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Halo 5: Guardians, xbox

Red und Blue stehen sich wieder gegenüber. Bild: 343 Industries

Interview mit «Halo»-Entwicklern

Der Eiertanz zwischen Tradition und Fortschritt – Das sagen die Macher von «Halo» über die Entwicklung des Multiplayers

Ende Dezember darf die Öffentlichkeit zum ersten Mal einen Blick auf den Multiplayer-Modus von «Halo 5: Guardians» werfen. Ich hatte schon etwas früher dieses Privileg und könnte bei meinem Besuch in London gleich noch die Entwickler von «Halo 5», 343 Industries, interviewen.



Was ist der grösste Unterschied des Multiplayers im Vergleich zu Teil 4? 
Josh Holmes, Executive Producer 343 Industries: Die neuen Spartan-Fähigkeiten gehören sicher zu den grössten Neuerungen. Sie ersetzen die Rüstungen aus «Halo 4» mit einer Reihe an Fähigkeiten, die für alle Spieler gleich sind. Sie fördern den Wettbewerb unter den Spielern und machen das Spielgeschehen wesentlich ausgeglichener.

Viele Fans bezeichnen «Halo 2» als den besten Multiplayer der Serie. Haben Sie sich davon inspirieren lassen? 
Tim Longo, Creative Director 343 Industries: Wir haben viel darüber diskutiert, wie man dem Erbe treu bleibt, aber gleichzeitig neue Aspekte mit einbringt. Wir haben Pro-Gamer und grosse «Halo»-Fans aus der Community ins Boot geholt, die nun fest für uns arbeiten. Sie liefern uns wichtige Inputs, wie wir die bestehende Fan-Basis glücklich machen, aber auch Neulinge ansprechen können.

josh holmes, 343 industries, halo

Josh Holmes ist Executive Producer bei 343 Industries. Bild: zvg

Wie schwierig ist es, eine für viele perfekte Formel zu verbessern? 
Holmes: Es ist immer eine Herausforderung, die Balance zu finden zwischen Altem und Neuem. Wir versuchen das «Halo»-Gefühl und den schachartigen Tanz, welcher der Kern des Multiplayers ist, beizubehalten. Daneben wollen wir zeigen, wie es sich anfühlt, ein Spartan zu sein – dieser mit modernster Technologie ausgestattete, super mächtige wandelnde Panzer. Dieses Gefühl übertragen wir in den Multiplayer. 

tim longo, 343 industries, halo

Tim Longo ist der Creative Director. Bild: zvg

Sechs Spartan-Fähigkeiten haben es ins Spiel geschafft, da waren bestimmt einmal mehr?
Longo: Im Laufe der Entwicklung haben wir mit verschiedenen Ideen gespielt. Es gab ein paar Fähigkeiten, die es nicht ins Spiel geschafft haben. Aber wenn man den Multiplayer spielt, täglich, manchmal mehrmals am Tag (lacht), kristallisieren sich mit der Zeit gewisse Fähigkeiten heraus. Nicht alle haben es geschafft, aber die, die drin sind, fühlen sich richtig an.
Holmes: In den vergangenen Jahren haben sich diese sechs Fähigkeiten entwickelt und verbessert. Sie ergänzen sich, aber keine steht über der anderen.

Welche Fähigkeit gefällt euch am besten? 
Holmes: Ich liebe den Ground Pound (Ein Schlag aus der Luft auf den Boden, Anm. d. Red.). Es ist so befriedigend, wenn man ihn erfolgreich einsetzen kann. Es ist ein riskantes Manöver. Jedes Mal, wenn man es versucht, ist man ungeschützt und ganz ganz oft ist es nicht der klügste Schachzug. Man muss den richtigen Moment finden und wenn es klappt und man gleich noch den matchentscheidenden Punkt bekommt, dann ist das einfach die Krönung.

Die gezeigten Karten waren verhältnismässig klein. Wird es auch grössere geben?
Longo: Truth und Empire repräsentieren die ideale Grösse für vier gegen vier Partien. Crossfire ist eine ähnliche Karte. Die Grösse ist sehr vom Spielmodus abhängig.
Holmes: Im nächsten Jahr kommen grössere Karten hinzu, aber in der Beta konzentrieren wir uns auf diese Arena-Kämpfe.

Aber es wird auch wieder Fahrzeuge geben? 
Holmes: (Schmunzelt) Ich denke, man kann davon ausgehen, dass es Modi mit Fahrzeugen geben wird.

Bild

Düsenantriebe sorgen für mehr Mobilität. Bild: 343 Industries

Wie seid ihr auf den Breakout-Modus gekommen? Er erinnert stark an «Counter-Strike».
Longo: Kevin Franklin (Multiplayer Lead Designer, Anm. d. Red.) hat sich stark von Paintball inspirieren lassen – diese angespannte Ein-Schuss-Ein-Treffer-Situation. Wir fanden, dieser Druck, dass man nur ein Leben hat, passt perfekt zu «Halo».
Holmes: Kevin Franklin war früher ein professioneller Paintball-Spieler und wollte diese Erfahrung schon immer einfangen und in «Halo» implementieren. Schon bei «Halo 4» hat er davon geschwärmt.

Ein Ausschnitt aus dem Modus Breakout

abspielen

video: youtube/watson

Der öffentliche Beta-Test fängt am 29. Dezember an, was können Spieler erwarten?
Longo: Jede Woche wird es verschiedene Karten und Spielmodi geben. In der ersten Woche sind es die drei Maps Truth, Empire und Crossfire. 
Holmes: Insgesamt wird es sieben Karten und drei Modi geben. In den Wochen zwei und drei gibt es bestimmte Inhalte, die die User bestimmen können – welche Karte gespielt wird und welche Power-Waffen zum Einsatz kommen.

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Halo 5: Guardians Multiplayer Beta
quelle: 343 industries
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Die Public Beta startet am 29. Dezember und dauert bis am 18. Januar. In jeder «Halo: Master Chief Collection» ist ein Code für den Test enthalten.

watson war auf Einladung von Microsoft in London.

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