Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Foxconn-Chef will Präsident von Taiwan werden – mit «göttlichem Segen» aus dem Meer ...

Die Meeresgöttin Mazu habe ihn ermutigt, sagt Milliardär Terry Gou.



Der Chef des weltweit grössten Elektronikproduzenten und iPhone-Fertigers Foxconn, Terry Gou, will Taiwans neuer Präsident werden – mit göttlichem Segen, wie er sagt.

epa07511155 Foxconn founder Terry Gou (C) prays at a temple in New Taipei city, Taiwan, 17 April 2019. On 16 April, Gou announced that he is  considering to run for Taiwan's presidency in 2020.  EPA/RITCHIE B. TONGO

Gou (mit Mütze) beim Beten in einem Tempel in Taipeh. Bild: EPA

Die Meeresgöttin Mazu habe ihn ermutigt, sagte der 69-Jährige am Mittwoch bei der Ankündigung seiner Kandidatur in Taipeh, nachdem er in einem Tempel Rat gesucht hatte.

«Mazu sagte mir, mich von ihr inspirieren zu lassen, Gutes für notleidende Menschen zu tun, jungen Menschen Hoffnung zu geben und Frieden in der Taiwanstrasse zu unterstützen.»

Terry Gou

Der Milliardär Gou, der damit seine Teilnahme am Rennen für die Wahl am 11. Januar 2020 bestätigt hat, muss noch in der parteiinternen Vorwahl der chinafreundlichen, oppositionellen Kuomintang antreten. Sein grösster Herausforderer ist der populistische Bürgermeister von Kaohsiung, Han Kuo-yu, der überraschend viel Zulauf bekommen hat.

Geschäftsinteressen in China

Die kommunistische Führung in Peking bevorzugt einen Präsidenten der Kuomintang, die China näher steht und stärker auf Kooperation setzt. Gou verfolgt massive Geschäftsinteressen in der Volksrepublik, wo Foxconn in seinen Fabriken rund 1.3 Millionen Beschäftigte hat.

Präsidentin Tsai Ing-wen von der regierenden Fortschrittspartei (DPP) geht hingegen auf Distanz zu Peking. Seit ihrem Amtsantritt vor drei Jahren hatte sich das Verhältnis zu China verschlechtert. Die Führung in Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik, ob sie nie über Taiwan regiert hat. Auch droht sie mit einer gewaltsamen Eroberung.

Ob Tsai bei der Wahl wieder antreten wird oder ihr Rivale, Ex-Premier Lai Ching-te, entscheidet sich bei der Vorwahl der Regierungspartei DPP im Mai.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

49 Bilder aus aller Welt von 49 Frauen in 49 Berufen

Baupfusch? Mehrere Gebäude stürzen nach Erdbeben ein

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel