Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Im Handy gespeicherte Infos zu Allergien, Medikamenten, Krankheiten etc. können im Notfall Leben retten. bild: apple

Diese wichtige Handy-Funktion kann dein Leben retten – 68% der Schweizer kennen sie nicht

Zwei Drittel der Schweizer haben keine Ahnung, wie man rasch per Tastenkombination mit dem Handy einen Notruf absendet. Die internationale Notrufnummer kennen rund 40 Prozent nicht. Damit gefährden sie ihre eigene Rettung und die Rettung anderer.



Smartphones von Apple, Samsung, Huawei, etc. können über eine vom Handy-Hersteller eingerichtete Tastenkombination einen Notruf absetzen. Wer sich in einer Notsituation befindet und die Notrufnummer nicht wählen kann oder sich – beispielsweise im Schockzustand – nicht daran erinnert, kann so trotzdem jederzeit Hilfe rufen.

Das Problem: 68 Prozent der Schweizer wissen nicht, wie man auch bei gesperrtem Handy schnell per Tastenkombination einen Notruf absendet. Gar nur eine von fünf Personen hat medizinische Notfallinformationen für Rettungskräfte auf dem Handy hinterlegt. Und nicht mal jeder Dritte hat eine SOS-App installiert. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Online-Vergleichsportals Comparis. Befragt wurden über 1000 Personen in allen Regionen der Schweiz.

Hilfe rufen per Tastenkombination

Bild

Notruf leicht gemacht: 5 Mal die Ein-/Aus-Taste schnell drücken. bild: watson

Notruf bei iOS auslösen

Notruf bei Android auslösen

Bild

Der Notfallkontakt erhält eine SMS mit dem aktuellen Standort. Hat die Person in Not die Optionen «Bilder und Tonaufnahmen anhängen» aktiviert, werden diese mitgeschickt. bild: watson

Wie du die Notfall-Funktionen bei iOS und Android aktivierst, haben wir kürzlich in diesem Artikel ausführlicher erklärt.

Notfallinfos im Handy hinterlegen

Im Notfallpass beim iPhone bzw. unter den Notfallinformationen bei Android lassen sich persönliche Daten eintragen, die bei einem Notfall Leben retten können: zum Beispiel Allergien, die eigene Blutgruppe und die Telefonnummer derjenigen Person, die im Notfall umgehend informiert werden soll. Etwa dann, wenn man nach einem Verkehrsunfall unter Schock steht und nicht ansprechbar ist.

Notfallinformationen auf dem Handy: Wichtige Hinweise für Retter

Bild

Rettungskräfte, aber auch alle anderen, die dein Handy haben, können sich die hinterlegten medizinischen Infos (z. B. Bluthochdruck) und den Notfallkontakt direkt auf dem Sperrbildschirm über den Notruf-Button anzeigen lassen (also ohne den PIN zu kennen). bild: samsung

«Das Handy ist oft der schnellste Weg für Rettungskräfte, wichtige Infos zu bekommen. Deshalb ist es absolut zentral, den Notfallpass bzw. die Notfallinformationen zu nutzen», findet Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick. Der Angst vor einer Preisgabe sensibler Daten an Google oder Apple hält er entgegen: «Die Daten auf dem Notfallpass werden verschlüsselt und nur lokal auf dem Gerät abgespeichert.»

Bild

Der Vergleich von Comparis zeigt: Sowohl Apple wie auch Samsung und Huawei bieten vorinstallierte Notfall-Funktionen.

Bei neueren Smartphones können also die wichtigsten Notfallinformationen direkt auf dem Sperrbildschirm (Notruf-Button) angezeigt sowie Rettungsdienste und hinterlegte Notfallkontakte ohne Entsperrung angerufen bzw. per SMS informiert werden. Dies klappt aber nur, wenn man die Funktionen zuvor eingerichtet hat.

Allgemein können die Notfallinformationen oft direkt über den Sperrbildschirm eingerichtet werden, wenn man dort auf den Notruf-Button klickt. Leider ist das Einrichten nicht bei allen Herstellern einheitlich.

Notfallpass beim iPhone einrichten:

Bild

bild: apple

Weitere Infos zum Notfallpass gibt es hier.

Notfallinformationen bei Samsung einrichten:

Bild

bild: samsung

Weitere Infos zu den Notfallinformationen bei Samsung-Handys gibt es hier.

Notfallinformationen bei Huawei einrichten:

Bild

bild: watson

Notfallinformationen bei anderen Herstellern einrichten:

Infos, wie man Notfallinformationen bei anderen Android-Handys (z. B. Sony, Nokia) einrichtet, gibt es hier.

Die wichtigsten SOS-Apps

Darüber hinaus nutzen laut Comparis nur 31 Prozent der Befragten (mehr Männer als Frauen) eine SOS-App wie Rega, Echo 112 oder Uepaa. «Über diese können Smartphone-Besitzer nicht nur den Rettungsdienst direkt alarmieren, sondern auch geortet werden. Bei manchen wird gleichzeitig eine hinterlegte Kontaktperson alarmiert», schreibt Comparis.

Bild

Das Nichtnutzen von Notfalleinstellungen oder Notfall-Apps könnte durch gute Kenntnis von Notrufnummern teilweise kompensiert werden. Aber auch hier hapert es: Zwar gaben 61 Prozent der Befragten an, die internationale Notrufnummer 112 zu kennen. Doch von diesen Personen, die zunächst angaben, die Notrufnummer zu kennen, hat danach ein Fünftel die 112 nicht als europäische Notfallnummer erkannt. Effektiv dürfte also höchstens jeder zweite Schweizer wissen, wie er (im Ausland) Hilfe rufen kann.

«Diese Ignoranz ist fahrlässig und gefährlich. Bei der Benutzung heutiger Smartphones sollte man sich nicht nur mit Funktionen wie der Kamera oder verschiedener Apps auskennen, sondern auch mit den Möglichkeiten bei einem Notfall», sagt Frick. Denn gerade im Notfall zähle jede Minute. «Wer zuerst an einer Unfallstelle die Notrufnummer surfen muss oder gar selbst verletzt ist, verliert wertvolle Zeit und gefährdet im schlimmsten Fall sogar Menschenleben.»

Frick empfiehlt die folgenden fünf Regeln zu beachten: Gerade jetzt, bevor man vielleicht in die Ferien fährt, wäre ein guter Moment dafür:

Bild

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Geknipst mit dem Nokia 9: Das kann die Fünffach-Kamera

Wie Handyunfälle wirklich enden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einfach 50 der lustigsten Bilder und Videos von 2020

Eine subjektive Auswahl witziger Tweets, die in diesem Jahr viral gingen. Viel Spass!

Hinweis für die geschätzten User und Userinnen: Wenn die Tweets in diesem Artikel nicht sofort angezeigt werden, schalte dein Smartphone aus und wieder ein und lade den Artikel neu, zähle wahlweise laut oder leise auf fünf und scrolle erst dann weiter.

Artikel lesen
Link zum Artikel