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Warum behält Apple für gewisse in der iCloud gespeicherte User-Daten einen Schlüssel? bild: unsplash/Medhat Dawoud

Kommentar

Apples guter Ruf steht auf dem Spiel – und noch viel mehr als das ...

Auf dem iPhone sind User-Daten dank Verschlüsselung vor fremdem Zugriff geschützt, aber beim iCloud-Backup kann Apple Dritten Zugriff verschaffen. Nun stellen sich nach einem Enthüllungsbericht beunruhigende neue Fragen.



Was ist passiert?

Auf Druck des FBI soll Apple von eigenen Plänen abgerückt sein, die iCloud-Backups von hunderten Millionen Kunden vollständig zu verschlüsseln und damit fremden Zugriff zu verunmöglichen.

Dies behauptet ein Journalist der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Dienstag veröffentlichten Artikel. Er beruft sich auf sechs nicht namentlich genannte Quellen. Darunter angeblich frühere Mitarbeiter von FBI und Apple.

Laut Bericht entschied Apples Führungsgremium 2018, auf die eigentlich geplante Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Cloud-Backups zu verzichten. Dies nachdem die US-Bundespolizei deswegen schwere Bedenken angemeldet hatte.

Ein böser Verdacht – wer lügt uns da an?

Klar erscheint vorläufig nur die Ausgangslage: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung behindert die Ermittler.

Strafverfolgungsbehörden wollen vollständigen Zugriff auf die digitalen Daten von Verdächtigen und Kriminellen – ob diese auf dem Handy oder einem Server (Cloud) lagern.

Und es ist schon länger bekannt, dass iCloud-Backups auf richterliche Anordnung entschlüsselt werden.

Besondere Brisanz erlangen nun Äusserungen, die Apple-Chef Tim Cook Ende Oktober 2018 in einem Interview mit Spiegel Online (damals Medienpartner von watson) machte.

Die Frage an den Apple-Chef war, ob die Daten beim Onlinedienst iCloud so gesichert seien wie auf den Geräten. Worauf Cook erklärte, dass die Daten zwar verschlüsselt seien, dass aber nicht nur die User über den für die Entschlüsselung erforderlichen Schlüssel verfügten, sondern auch Apple. Das würde man so machen, erklärte Cook, weil manche Nutzer ihren Schlüssel verlieren oder vergessen und dann von Apple Hilfe erwarten, um wieder an ihre Daten zu kommen.

Und dann liess Cook verlauten:

«Es ist schwer abzuschätzen, wann wir diese Praxis ändern werden. Aber ich glaube, das wird künftig wie bei den Geräten geregelt. Wir werden also auch dafür künftig keinen Schlüssel mehr haben.»

Der Apple-Chef bekräftigte also öffentlich, dass sein Unternehmen die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle in der iCloud gespeicherten User-Daten einführen wolle.

Im aktuellen «Enthüllungsbericht» von Reuters wird jedoch behauptet, dass das Unternehmen seine (internen) Pläne zur Verschlüsselung der iCloud-Backups «vor etwa zwei Jahren» aufgegeben habe.

Irgendetwas im zeitlichen Ablauf passe da nicht zusammen, kommentiert der bekannte Apple-Blogger John Gruber (Daring Fireball). Aus dem «Spiegel»-Interview gehe auch klar hervor, dass Cook sich sehr wohl bewusst sei, wie die Verschlüsselung mit Apples Geräten und Diensten funktioniere. Ein Missverständnis konnte man also auszuschliessen.

Sollte der im Reuters-Bericht genannte Zeitplan stimmen, wäre das Verschlüsselungsprojekt zu diesem Zeitpunkt bereits beerdigt gewesen, hält heise.de fest. Auch zu dieser Diskrepanz gebe es von Apple bislang keine Stellungnahme.

Welche iCloud-Daten sind wirklich sicher?

Apple bezeichnet sich auf der eigenen Website als «branchenführend durch die Nutzung datenschutzsichernder Technologien wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.»

Bei diesem Verfahren werden die Daten auf dem Gerät selbst mit einem gerätespezifischen Schlüssel gesichert. Und dieser Schlüssel steht nur zur Verfügung, wenn man das Gerät mit den biometrischen Daten oder dem Gerätecode entsperren kann. Apple wiederum kennt den Gerätecode nicht.

Die folgenden User-Daten werden laut Apple heute schon mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Geräten und der iCloud übertragen und darin gespeichert:

Die Gretchenfrage lautet nun:

Warum behält Apple für andere in der iCloud gespeicherte User-Daten, wie iMessage-Chats und Fotos, einen Zweitschlüssel?

Eine plausible Erklärung wäre, dass sich Apple tatsächlich dem Druck des FBI beugte und gleichzeitig weiterhin die PR-Position vertritt, die Daten der Kunden nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen. Was demnach nicht stimmte.

Eine andere plausible Erklärung wäre, dass Apple genau weiss, dass sehr viele Kundinnen und Kunden ihren Gerätecode vergessen – und deswegen bei einer hundertprozentigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch alle in der Cloud gespeicherten Daten unwiderruflich verloren wären. Dies hatte ja Tim Cook im Spiegel-Interview angedeutet.

Vorteil Google?

Die US-Regierung hatte Konzerne wie Apple, Google, Facebook oder Twitter schon 2017 zu einer «verantwortungsvollen Verschlüsselung» aufgerufen, was verklausuliert bedeutete, dass staatliche Hintertüren einzubauen seien.

Solche in die System-Software (oder Hardware) eingebaute Hintertüren lehnen Apple und Google seit jeher vehement ab, weil dies die IT-Sicherheit beinträchtigen würde.

Die beiden rivalisierenden Plattform-Betreiber liefern sich seit Jahren einen Wettstreit in Sachen Datensicherheit, bzw. der öffentlichen Wahrnehmung solcher Bemühungen.

Google, das User-Daten zu Werbezwecken sammelt, war lange Zeit im Hintertreffen, während es Apple geschickt verstand, das iPhone als speziell sicher zu vermarkten.

Doch dann konterte Google im Oktober 2018 geschickt mit einer Verschlüsselungsoffensive. Mit Android 9 Pie könne das Unternehmen Cloud-Backup-Inhalte der User nicht mehr im Klartext an Strafverfolger herausgeben, hielt heise.de fest. Auch nicht auf richterliche Anordnung.

«Mit der neuen, auf Titan-Sicherheitschips aus dem eigenen Hause basierenden Technik können selbst Mitarbeiter des US-Konzerns nicht mehr die in der Cloud abgelegten Informationen entschlüsseln.»

quelle: heise.de

Als «Hilfssheriff» sei Google damit aussen vor, kommentierte das deutsche Techportal. Der Ball lag bei Apple.

Spiegel Online schreibt, der Reuters-Bericht habe «im aktuellen Klima» besondere Brisanz. Erst vor wenigen Tagen hätten sich der US-Justizminister und dann der US-Präsident beklagt, Apple würde dem FBI nicht ausreichend bei der Aufklärung der Terrorattacke eines saudischen Offiziers auf einem Marinefliegerstützpunkt in Florida im Dezember helfen. Bei dem Täter hatten die Ermittler zwei iPhones gefunden, konnten aber angeblich nicht auf alle Daten zugreifen.

Während sich die Aufmerksamkeit einmal mehr auf Apple konzentriert, ist es um Googles Cloud-Backup-Verschlüsselung verdächtig ruhig geworden. Obwohl rund 75 Prozent aller Smartphones weltweit mit Android laufen. Warum läuft das FBI nicht gegen die Android-Verschlüsselung Sturm?

Bild

screenshot: twitter

Sicher ist: Apple täte gut daran, sich zeitnah zu erklären. Und eigentlich muss die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle iCloud-Daten her. Sonst ist das Image, das die Kalifornier pflegen, dahin. Und solche Versprechen klingen wie Hohn:

«Deine persönlichen Daten sollten auf deinem Gerät immer geschützt sein und nie ohne deine Erlaubnis geteilt werden.»

apple.com

Quellen

Kennst du schon unsere Recherche zur iCloud-Aktivierungssperre?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nora Flückiger 23.01.2020 22:14
    Highlight Highlight Anhand der massig Blitzer die bei den Kommentaren verteilt werden, habe ich das Gefühl und auch die Bestätigung dass sich der Grossteil der Natelnutzer leider überhaupt nicht mit ihren Geräten auskennen die sie Tag für Tag bis ins Bett mit sich rumschleppen.
  • infomann 23.01.2020 19:28
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Sarkasmusdetektor 23.01.2020 15:24
    Highlight Highlight Da bin ich ja froh, dass das Backup von meinem iPhone schon lange nicht mehr in die 5 GB Speicherplatz der iCloud passen. Ich müsste also erst dafür bezahlen, damit andere auf meine Daten zugreifen können - das werd ich dann mal lieber sein lassen und weiterhin lokale Backups am PC machen. Ganz altmodisch.
  • Supermonkey 23.01.2020 14:45
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Hiker 23.01.2020 22:14
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Madison Pierce 23.01.2020 14:25
    Highlight Highlight Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat gerade bei Sachen wie Nachrichten und Fotos gewaltige Nachteile: das Abgleich zwischen mehreren Geräten wird kompliziert und der Server kann mit den Daten nichts anfangen.

    Google "sieht" die Fotos in der Cloud. Deshalb kann man nach Orten oder Gegenständen suchen und bekommt mehr oder weniger gute Collagen und Videos erzeugt. Mit Verschlüsselung ginge das nicht.

    Ein weiteres Problem sind Angriffe: ändert jemand das iCloud-Passwort, sind alle Daten verloren.

    Deshalb sollte meiner Meinung nach die Verschlüsselung möglich, aber optional sein. (Evtl. Opt-Out.)
    • The Destiny // Team Telegram 23.01.2020 14:33
      Highlight Highlight @pierce, kennst du hash?
    • Kyle C. 23.01.2020 15:32
      Highlight Highlight "...ändert jemand das iCloud-Passwort, sind alle Daten verloren. Deshalb sollte meiner Meinung nach die Verschlüsselung möglich, aber optional sein"

      Zu meinem Verständnis: Schon die Aussage von Cook habe ich nicht verstanden. Was hat der iCloud-Schlüssel mit der Ende-Ende Verschlüsselung zu tun? Der Schlüssel kann ja auch ein Fingerabdruck oder Gesicht sein, so wie inzwischen fast überall. Da geht auch nix vergessen. Davon ist es doch unabhängig, wie die Daten (einmal eingeloggt) von meinem Rechner in die Cloud gelangen, also ver- oder unverschlüsselt. Oder verstehe ich da was nicht richtig?
    • marsupi 23.01.2020 16:52
      Highlight Highlight @Kyle C: Ich versuche es zu erklären. Bei End-2-End Verschlüsselung wird der Text "übersetzt" zu was, was nicht lesbar ist. Dies geschieht basierend auf einem geheimen Rezept. Damit du persönlich was lesen und schreiben kannst, wird dein Rezept in einem Schlüssel festgehalten. Heute wird häufig ein asymmetrisches System mit public und private key verwendet https://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetrisches_Kryptosystem Jemand der deinen public key kennt, kann dir etwas so verschlüsseln, dass du es lesen kannst. Ohne den privaten Schlüssel kann es aber niemand lesen. Nun das ist das Problem. Wenn...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomtom64 23.01.2020 14:08
    Highlight Highlight Wird schon nicht so tragisch sein. Sonst würde unsere Verteidigungsministerin doch nicht auf ihr iPhone vertrauen.
  • Satan 23.01.2020 14:05
    Highlight Highlight Sind wir ehrlich. Die Daten sind weder bei Microsoft, Google, Apple noch sonst wo sicher. Das ist eine Illusion.

    Die höchste Sicherheit bekäme man, wenn man sie auf einem Computer sichert, der vom Internet losgelöst, zum Beispiel zuhause steht. Aber weil man selbst den nicht, die ganze Zeit kontrollieren kann, ist es, wenn man ganz paranoid sein will, auch da nicht sicher.

    Oder schreibt am besten alles auf Papier in einer Geheimschift und tragt es mit euch.
    • rburri38 23.01.2020 15:29
      Highlight Highlight Das schlimme daran ist aber doch folgendes: Vor allem Apple (welche defintiv die beste Marketing-Abteilung hat) wirbt damit, wie sicher das iPhone ist. Keine End-to-end encryption, standort wird immer an Apple übermittelt, auch wenn GPS aus ist, Whatsapp-Video-Call hack, ... trotzdem glauben viele Apple-User es sei sicher. Aber eben, Apple kann alles. Sie können auch ein Feature völlig unnötig entfernen (z.B. Kopfhöreranschluss) und den leuten dann die Lösung für 200 Franken zu verkaufen... Well done.
    • Satan 23.01.2020 16:09
      Highlight Highlight @rburri38 Hier geh ich soweit und appeliere an die Selbstverantwortung der Nutzer. Das gleiche wie mit den Fahrhilfen. Jeder der blind der Technik vertraut ist selberschuld, egal was die Marketingabteilung sagt.

      Marketing ist dazu da, dir das Blaue vom Himmel zu sagen. Menschenverstand ist darauf die Antwort.
    • Satan 23.01.2020 16:12
      Highlight Highlight man könnte und dürfte apple wegen falscher Werbung anklagen. Aber zu glauben, dass man sicherer ist vor dem abhören oder Datenklau als bei anderen, selber schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 23.01.2020 14:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Kyle C. 23.01.2020 15:39
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Heinzbond 23.01.2020 17:54
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Seuli 23.01.2020 13:58
    Highlight Highlight " Warum läuft das FBI nicht gegen die Android-Verschlüsselung Sturm?"

    Weil bei vielen Androiden die Behoerden alle Daten direkt vom *Telefon* auslesen koennen und ein Rueckgriff auf die Cloud-Backups nicht noetig ist?
  • Ohmann94 23.01.2020 13:49
    Highlight Highlight Also wenn Apple für „Notfälle“ einen Schlüssel hat, weil die Gesetzeshüter das so wollen, dann ist das ein riesiges Problem, wenn aber Facebook, Google etc. uns per Mikrofon und Suchverhalten zu perfekten Werbe-Opfern machen, oder über Apps wie TikTok Gesichtsdaten für die chinesische Regierung gesammelt werden, dann ist die halt der Preis der Digitalisierung? Stimmt da wohl einfach überall was nicht?
    • rburri38 23.01.2020 15:30
      Highlight Highlight Genau, denn Google, Facebook und Tiktok werden ja zum Glück nie Kritisiert... Es ist eher dringend nötig, dass man einsieht, dass Apple kein Stück besser ist.
    • Electric Elefant 23.01.2020 17:03
      Highlight Highlight Ehm, dass auch Apple zumindest (bis letzten August auch ohne Einwilligung des Nutzers) Sprachaufnahmen durch Mitarbeiter durchhören liess, ist dir wohl entgangen - so von wegen durch Mikrofon abhören...
  • Faceoff 23.01.2020 13:46
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    • zaphod67 23.01.2020 14:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • what's on? 23.01.2020 16:39
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • tr3 23.01.2020 17:15
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  • BöserOnkel 23.01.2020 13:45
    Highlight Highlight Witzigerweise kommen für die Behörden, welche den Schutz der eigenen Daten garantieren müssen, selber gerade wegen der Ende zu Ende Verschlüsselung nur Apple Geräte in Frage. Sämtliche anderen Geräte erfüllen die Anforderungen schlicht nicht.
  • Ricardo Tubbs 23.01.2020 13:41
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  • Martinus72 23.01.2020 13:35
    Highlight Highlight Grundsätzlich wäre es ja in Ordnung, dass die Strafverfolgungsbehörden in konkreten Fällen mit richterlicher Anordnung Telefone knacken dürfen / können. Nur haben die Enthüllungen von Edward Snowden ja gezeigt, dass seit Jahren einfach alles abgehört und geknackt wird. Egal, ob tatsächlicher Verdacht besteht, oder nicht.
  • winglet55 23.01.2020 13:35
    Highlight Highlight ich habe meine eigene Datensicherung, ich traue keiner cloud, gleich wer sie anbietet.
  • Triumvir 23.01.2020 13:32
    Highlight Highlight Als ob die Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden der Amis nicht schon immer Zugriff auf diese Daten gehabt hätten. Wer das Marketing-Geschwätz der grossen Ami-Konzerne gelaubt hat, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Um schwere Verbrechen aufklären zu können, erachte ich den Zugriff der Behörden auch durchaus als legitim.
    • DunkelMunkel 23.01.2020 15:28
      Highlight Highlight Das hatten sie vermutlich tatsächlich nicht. Oder was hast du für Beweise?
    • Ueli der Knecht 23.01.2020 16:21
      Highlight Highlight Frägt sich bloss, wer darüber entscheidet, was nun alles unter den Term "um schwere Verbrechen aufklären zu können" fällt.

      Sowohl in den USA als auch in der Schweiz können die Behörden (inkl. Polizei) jederzeit auf viele persönliche Daten zugreifen (wie zB. Standort) ohne dass ein Richter das genehmigen müsste.

      Daher läuft so ziemlich jede Überwachungsmassnahme mit der vorgeschobenen Rechtfertigung, "um schwere Verbrechen aufklären zu können".
  • Nora Flückiger 23.01.2020 13:27
    Highlight Highlight Der Titel ist sehr irreführend. Auf keinem Handy sind irgendwelche Daten sicher, weder auf Iphones noch Androidgeräten! Die Bösewichte sind die Apps, welche sämtliche Daten vom Gerät absaugen. Ausserdem ist es ziemlich sicher dass viele Apps eure ganzen Daten und Photos vom Handy absaugen, archivieren, teilen und an irgendwelche Firmen übermitteln. Aber wie sagt man so schön, wer nichts zu verbergen hat den stört es auch nicht.
    • rburri38 23.01.2020 15:25
      Highlight Highlight Bei Android kannst du jeder App die rechte einzeln vergeben / enziehen. Z.B. soll die app auf den Speicher zugriff haben, auf die Kontakte, auf den Kalender, etc. Klar, eine 100%ige sicherheit gibt es nicht.
    • Ueli der Knecht 23.01.2020 16:24
      Highlight Highlight "Die Bösewichte sind die Apps"

      Noch die grösseren Bösewichte sind die Betriebssysteme wie Android, iOS oder Windows. Sie haben unbegrenzt Zugriff auf alle Daten (auch auf alle Schlüssel von zB. End-to-End-Verschlüsselungen), gespeicherten Passwörtern, auf die Mikrofone, Kameras, auf das Keyboard (wo Passwörter eingetippt werden), auf Bildschirme... einfach auf alles.
    • Nora Flückiger 23.01.2020 16:48
      Highlight Highlight @rburri38

      Äh ja das weiss ich, habe selber auch ein Android Gerät. Diese Einstellungen jedoch sind nur so als vorgetäuschte Sicherheit vorhanden. Weiss nicht wie gut du dich auskennst, aber ein Androidgerät hat 3 Typen von Berechtigungen. Auf 2 von diesen 3 Typen hat man null Einfluss! (Bei Apple war ich auch jahrelang dort ist es noch schlimmer. Insgesamt ist IOs das etwas sichere System, ist aber durch seine limitiertheit und anpassungslosigkeit extrem undurchsichtig.) Das einzige was den Datenabfluss etwas stoppen kann sind Firewalls wie zb. Netguard!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolf von Sparta 23.01.2020 13:22
    Highlight Highlight Die USA ist so paranoid! Aber auch kein Wunder. Die dachten doch schon immer, dass sie sich in jede Angelegenheit einmischen müssen.
  • Scaros_2 23.01.2020 13:20
    Highlight Highlight Also so wie Leute teils ihre Daten ins Internet werfen bin ich mir nicht sicher, ob das Image von Apple oder Google wirklich leidet beim Thema Datenschutz. Das bewusstsein ist doch bei der breiten Masse gar nicht entwickelt.

    Ich habe noch nie jemand reden: "Also ich bin jetzt von Android auf iOS gewechselt weil die Daten besser schützen.

    Eher wegen Funktionalitäten wechselt man oder Design oder oder doer.
    • one0one 23.01.2020 14:48
      Highlight Highlight Kommt auf deinen Freundeskreis an. Ich habe sehr viele Kollegen denen das sehr wichtig ist. Bis hin zum ueberzeugten 3310 Nutzer. Leider werden diese Individuen meist belaechelt oder gar in die Aluhut Fraktion geschoben. Von daher hast du wohl recht. Aber das unwissen der meisten User heisst nicht das es trotzdem sehr wichtig ist.
    • TheBean 23.01.2020 17:30
      Highlight Highlight Ich hatte zwar noch nie ein Android, aber der Hauptgrund, wieso ich immer noch bei Apple bin, ist durchaus die Sicherheit. Lieber mehr fürs Gerät bezahlen, als meine Daten zu verkaufen.

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