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Huawei CEO Richard Yu displays the new Huawei Mate X foldable 5G smartphone at the Mobile World Congress, in Barcelona, Spain, Sunday, Feb. 24, 2019. The fair started with press conferences on Sunday, before the doors open on Monday, Feb. 25, and runs until Feb. 28. (AP Photo/Manu Fernandez)

Huawei-CEO Richard Yu, im Februar, bei der Präsentation des 5G-Smartphones Mate X. Bild: AP/AP

Huawei verschiebt Start seines Falt-Handys – aus Gründen ...



«Wir wollen kein Produkt herausbringen, das unserem Ansehen schadet.»

Huawei-Sprecher

Nach Samsung hat auch der chinesische Huawei-Konzern den Marktstart seines neuartigen Auffalt-Smartphones verschoben. Statt zur Jahresmitte soll das Gerät, dessen Bildschirm sich auf Tablet-Grösse ausklappen lässt, nun im September in den Handel kommen, wie ein Huawei-Sprecher dem US-Sender CNBC sagte.

Unter anderem solle bei dem Modell Mate X die Qualität des Displays verbessert werden, sagte ein Huawei-Manager dem «Wall Street Journal».

Samsung wollte sein Konkurrenz-Gerät Galaxy Fold ursprünglich bereits im April auf den Markt bringen. Der Start wurde jedoch im letzten Moment verschoben, nachdem mehrere an US-Journalisten ausgegebene Testgeräte binnen weniger Tage kaputtgingen. Samsung nannte immer noch keinen neuen Termin.

Der Huawei-Sprecher sagte CNBC, das Auffalt-Smartphone solle wie geplant mit dem Google-Betriebssystem Android laufen – da es im Februar vorgestellt worden sei, rund drei Monate bevor die Firma auf eine schwarze Liste der Regierung kam.

Mit Google-Apps?

Zugleich sagte Huawei-Manager Vincent Peng dem «Wall Street Journal», man sei noch in Verhandlungen darüber, ob Huawei auf dem Gerät die übliche Auswahl von Google-Apps wie Gmail oder Karten installieren kann.

Das Weisse Haus hatte unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken verfügt, dass US-Unternehmen für Geschäfte mit Huawei eine spezielle Erlaubnis brauchen. Wenig später wurde jedoch für die Software-Versorgung bereits produzierter Smartphones eine Ausnahme bis Mitte August gemacht.

Huawei hatte bereits angekündigt, die Firma könne spätestens zum Frühjahr ein eigenes Betriebssystem als Alternative zur Marktreife bringen.

Bei Samsungs Galaxy Fold hatten sich das biegbare Display und der Falt-Mechanismus als Schwachstellen herausgestellt.

Von Huawei hiess es jetzt, man führe zusätzliche Tests durch. «Wir wollen kein Produkt herausbringen, das unserem Ansehen schadet», wurde der Huawei-Sprecher am Freitag von CNBC zitiert. Beide Falt-Geräte setzen Rekordmarken beim Preis: Samsungs Galaxy Fold soll 2000 Euro kosten, das Huawei Mate X sogar rund 2300 Euro.

(dsc/sda/awp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • John Galt 16.06.2019 11:04
    Highlight Highlight Das ist fast schon lustig; erst konnte keiner warten der Erste mit einem Falthandy auf dem Markt zu sein, jetzt wo der Konkurrent Probleme hat, kann man das eigene (problembehaftete) Produkt auch zurückhalten.
  • tolgito 14.06.2019 16:07
    Highlight Highlight Liebes watson Team. Könnt ihr mich über folgendes aufklären. Egal ob nun Huawei ein eigenes Betriebssystem rausbringt oder nicht. Wie wird es mit Apps aussehen? Wenn sie nicht mehr Google Play haben sind diese Handys doch gar nichts mehr Wert...
    • leverage 14.06.2019 20:33
      Highlight Highlight Das neue System von Huawai basiert auf der Opensource Variante von Android, die Apps sind also weiterhin nutzbar. Vermutlich müssen die App Entwickler ihre Apps in den Huawai Store einpflegen. Da das aber schnell gemacht ist und sich definitiv lohnt, werden alle aktiven Apps schnell verfügbar sein.
    • Ueli der Knecht 14.06.2019 20:43
      Highlight Highlight Ich kann mir kaum vorstellen, dass Google, Apple und andere US-Tech-Giganten mit Trumps Kurs einverstanden sind. Die werden eher Trump versenken, als dass die seinen Kurs mitmachen. Bisher beteuern die Tech-Giganten zwar, alle Trump-Regulatorien einzuhalten. Aber deren tatsächlichen Handlungen entsprechen nicht deren Heucheleien (so läuft ja zur Zeit alles noch wie bisher, ohne jegliche Einschränkungen).

      Heuchelei ist auch eine Art, mit Trump Getrampel umzugehen.
    • leverage 14.06.2019 22:07
      Highlight Highlight Naja Huawai ist schon eine Bedrohung für sehr viele US Techgiganten. Es ist also nicht nur zu ihrem Nachteil, wenn Huawai etwas gebremmst wird.

      Huawai ist so breit aufgestellt, dass sie in sehr vielen Bereichen konkurieren.

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Kommentar

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