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So bekämpft Huawei Gerüchte und Fehlinformationen

Seit den US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern fürchten viele Nutzer, dass ihre Android-Smartphones unbenutzbar sein werden. Nun versucht Huawei diese Befürchtungen zu entkräften.



Ein Artikel von

T-Online
«Ich denke, wir können auf keinen Fall zu Tode geprügelt werden.»

Huawei-Chef Ren Zhengfei

Wird WhatsApp noch auf meinem Huawei -Gerät funktionieren? Werde ich weiterhin Android-Updates erhalten?

Solche Fragen beschäftigten gerade Nutzer von Huawei-Smartphones. Schuld daran sind die US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern – denn wegen dem haben viele US-Firmen wie Google derzeit die Geschäftsbeziehungen mit Huawei beendet.

Um Fragen der Nutzer zu klären und Gerüchten entgegenzuwirken, hat Huawei eine Website eingerichtet, auf der der Konzern zu sechs aktuellen Fragen Stellung nimmt.

Bild

screenshot: huaweiantwortet.de

WhatsApp auf Huawei-Geräten?

Unter anderem verneint Huawei, dass Nutzer bald auf Apps von Facebook wie WhatsApp oder Messenger verzichten müssen. Auf aktuellen Geräten sollen die Apps noch funktionieren oder heruntergeladen werden können. Wer sein Gerät zurücksetzt, soll zudem weiterhin Zugang zu Android-Services haben können. Zudem verspricht Huawei weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates für Geräte, die «verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind».

Garantie für Huawei-Geräte?

Laut Huawei ist die Garantie für Geräte von der aktuellen Situation nicht betroffen. Der Konzern betont auch, dass Android von Huawei-Smartphones nicht automatisch gelöscht wird und garantiert, dass alle Funktionen weiter nutzbar sein sollen.

Als letzten Punkt schreibt Huawei, dass der Konzern «auch weiterhin Smartphones verkaufen» und in «Forschung und Entwicklung investieren» wird.

Wie schlimm ist es?

Tatsächlich leidet der chinesische Konzern derzeit unter den US-Sanktionen. Der Umsatz werde über die nächsten zwei Jahre 30 Milliarden Dollar unter den Vorhersagen liegen, sagte Huawei-Chef Ren Zhengfei am Montag im südchinesischen Shenzhen. Huawei werde in ein paar Jahren gestärkt aus seinen Schwierigkeiten hervorgehen, sagte Ren Zhengfei weiter: «Ich denke, wir können auf keinen Fall zu Tode geprügelt werden.»

Wegen den Sanktionen konnten US-Chiphersteller, die wichtige Zulieferer sind, kaum noch Geschäfte mit den Chinesen machen. Zudem erschweren die US-Massnahmen für Huawei den Zugang zum Google-System Android. Die Chinesen hatten deshalb angekündigt, ein eigenes Betriebssystem für Smartphones auf den Weg bringen zu wollen. Mehr dazu liest du hier.

Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

(avr/t-online.de)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sverige 18.06.2019 07:59
    Highlight Highlight Schon traurig was da abgeht.
    Habe seit kurzem ein Huawei 30 Pro und es läuft alles prima.
    Ich denke es geht hier kaum um Spionage. Hier geht es um Neid, da Huawei vielleicht schon der beste Anbieter ist. Da muss man doch mit Händen und Füssen versuchen die Dominanz irgendwie zu stoppen.
    • paschu 18.06.2019 17:28
      Highlight Highlight Ich glaube viele realisieren/wissen gar nicht, was hier eigentlich gerade abgeht. Die beiden Supermächte werfen sich aktuell wirtschaftliche Sanktionen an den Kopf, da ist die Huawei-Affäre nur der Gipfel des Eisbergs. Einer der eigentlichen Auslöser dieser ganzen Debatte ist unter anderem die aggressive Expansion Chinas in andere Länder z.B via Belt and Road. China ist aktuell auf einem sehr radikalen Kurs, was die Aussenpolitik anbelangt. Ich kann dir nur raten, dich noch mehr mit diesen Themen auseinander zu setzten. Manchmal sind die USA doch nicht schuld. ;D


    • paschu 18.06.2019 17:28
      Highlight Highlight PS: Ich vertraue keinem dieser beiden Länder wenn es um Datensicherheit geht.

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