aimbots offiziell nicht zulässt und jeglicher Verstoss zu einer Sperre führen kann.

«[Wir haben eine] Null-Toleranz-Einstellung gegenüber jedem, der eine Cheat-Software benutzt. Wenn Leute Aimbots oder andere Cheats benutzen, ruinieren sie das Spiel für andere, die fair spielen.»

Fortnite Community-Regeln

Leider hat der gute Jarvis aber genau diese Community-Regeln für nicht wichtig genug gehalten. Und so kam es, wie es kommen musste: Epic verhängte eine lebenslange Sperre für den Gamer – Null-Toleranz eben.

Böse Überraschung

Jarvis hatte mit solchen harten Konsequenzen für sein Fehlverhalten nicht gerechnet und bereut seine Taten jetzt zutiefst.

«Ich übernehme volle Verantwortung für mein Handeln und verstehe komplett, warum es passiert ist. Ich wünschte nur, ich hätte damals gewusst, wie hart die Konsequenzen sein würden und ich hätte es nie gemacht. Ich liebe alle, die mich noch unterstützen, das ist nicht das Ende.»

FaZe Jervis auf Twitter

Zudem veröffentlichte Jarvis jetzt ein Entschuldigungs-Video auf Youtube, in dem er Rotz und Wasser heult.

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Jarvis in seiner emotionalen Ansprache an seine Zuschauer. Video: YouTube/Jarvis

In seiner Entschuldigung, die mittlerweile 6,7 Millionen Menschen angeklickt haben, sagt er:

«[Fortnite] hat mir erlaubt, meine Träume zu verfolgen und das, was ich liebe, jeden Tag zu machen. [...] Es waren die besten zwei Jahre meines Lebens; es ist verrückt, was für einen Einfluss dieses Spiel auf mein Leben hatte und ich wäre ohne es heute nicht hier. [...] Alles, was ich bei diesen Videos dachte, war, wie unterhaltend und interessant sie für euch wären. Ich dachte nicht daran, dass ich dafür lebenslang gesperrt werden könnte. [...] Es ist verrückt, dass ich nie wieder Fortnite spielen kann. Ich werde das Spiel aber weiterhin lieben, egal was vorgefallen ist. [...] Epic Games, ich weiss, was für einen grossen Fehler ich gemacht habe und es tut mir aufrichtig leid. [...] Alles, was ich will, ist Fortnite spielen. Ich will einfach das machen können, was ich im Leben am meisten liebe.»

FaZe Jarvis in seinem Video

Die Zuschauer nehmen ihm die Reue nicht wirklich ab

Tja, und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Und so gibt es nicht nur Mitleid für den Gamer in den Kommentaren. Ganz im Gegenteil: Der Grossteil der Kommentatoren ist der Meinung, dass er nicht nur masslos übertreibt, sonder auch, dass die Sperre, nachdem er GECHEATET hat, nicht wirklich überraschend ist.

Wir haben uns auch den ein oder anderen Gedanken zu der Situation gemacht:

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Vielleicht zeigt Epic sich nach diesem emotionalen Liebesbeweis für das Spiel ja gnädig und erlaubt dem Let's Player wieder Zugriff auf seinen Account ...

(ks)

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