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Kongos Regierung versuchte zu vertuschen

Regierungsaktion forderte über 300 zivile Opfer im letzten Dezember



Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo Ende vergangenen Jahres hat es nach Angaben von Menschenrechtsgruppen deutlich mehr Tote gegeben als von der Regierung in Kinshasa angegeben.

Wie die Internationale Vereinigung der Menschenrechtsligen (FIDH) mit Sitz in Paris am Donnerstag erklärte, kamen bei den koordinierten Angriffen am 30. Dezember mehr als 300 Zivilisten um. Die Regierung hatte damals bestritten, dass es überhaupt zivile Opfer gab und von 103 Toten gesprochen - «95 Terroristen und acht Soldaten».

Am 30. Dezember hatte es in mehreren Städten des Landes Schiessereien gegeben, unter anderem lieferten sich bewaffnete jugendliche Angreifer in Kinshasa am internationalen Flughafen und im Hauptquartier des Militärs Gefechte mit Sicherheitskräften.

Allein in der Provinz Katanga im Südosten von Kongo seien rund 250 Zivilisten und sechs Soldaten getötet worden. In der Hauptstadt Kinshasa seien 71 Zivilisten gestorben, teilte die FIDH nun mit. Die Opferzahl könne sogar höher liegen, weil Augenzeugen berichteten, dass Leichen in den Katanga-Fluss geworfen und in Massengräbern verscharrt worden seien. (tvr/sda/afp)

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