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Liveticker

90 Armee-Angehörige müssen in Quarantäne ++ Schulen in Deutschland bleiben geschlossen



Coronavirus in der Schweiz
R-Wert
Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle: 0–29 30–59 60–99 Jahre
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National+International 19.01.21

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Team watson
21:58
Lockdown in Deutschland verlängert
Der Lockdown in Deutschland geht in die Verlängerung. Bis zum 14. Februar bleiben Schulen grundsätzlich geschlossen, Kultureinrichtungen, Museen, Cafés und Restaurants sowieso.

Zugleich vereinbarten Bund und Länder, die Maskenpflicht zu verschärfen. So müssen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Normale Alltagsmasken sind dort dann nicht mehr zugelassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar mit der Gefahr des mutierten Coronavirus begründet. «Wir müssen jetzt handeln», sagte Merkel am Dienstagabend nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es sei nun noch Zeit, der Gefahr vorzubeugen. Sonst könnten die Zahlen stark steigen.

Zwar zeigten die harten Einschnitte Wirkung, sagte Merkel. Diesen Bemühungen drohe aber «ernsthafte Gefahr», die man heute klarer sehe. Merkel verwies auf die Mutation des Virus, die vor allem in Grossbritannien und Irland aufgetaucht sei. Bisherige Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass dieses mutierte Virus sehr viel ansteckender sei. In Deutschland seien bereits einzelne Fälle bekannt. (sda/dpa)
epa08947400 A teacher stands in an empty classroom and uses an iPad to teach children at home, at the closed elementary school ?Am Weyer? in Dinslaken, Germany, 18 January 2021. To slow the spread of the coronavirus, schools in Germany remain closed. All students must study from home during the nationwide lockdown. The heads of the German states will meet with German Chancellor Angela Merkel on 19 January 2021, to discuss how to proceed in the corona crisis. The current lockdown is to be extended beyond 31 January 2021. A complete shutdown in Germany and an actual curfew are also being discussed.  EPA/SASCHA STEINBACH
20:42
90 Armeeangehörige müssen zehn Tage in Quarantäne
Bei einem Angehörigen der Schweizer Armee ist die englische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Deshalb müssen nun rund 90 Angehörige der 2. Kompanie des Schützenbataillons 14 in Quarantäne. Weitere 170 warten noch auf ihre Testresultate.

Wie das VBS am Dienstagabend mitteilte, war eine Verschiebung von Teilen dieser Kompanie von Wengen BE nach Crans-Montana VS geplant, zur Unterstützung der dortigen Ski-Weltcup Rennen. Darum wurden die Angehörigen der Einsatzkompanie vorsorglich auf das Coronavirus getestet.

Bei einem Angehörigen dieser Truppe wurde dabei die englische Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Armee habe deshalb die geplante Verschiebung gestoppt und die ganze Kompanie vorsorglich in Quarantäne versetzt, heisst es in der Mitteilung. (sda)
Des soldats de la compagnie sanitaire 1 arrivent lors de la mobilisation afin d'intervenir dans le systeme des soins en Suisse romande lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le dimanche 8 novembre 2020 a la Caserne de Moudon. Des le debut de semaine, les miliatires dechargeront le systeme de sante du canton de Geneve dans le domaine du transport et des soins de base apportes aux patients du Covid-19. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
17:14
Migros stockt Kurzarbeitsentschädigung weiterhin auf 100% auf
Eine Mann bezahlt am 20. Januar 2005 an einer Kasse im Migros Limmatplatz in Zuerich seine Einkaeufe. Migros zaehlt zu den groessten Anbietern in der Schweiz. Das Verkaufsnetz umfasst insgesamt 587 Standorte.  (KEYSTONE/Martin Ruetschi)    === ,  ===
Die Migros wird ihren von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden weiterhin den vollen Lohn bezahlen. Die grösste Arbeitgeberin der Schweiz nimmt Abstand von der Idee, die Differenz zwischen dem ursprünglichen Lohn und der Kurzarbeitsentschädigung nicht mehr zu berappen.

Angesichts der «positiven Entwicklung im Genossenschaftlichen Detailhandel» habe die Migros entschieden, den betroffenen Mitarbeitenden weiterhin die Differenz von 20 Prozent zur gesetzlich vorgegebenen Kurzarbeitsentschädigung von 80 Prozent auszugleichen, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Am Wochenende noch hatte die Migros eine Meldung des «Sonntagsblick» bestätigt, wonach Mitarbeitende der 330 Fitness- und Freizeitanlagen sowie der Migros-Klubschule ab Januar nur noch die gesetzliche vorgeschriebene Abdeckung erhalten werden. Tausende Mitarbeiter hätten also auf 20 Prozent ihres Lohnes verzichten sollen.

Auch dem Personal in den Gastronomiebetrieben der Migros sowie den behördlich geschlossenen Fachmärkten wie beispielsweise Micasa, SportXX oder Melectronics wird die Kurzarbeitsentschädigung auch in Zukunft auf 100 Prozent aufgestockt, erklärte ein Mediensprecher auf Anfrage von AWP.

Auf 20 Prozent des Lohne müssen «nur» die rund 2000 Hotelplan-Mitarbeitenden verzichten. Die Angestellten des Reiseunternehmens erhalten bereits seit Juli nur noch die gesetzliche vorgeschriebene Abdeckung für Kurzarbeit. (awp/sda)
16:22
Jede dritte Impfanmeldung im Kanton Luzern schlug fehl
Im Kanton Luzern hat jede dritte Online-Anmeldung für die Corona-Impfung nicht auf Anhieb geklappt. Das Softwareproblem sei nach Angaben des Herstellers mittlerweile aber behoben worden, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mit.

Im Kanton Luzern ist die Online-Anmeldung für die Impfung seit Donnerstag möglich. Rund 27'000 Personen machten davon Gebrauch, bei 9300 Personen funktionierte die Anmeldung aber nicht auf Anhieb, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Die Anmeldung zur Impfung wird in Luzern wie auch in anderen Kantonen über eine Plattform des Bundes abgewickelt. Die Kapazität der Plattform war aber nach Angaben des Kantons Luzern nicht genügend gross, um alle Daten der vielen gleichzeitigen Anmeldungen zu speichern.

Bei Spitzenbelastungen sei bei einigen Anmeldungen ein Teil der medizinischen Daten nicht gespeichert worden, teilte der Kanton Luzern mit. Die Störung sei nach Angaben des Softwareherstellers aber seit Samstagabend behoben.

Die 9300 Personen, bei denen die Anmeldung fehl schlug, wurden oder werden per SMS informiert. Sie erhalten einen Link, mit dem sie den Fragebogen erneut ausfüllen können. Dazu braucht es allerdings manchmal mehrere Anläufe, wie aus der Mitteilung hervorgeht. (sda)
So wird in Luzern geimpft
43 Bilder
Eine über 90-jährige Frau wird als erste Person im Kanton Luzern und als eine der ersten Personen der Schweiz mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech gegen Corona geimpft, in einem Pflegeheim im Kanton Luzern, am Mittwoch, 23. Dezember 2020. (KEYSTONE/Urs Flüeler)
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15:30
Afrika bereitet sich auf erste Corona-Impfkampagnen vor
In Afrika rüsten sich die Staaten für die ersten Corona-Impfkampagnen. Auch angesichts der Ausbreitung einer neuen Virusvariante im Süden des Kontinents hoffen sie dadurch auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Als Beschaffungsinstrument dient eine Initiative der Afrikanischen Union (AU) namens AVATT.

Über sie wurden der südafrikanischen AU-Präsidentschaft zufolge 270 Millionen Impfdosen beschafft. 50 Millionen sollen zwischen April und Juni zur Verfügung stehen, hatte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kürzlich erklärt und den Produzenten Biontech erwähnt. Der Inselstaat der Seychellen und der westafrikanische Staat Guinea haben mit ersten Impfungen begonnen – mit Präparaten aus China (Seychellen) und Russland (Guinea).

Die Infektionszahlen auf dem Kontinent hatten nach einem vergleichsweise milden Pandemiebeginn im Vorjahr zuletzt massiv zugenommen – sie liegen gemäss der AU-Angaben vom Dienstag aktuell bei knapp 3,3 Millionen erfassten Infektionen und knapp 80 000 registrierten Todesfällen.

Die zuerst in Südafrika nachgewiesene Virusvariante B.1.351 – auch als 501Y.V2 bekannt – war bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen entdeckt worden.
Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize zufolge war sie mit ein Treiber für die zweite Infektionswelle in dem Kap-Staat, in dem die Zahl der Neuinfektionen zur Jahreswende neue Höhen erreichte.
(sda/dpa)
15:08
Wie wird erklärt, dass an den Grenzen keine Massnahmen getroffen werden?
Man sei ja im Schengen-Raum, antwortet Kronig. Es seien keine Schliessungen vorgesehen.

Als während der ersten Welle die Grenzen geschlossen wurden, sei es vor allem darum gegangen die Krankenhäuser zu schützen und die Anzahl Hospitalisationen zu reduzieren, sagt Masserey.
Sie könne auch nicht sagen, wann und ob Tests zur Einreise in die Schweiz nötig sein werden.

Ist es möglich, dass das BAG einen Überblick über die Lage in die Schulen bieten kann?
Nein, dem BAG liegen diesbezüglich keine genauen Zahlen vor. Die Kantone müssten diesen Überblick geben.

Der Bundesrat hat sich impfen lassen. Haben sich auch andere Regierungsräte etc. impfen lassen?
Das wisse sie nicht, sagt Kronig. Ihnen liegen keine Daten vor, über Personen, die sich haben impfen lassen.

Wurden auch noch andere Personen, nebst dem Bundesrat, bevorzugt geimpft?

Es werde niemand bevorzugt geimpft, so Masserey. Man halte sich an die Impfstrategie.

Die Pressekonferenz ist hiermit beendet.
15:00
Gibt es Zahlen zur Reisemobilität seit der Home-Office-Pflicht?
Nein, das sei noch zu früh, sagt Masserey.

Diese 110'000 Impfdosen. Warum können Sie uns die einzelnen Zahlen der Kantone nicht geben?
Bisher arbeite man mit ersten Schätzungen, sagt Kronig. Man stecke erst am Anfang der Umsetzung. Es sei wichtig, dass sie nur offizielle Zahlen publizieren.

Sollen wir die Kantone anrufen, um diese Zahlen zu bekommen?

«Wir arbeiten an diesem Punkt», sagt Kronig. Wir werden ihnen diese Zahlen zur Verfügung stellen, soald wir sie haben.

Gibt es Anhaltspunkte, dass die Mutation an Schulen zirkuliert? Wird es neue Schutzkonzepte geben
Im Tessin sei es zu einem Ausbruch in einer Schule gekommen, aber sie wisse nicht mit welcher Mutation, antwortet Masserey. Sie wisse auch nicht, wie damit umgegangen werde. Welche zusätzlichen Massnahmen ergriffen werden könnten, werde noch angeschaut. Nach wie vor gelten die bisherigen Massnahmen.
14:55
Wann würden Schulschliessungen Sinn ergeben?
Und: Befürworten Sie die Maskenpflicht bei Kindern?
Bisher wisse man, dass die Übertragungen immer in Kontrolle gehalten werden konnten, so Masserey. «Deshalb bevorzugen viele, dass die Schulen offen bleiben und dass Präsenzunterricht durchgeführt wird.» Man beobachte die Lage natürlich und sollte es mit den Mutationen zu mehr Ansteckungen kommen, müsste man das neu beurteilen.

Hauri antwortet, dass keine notfallmässige Schliessungen der Schulen geplant seien. Zu den Masken: Man müsse sich fragen, ob das Tragen in der Maske Sinn mache. Denn die Maske müsse ja auch richtig getragen werde - man sehe ja auch bei Erwachsenen immer wieder, dass die Maske nicht richtig getragen werde. Es brauche ein gutes Abwägen und man müsse Erfahrungen sammeln. Das Gute sei, dass so auch verschiedene Kantone Erfahrungen sammeln können.
14:49
Aber im Altersheim macht es doch wirklich Sinn?
Das stimmt. In den Alters- und Pflegeheimen würde dies Sinn machen. «Aber wir können den Arbeitsgeber nicht zwingend, diese Tests regelmässig durchzuführen.»

Man müsste die Leute ja nicht zwingen, sondern einfach gratis anbieten. Und: Kommt es zur Verzögerungen bei den Impfungen?
Masserey antwortet, dass man diese Punkt derzeit beurteile.
Kronig antwortet, dass jeder Monat entsprechend des Volumens verimpft werde. Es gebe keinen Stopp der Impf-Lieferungen.

Es gab Pannen bei der Impf-Anmeldungen. Ist diese Panne behoben?
Man habe das zur Kenntnis genommen, antwortet Masserey. Es handle sich um ein neues IT-Tools. «Meines Wissens sind diese Probleme inzwischen gelöst.»

Seit gestern gibt es eine Home-Office-Pflicht. Gibt es angepasste Schutzkonzepte für Unternehmen die kein Home-Office machen können?

Nein, antwortet Pascal Richoz. Diese müssten sich weiterhin an die bisherigen Schutzkonzepte halten.
14:44
Können Sie uns das Verhältnis der Impfdosen und den Verimpfungen erklären?
Die Gesamtzahle zeige relativ gut, wie immer mehr verimpft wird, sagt Kronig. Bei den Zahlen handle es sich bisher aber erst um Hochrechnungen, man müsse dies noch genauer prüfen. Aber im Mai oder im Juni werde es keine begrenzten Kapazitäten mehr geben. Man sei aber auf dem richtigen Weg. Bisher sei es am Wichtigsten, dass der Bund und die Kantone Hand in Hand arbeiten, um diese Prozess hochzufahren.

Weshalb finanziert der Bund bisher keine präventiven Tests? Wann ist mit einer angepassten Teststrategie zu rechnen?

Die präventiven Tests werden gemacht, wenn sich jemand auch ohne Symptome testen lassen könne. Es sei schwierig zu beurteilen, welche Tests man bezahlen möchte und welche nicht. «Wenn ein Unternehmen dies einführen möchte, dann liegt es auch in der Verantwortung des Unternehmens diese zu bezahlen.» Man möchte eine Teststrategie entwickeln, um aufzuzeigen in welchen Situationen präventive Tests Sinn machen. «Wenn jemand einen Test braucht, um ins Ausland zu reisen, weshalb sollte das der Bund bezahlen?» Das läge in der Verantwortung der Privatperson.
14:38
Müssen die Kantone Impfreserven haben für die 2. Impfung?
«Wir haben die Kantonen immer dazu aufgerufen alle Dosen zu verwenden, die sie haben», antwortet Kronig. Denn auch schon erste Dosis schütze schon relativ gut. Die Kantone müssen sich aber selber organisieren. Sie müsse aber auch betonen, dass es sich bei der Pfizer-Biontech nur um eine Verlangsamung der Lieferung und keine Unterbrechung handle.

Wäre es nicht sinnvoll, dass die Kantone möglichst schnell impfen?
Es sei vor allem auch wichtig, dass die Impfung sicher erfolge. Man könne entweder schnell impfen mit nur einer Dosis. Oder gut planen und auch die zweite Dosis miteinbeziehen.

Die gestrige Lieferung sei kleiner ausgefallen. Können Sie das in Zahlen nennen?
Von der gestrigen erwarteten Lieferung sei nur die Hälfte eingetroffen, sagt Kronig.


Menschen in Altersheimen sollten regelmässig getestet werden, fordert Curaviva. Was halten Sie davon?
Das kann natürlich Thema sein, antwortet Hauri. Man müsse sich auch überlegen, welche Tests man anwenden wolle. Der Abstrich durch die Nase sei nicht sehr angenehm. Aber sobald noch weitere Tests zur Verfügung stehen - beispielsweise der Speicheltest - sehe das technisch natürlich besser aus.

Wieviele Tests werden mittlerweile auf Mutationen getestet?

Es gibt zwei Dinge zu beachten, antwortet Masserey. Wenn man den Verdacht habe, dass man mit der Mutation infiziert sein könnte, könne der Arzt eine Sequenzierung verlangen. Mit den neuen PCR-Tests könne etwa ein Drittel auf die Mutation getestet werden. Bei den Antigen-Tests könne keine Sequenzierung gemacht werden.
14:29
Haben sich die Schutzkonzepte in den Ski-Gebieten bewährt?
In den Skigebieten sei es wichtig, dass diese Schutzkonzepte sehr streng angewandt werden, so Masserey. Sie gehe davon aus, dass alle Skigebiete diese Verordnungen einhalten.
Hauri ergänzt, dass es auch immer davon abhänge, wie gut sich die Leute an diese Schutzkonzepte hielten.

Der Ruf nach der Schliessungen der Skigebiete ist gross. Wie schätzen sie eine Schliessung ein? Auch Schulschliessungen?

Das sei schwierig zu beantowrten, so Masserey. «Man kann nicht gut einschätzen, wie gross die Rolle der Skigebiete in der Verbreitung des Virus ist.» Selbstverständlich müsse man gut aufpassen. Aber wenn nötig, müssten die Kantone die Bewilligungen zurückziehen.

Das Tessin fordert teilweise Grenzschliessungen. Wäre das nicht sinnvoll?
Ja, das gehört zu den Punkten, an denen wir derzeit arbeiten, um zu vermeiden das weitere Mutationen eingeschleppt werden. Man überlege es sich, ob es sinnvoll sei bestimmte Ein- und Ausreisen einzuschränken.
14:25
Wie soll eine neue Test-Strategie aussehen?
Bisher werde bei symptomatischen Personen getestet, antwortet Hauri. Diese Strategie werde nun überdacht. Die Teste sollten auch breiter angewandt werden.

Das Testen von Einreisenden gehöre bisher nicht zur Teststrategie, ergänzt Masserey. Man sei daran Empfehlungen auszuarbeiten.

Wann kommen die neuen Impfzahlen?
Sie wolle sich nicht mit einem Datum äussern, aber es seien noch mehr Sitzungen vorgesehen, sagt Kronig. Die Zahlen werden so schnell wie möglich publiziert.

Kein Wettkampf unter Kantonen. Heisst das, das Trödelkantone nicht bestraft werden solle?
«Ich weiss nicht, was Trödekantone sind.» Man müsse den Kantonen Zeit lassen, ihre Impfstrategien aufzubauen und umzusetzen.
14:21
Welche Kantone sind in den 110'000 Impfungen enthalten?
Dies sei nur eine vorübergehende Zahl, so Kronig. Man arbeite weiter daran, um alles zu optimieren. Es brauche noch ein paar Tage, um genauere Details liefern zu können.

Letzten Donnerstag haben sie versprochen das heute genauere Zahlen veröffentlicht werden. Wie können wir wissen was jetzt genau vor sich geht? Wieso geben Sie keine Zahlen haben sie etwas zu verstecken?

Nein, wir wollen einfach genaue Zahlen veröffentlichen und müssen diese deshalb noch weiter überprüfen.

Gelten diese 110'000 Imfpdosen für alle Kantone?
Wir haben Zahlen von allen Kantonen, aber wir warten noch auf weitere Details, so Kronig.
14:17
Ein Impfwettbewerb zwischen den Kantonen ist nicht angesagt.
Impfungen verlaufen dezentral in den Kantonen, sagt Rudolf Hauri. Zentral vorgegeben seien die Impfdosen, die Basislogistik und die Impfstrategie. Die restliche Umsetzung werde den Kantonen überlassen. Innerhalb der nächsten Wochen werden sich die Impfzahlen der Kantone angleichen.
Ein Impfwettbewerb zwischen den Kantonen ist nicht angesagt. Die Kantone dürften die Impfstrategie nicht aus den Augen verlieren.
Zur Mutation: Ohne Gegenmassnahmen sei mit vielen Ansteckungen zu rechnen. Tatsächlich stelle man dies bereits heute deutlich fest. Es mussten nun schon immer schneller und grösser Quarantänen angeordnet werden. Somit stellt sich wiederholt die Frage der Massentests und einer angepassten Teststrategie.
Er bedankt sich bei der Bevölkerung, dass die Festtage nicht zu einem Anstieg der Fallzahlen geführt habe. Diese sinkenden Fallzahlen dürfen jetzt aber auch keinen Fall aufs Spiel gesetzt werden.
«Es hängt jetzt von uns allen ab, wie wir den Sommer geniessen können.»
14:11
Bisher 110'000 Verimpfungen durch geführt
Nora Kronig informiert über die Impfungen. Es habe Lieferungsengpässe von Pfizer und Biontech-Impfungen gegeben, weshalb die gestrige Lieferung gekürzt eingetroffen sei. Dies sei auf eine Schliessung einer Produktionsstätte zurückzuführen.
Zu den Zahlen: Bis gestern Abend wurden in den Kantonen 110'000 Verimpfungen durchgeführt. Sie arbeiteten weiterhin mit den Kantonen, um auch die jeweiligen Zahlen der Kantone veröffentlichen zu können.
14:08
Leichter Rückgang der Fallzahlen
Der leichte Rückgang der Fallzahlen stimme optimistisch, so Masserey, dennoch sei die Lage weiterhin beunruhigend. Um den Genfersee herum gebe es eine Stagnation. In 4 Kantonen liege der R-Wert noch über 1, in den restlichen Kantonen sei er leicht gesunken. Die Intensivstationen seien bis zu 73% belegt, so Masserey. Für die grösste Beunruhigung sorgen noch immer die Mutationen. Bisher seinen 288 Fälle von der britischen oder südafrikanischen Mutation entdeckt worden - 253 britisch, 13 südafrikanisch. Die Ansteckungsketten dieser Mutationen müssten unbedingt unterbrochen werden, betont Masserey. Etwa ein Drittel der PCR-Tests könne diese Mutationen entdecken.
Die Impfung schütze vor der Krankheit, so Masserey. Es gehe also darum Hospitalisationen und Todesfälle zu vermeiden, weshalb zuerst ältere Menschen und Risikopatienten geimpft werden. Auch das Gesundheitspersonal soll bald geimpft werden. Schliesslich sollen alle geimpft werden, die das wollen. Seit letzter Woche habe man nun auch der Impfstoff von Moderna. Auch die Informatiktools und Empfehlungen seien erneuert worden. Mann kann sich auf der Website des BAG darüber informieren.
13:46
Point de Presse auf der Fachebene um 14:00 Uhr
Folgende Fachleute werden zur aktuellen Corona-Lage informieren:

- Nora Kronig, Vizedirektorin, Leiterin Abteilung Internationales, Bundesamt für Gesundheit BAG

- Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, Bundesamt für Gesundheit BAG

- Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte

- Valérie Donzel, Leiterin Ressort Regional- und Raumordnungspolitik, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

- Pascal Richoz, Leiter Leistungsbereich Arbeitsbedingungen, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Watson wird live berichten.
13:32
2260 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von 24 Stunden 2260 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 75 neue Todesfälle und 129 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei den PCR-Tests bei 13,4 Prozent und bei den Antigen-Schnelltests bei 11,1 Prozent.

Am Montag waren innerhalb von 72 Stunden 4703 neue Coronavirus-Ansteckungen, 121 neue Todesfälle und 203 Spitaleinweisungen gemeldet worden.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 12,3 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 390,99 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 8. Januar bei 0,81.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 4'048'237 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 502'191 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

20'907 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 8166. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 24'020 Menschen in Isolation und 33'313 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 4720 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

Die Intensivstationen waren mit Stand Montag zu 73,1 Prozent ausgelastet. Dabei waren 34 Prozent der Bettenkapazität mit Covid-19-Kranken belegt. Die Gesamtkapazität der Spitäler war zu 72,5 Prozent ausgeschöpft.

Die höchste Auslastung der Intensivpflegekapazitäten hat mit 100 Prozent der Kanton Glarus. Allerdings gibt es dort lediglich vier Intensivpflege-Betten, die sich je hälftig Covid-19 Patienten und andere Pflegebedürftige teilen. In Uri dagegen sind nur zwei der sechs Betten auf der Intensivstation belegt. (sda)
13:14
Lockdown in Deutschland wird wohl verlängert und verschärft
In Deutschland zeichnet sich vor dem Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Dienstag eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein ab. Über die genauen Verschärfungen herrscht zum Teil aber noch grosse Uneinigkeit.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14.00 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gab es noch Vorgespräche.

Diskutiert wurden unter anderem eine schärfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften. Daneben erwägen Bund und Länder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen. In einer Experten-Anhörung am Montagabend hatten mehrere Wissenschaftler für härtere Lockdown-Massnahmen plädiert. Sie hätten die drohende Gefahr durch das mutierte Virus beschrieben, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
epa08937077 A view of an empty square at the shopping street 'Zeil' in Frankfurt am Main, Germany, 14 January 2021. Due to an increasing number of cases of the COVID-19 pandemic caused by the SARS CoV-2 coronavirus, nationwide restrictions have been introduced to counteract a rise in infections.  EPA/RONALD WITTEK
Die Gesundheitsämter meldeten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen 11 369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Darüber hinaus wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12'802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.
(sda/dpa)
11:47
Corona-Mutation bei zwei Schülern in Cham ZG nachgewiesen
Zwei Primarschüler in Cham ZG haben sich mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt. Die 38 Kinder der betroffenen 4. und 5. Klasse sowie 8 Lehrpersonen sind in Quarantäne und müssen einen Covid-Test machen.

Die Schule sei am Montagabend über die beiden Infektionen orientiert worden, teilte die Gemeinde Cham am Dienstag mit. Die nachgewiesene Virusvariante sei deutlich ansteckender als die bisherigen Virenstämme. Weitere Angaben zu den beiden Infizierten machte die Schule aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Der Kantonsarzt habe empfohlen, den Schulbetrieb für die anderen Klassen in den betroffenen Schulhäusern unter Beachtung der Schutzkonzepte weiterzuführen. Das Rektorat habe zusätzliche Sofortmassnahmen beschlossen. (sda)
11:30
Corona-Krise: Kritik an anfänglichen Massnahmen Chinas und der WHO
Eine unabhängige Untersuchungskommission zum internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert, dass die anfänglichen Massnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu schleppend angelaufen seien.

Die Experten stellten in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht fest, dass China im Januar 2020 stärkere Massnahmen zur Eindämmung des Virus hätte umsetzen können. Zudem hätte die WHO schon vor dem 30. Januar 2020 einen Gesundheitsnotstand ausrufen können.
epa08947928 Workers check the sewage of old tenement building where Covid-19 cases have been confirmed in Jordan, Hong Kong, China, 19 January 2021. The government will step up coronavirus Covid-19 testing in Sham Shui Po, Yau Ma Tei and Jordan amid a rise in infections in the three districts.  EPA/JEROME FAVRE
Die Experten befürchten generell, dass das internationale Frühwarn- und Reaktionssystem derzeit seinen Zweck nicht ordnungsgemäss erfüllen könne. «Es scheint aus einer früheren analogen Ära zu kommen und muss in die digitale Zeit geführt werden», hiess es in dem Bericht.

Die Kommission wird von der früheren Premierministerin Neuseelands Helen Cark und der früheren Präsidentin Liberias Ellen Johnson Sirleaf geleitet. Der Bericht ist ein Zwischenstand der Untersuchungen. Für Mai ist die Präsentation des vollständigen Berichts im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung geplant. Kritik gibt es auch an den Mitgliedsstaaten der WHO. Die Länder würden grosse Erwartungen an die Arbeit der Organisation stellen, aber der WHO nicht genug Macht und finanzielle Mittel einräumen. (sda/dpa)
10:55
Post lieferte wegen Corona über 20 Prozent mehr Pakete
Pflanzen, Monitore, Spielkonsolen: Im Jahr 2020 bestellten viele Menschen wegen des Lockdowns und wegen Homeoffice Waren per Lieferung nach Hause. Für die Schweizerische Post führte dies zu einem Allzeitrekord.

182,7 Millionen Pakete wurden in den vergangenen 12 Monaten verschickt, wie die Schweizerische Post am Dienstag mitteilte. Das sind gegenüber den 148 Millionen Paketen im Vorjahr 23,3 Prozent mehr.

Zwar nimmt die Anzahl der Pakete bei der Post aufgrund des boomenden Online-Handels seit mehreren Jahren zu. Dennoch war der starke Anstieg der Pakete im ersten Corona-Jahr «eine grosse Herausforderung», wie die Post schreibt.

Die Post hat dafür im vergangenen Jahr rund 700 Stellen neu geschaffen: In der Paketverarbeitung in den Sortierzentren, in der Auslieferung mit neuen Pöstlerinnen und Pöstlern oder mit Stellen in der Briefverarbeitung. Dies führte Mediensprecher Oliver Flüeler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus.

Gerade während des Lockdowns im Frühling sowie rund um die Weihnachtszeit wurden zudem rund 800 Personen temporär angestellt. Davon sind weiterhin 500 im Dienst der Post, damit sich die Angestellten ausruhen könnten, wie Flüeler sagte.
10:40
Baselland verordnet Maskentragpflicht ab 10 Jahren
Im Kanton Basel-Landschaft müssen künftig auch Schulkinder ab 10 Jahren wegen der Corona-Pandemie eine Maske tragen. Dies gab die Regierung am Dienstag bekannt.

Begründet wird diese Massnahme in einer Mitteilung mit den steigenden Fallzahlen an den Primarschulen. Zudem verweist die Regierung auf die erste bestätigte Ansteckung mit einer Mutation des neuen Coronavirus im Kanton.

Die Maskentragpflicht für Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Primarschulklasse gilt ab Mittwoch. Die Masken werden den Kindern kostenlos zur Verfügung gestellt. (sda)
10:00
Berner Bordelle weiter offen - Zahl der Prostituierten steigt stark
Archivbild vom 11. Maerz 2008 zeigt eine Prostituierte im Bordell 'Luxor' in Hamburg St. Pauli. Nach 60 Jahren muss das aelteste Hamburger Bordell schliessen. Das "Hotel Luxor" in der Strasse Grosse Freiheit soll wegen Kundenmangels in einem Monat verkauft werden. "Wir verkaufen im April an einen Investor", sagte Bordellchefin Waltraud Mehrer laut "Hamburger Morgenpost". Mit "richtigem Sex" lasse sich im Hamburger Amuesierbezirk St. Pauli "kein grosses Geld mehr machen".  Laut Mehrer hatte das Bordell die besten Zeiten in den 70er Jahren. "In Spitzenzeiten arbeiteten hier zwoelf Frauen, heute sind es nur noch vier", sagte die Chefin, die seit 21 Jahren den Familienbetrieb fuehrt.  (AP Photo/str) **FILE** March 11, 2008 filer shows a prostitute in the  bordello ' Hotel Luxor' in Hamburg, Germany. The oldest bordello in Hamburg's red-light district is shutting down for lack of business, according to newspaper reports published Friday March 14, 2008.  The family-run Hotel Luxor, established in 1948, is being sold to an investor and will close down for good next month, madam Waltraud Mehrer said, according to the Hamburg Morgenpost and Bild newspapers.  She blamed the decline in business on easily available Internet porn, the rise of call-girl services, and "noisy discos and dance clubs" on the same street as her business, the newspapers reported.  (AP Photo/str)
In der Stadt Bern hat die Zahl der Prostituierten innert Kürze stark zugenommen. Grund: Im Kanton Bern sind die Bordelle weiterhin geöffnet, während umliegende Kantone Verbote erlassen haben.

«Wir verzeichnen seit letztem Montag in der Stadt Bern eine Verdoppelung der Personen im Sexgewerbe von rund 90 auf etwa 180», sagte Alexander Ott, Leiter der städtischen Fremdenpolizei, am Dienstag auf Anfrage. Er bestätigte damit eine Meldung der «Berner Zeitung».

Der Bund erlaubt - anders als im ersten Lockdown letzten Frühling - zurzeit den Betrieb von Bordellen, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Um 19 Uhr ist Betriebsschluss. Der Kanton Bern sah keine Anlass, von dieser Regelung abzuweichen. Verbote erlassen haben dagegen etwa die Kantone Zürich, Aargau, Genf, Luzern, Solothurn und Thurgau.

Die unterschiedlichen Regelungen führen zu «interkantonalem Sextourismus», wie die «Berner Zeitung» schreibt. Sie berichtete von einem Saunaclub im Seeland, der am Montagmittag «sehr gut ausgelastet» gewesen sei. Etwa 40 Autos seien vor dem Gebäude gezählt worden.

Die jüngste Entwicklung sei problematisch, sagt der Stadtberner Fremdenpolizei-Chef Ott. Durch die Schliessung der Bordelle in anderen Kantonen hätten viele Prostituierte ihre Unterkunft und ihren Verdienst verloren. Darum wollten sie jetzt bei den Kolleginnen im Kanton Bern leben.

In manchen Etablissements teilen sich plötzlich drei Frauen ein Zimmer und empfangen dort Freier, wie Ott sagte. Das sei nicht nur hygienischen Gründen problematisch. Es sei auch eine Frage der Würde, ob eine Sexarbeiterin ein eigenes Zimmer habe oder dieses mit anderen teile.

Die Stadtberner Behörden verfolgen die Entwicklung und arbeiten dabei eng mit der Fachstelle Xenia zusammen, die sich im Kanton Bern um die Sexarbeitenden kümmert. Unter diesen gehen die Meinungen zu den Vorgaben des Bundes offenbar stark auseinander, wie die «BZ» schreibt.

Manche wünschten sich eine komplette Schliessung, weil es sich nicht lohne, wenn in den Betrieben am Abend nicht gearbeitet werden darf. Andere seien froh, dass sie arbeiten können. (sda)
7:55
Brasilien startet landesweite Corona-Impfkampgne
Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und Astrazeneca hat die brasilianische Regierung ihre landesweite Impfkampagne gestartet. Diese begann in zehn Bundesstaaten, wie das «Jornal Nacional» von «TV Globo» am Montagabend (Ortszeit) berichtete. In Rio de Janeiro etwa bekam die 80-jährige Terezinha da Conceição als erste eine Dosis Impfstoff am Fusse der Christusstatue, einem Postkartenmotiv der Stadt. Zuvor war bereits als erste Frau in Brasilien überhaupt eine 54-Jährige in São Paulo geimpft worden. Der Impfbeginn war von Komplikationen geprägt, auch weil die Regierung in Brasília unter öffentlichem Druck kurzfristig beschlossen hatte, früher als vorgesehen zu starten.

Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, hatte die Notfallzulassungen erst am Sonntag erteilt. Die landesweite Impfung sollte laut Gesundheitsminister Eduardo Pazuello ursprünglich fünf Tage danach beginnen. Brasilien, einem 210-Millionen-Einwohner-Staat, stehen zunächst sechs Millionen Dosen Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac zur Verfügung, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat. Präsident Jair Bolsonaro hatte sich immer wieder verächtlich über den chinesischen Impfstoff geäussert. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca aus Indien zu holen, war zuletzt jedoch gescheitert. Daraufhin erhob die Bolsonaro-Regierung Anspruch auf den Impfstoff von Sinovac.
Bevorzugt geimpft werden unter anderem Mitarbeiter im Gesundheitswesen, über 60-Jährige in Heimen und Indigene in geschützten Gebieten. Brasilien ist einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem grössten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 210 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (sda/dpa)
7:47
Israel verzeichnet Rekorde bei Corona-Impfungen und -Neuinfektionen
In Israel sind in der Corona-Krise Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen registriert worden. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte am Dienstag dem Armeesender, am Vortag seien erstmals mehr als 10'000 neue Fälle gemeldet worden. Die exakten Zahlen des Gesundheitsministeriums lagen zunächst nicht vor. Seit Beginn der Pandemie überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro Tag erst fünf Mal den Wert von 9000, vier Mal davon in der vergangenen Woche.

Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilte, wurden an dem Tag 186'000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Nach Angaben von Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422'000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden. Ende März stehen in dem Land Neuwahlen an. (sda/dpa)
4:18
EU-Kommission: 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer
epa08946255 An elderly person receives a dose of the Pfizer-BioNTech COVID-19 vaccine by a nurse at the vaccination center of Beziers, France 18 January 2021. Countries of the European Union began a vaccine rollout against the coronavirus disease (COVID-19).  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO
Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Den Vorschlag will die Brüsseler Behörde am Dienstag veröffentlichen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab erfuhr. Bis März laute das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

Die Ziele sind nach dpa-Informationen Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll. In Deutschland gibt es darüber eine kritische Diskussion.

Die EU-Kommission will nach dpa-Informationen zwar für ein möglichst genaues und in allen EU-Staaten anerkanntes Impfdokument plädieren. Daraus soll erkennbar sein, wer wann in welchem EU-Staat welchen Impfstoff bekommen hat. Dies soll auch helfen, etwaige Nebenwirkungen zurückzuverfolgen. Ob Geimpfte Vorteile geniessen – zum Beispiel Zugang zu Restaurants und Kinos oder erleichterte Urlaubsreisen – soll jedoch den EU-Staaten überlassen bleiben. (sda/dpa)
1:43
Biden-Sprecherin: Einreisestopp aus Europa wird nicht aufgehoben
State Department spokeswoman Jen Psaki stands in on a meeting in Washington, Friday, Feb. 27, 2015. President-elect Joe Biden will have an all-female communications team at his White House, led by campaign communications director Kate Bedingfield. Jen Psaki will be his press secretary. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)
Jen Psaki
Die Regierung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden will die von Noch-Amtsinhaber Donald Trump verfügte Aufhebung von Einreisestopps unter anderem aus Europa nicht umsetzen. «Auf Anraten unseres medizinischen Teams beabsichtigt die Verwaltung nicht, diese Beschränkungen am 26.1. aufzuheben», teilte die künftige Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter mit.

Trump verwies darauf, dass von diesem Datum an bei allen internationalen Flügen in die USA vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben sei. Psaki teilte mit: «Mit der Verschlimmerung der Pandemie und dem Auftauchen weiterer ansteckender Varianten auf der ganzen Welt ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen für internationale Reisen aufzuheben.» (sda/dpa)
1:34
Trump verfügt Ende von Einreisestopp aus Europa
Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus weiten Teilen Europas in die USA angeordnet. Die Reisebeschränkung werde zum 26. Januar aufgehoben, teilte Trump am Montagabend (Ortszeit) mit. Von diesem Datum an ist bei allen internationalen Flügen in die USA vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben. (sda/dpa)
1:23
Disneyland Paris verschiebt Wiedereröffnung auf April
epa08547272 Visitors wearing protective face masks take a selfie picture in front of the Sleeping Beauty Castle for the official reopening of the Disneyland Paris theme park in Marne-la-Vallee, near Paris, France, 15 July 2020. Disneyland Paris closed on 15 March 2020 due to the coronavirus disease (COVID-19) outbreak.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
Das Disneyland bei Paris bleibt wegen der Corona-Pandemie länger geschlossen als geplant. Die für den 13. Februar vorgesehene Wiedereröffnung sei abgesagt worden, teilte der Freizeitpark am Montag mit. Stattdessen werde nun der 2. April angepeilt.

Aber auch dieses Datum stehe unter Vorbehalt, hiess es mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie. Der Park hatte nach vier Monaten Zwangspause während der ersten Corona-Welle Mitte Juli wieder seine Pforten geöffnet. Ende Oktober musste er aber wieder schliessen.

Disneyland Paris hatte 2015 fast 15 Millionen Besucher verzeichnet, seitdem wurden keine Zahlen mehr mitgeteilt. Der Freizeitpark ist nach eigenen Angaben die grösste private Touristenattraktion in Europa. (sda/afp)
15:53
Tessiner Regierung fordert Schliessung kleiner Grenzübergänge
Die Tessiner Regierung hat den Bundesrat gebeten, an der Südgrenze erneut systematische Kontrollen durchzuführen. Der aktuelle Grenzverkehr überschreite das übliche Mass des Berufsverkehrs, schreibt die Regierung am Montag in einer Mitteilung.
Garde-frontiere et policier effectuent un controle sur un vehicule, lors d'un operation anti-contrebande aux postes frontieres du canton de Geneve avec la collaboration de la police genevoise, ce jeudi 29 octobre 2015 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Auch wenn sich die epidemiologische Lage im Südkanton verbessert habe, sei die Kantonsregierung besorgt, heisst es im Communiqué. Anlass zur Sorge gebe die britische Coronavirus-Mutation, schreibt der Regierungsrat weiter. Diese war in den letzten Tagen zuerst in einem Altersheim und dann an einer Tessiner Mittelschule bestätigt worden. (sda)
15:21
SBB: Weniger Passagiere während Home-Office-Pflicht
Wie die SBB auf ihrer Website berichtet, sei seit der Home-Office-Pflicht heute ein leichter Rückgang im Passagieraufkommen feststellbar gewesen. Der Rückgang während den Hauptverkehrszeiten sei allerdings kleiner als während den Nebenverkehrszeiten.
Bis 2025 wollen die SBB ausschliesslich mit erneuerbarer Energie unterwegs sein. (Archivbild)
Auf einzelnen Zügen herrsche zudem weiterhin eine hohe Nachfrage, beispielsweise dort wo viele Schülerinnen und Schüler unterwegs sind. Genauere Angaben kann die SBB voraussichtlich Mitte Woche machen.

Im Unterschied zur Home-Office-Pflicht im Frühling letzten Jahres, wird der Fahrplan nicht heruntergefahren werden.
Dies sei eine wichtige Dienstleistung für Menschen, die nicht zu Hause arbeiten können und sorge dafür, dass sich die Menschen gut auf die Verkehrsmittel verteilen.

Mehr dazu hier. (saw)
15:15
Norwegen lockert Corona-Massnahmen für Kinder und Jugendliche
Norwegen behält die meisten seiner Corona-Massnahmen bei, lockert aber einige Beschränkungen für Kinder und Jugendliche. Unter anderem können Jüngere im Alter bis zu 20 Jahren nun wieder wie normal zum örtlichen Training oder zu anderen Freizeitaktivitäten gehen – in der Halle oder unter freiem Himmel.

Das gab Ministerpräsidentin Erna Solberg am Montag bekannt. Wettkämpfe sollten dagegen noch nicht wieder stattfinden.
Children play outdoors on recreation equipment, at the ‘Katusha’ kindergarten in the city of Kramatorsk in Donetsk Region. UNICEF, with support from the Government of Japan, has procured school furniture, sports equipment, bed clothes and other items for the kindergarten, which was shelled twice within eight months in 2014 during the hostilities. Windows were blown out and walls and roofs were damaged as a result of the shelling, causing the kindergarten to close temporarily. The school has since been partially repaired. UNICEF has also provided essential hygiene and education supplies for the kindergarten, with support from the European Union and other donors and, with partners, is also supporting psychosocial activities and training for the students and their parents and teachers to address their traumatic experience. An estimated 25 of its 227 students attending the kindergarten are internally displaced.

On 20 June 2015 in Ukraine, an estimated 5 million people, including 1.7 million children, continue to be affected by the country’s continuing conflict, which has destroyed or disrupted essential infrastructure and basic services, leaving affected populations vulnerable and in need of urgent support. More than 1.3 million people, including 168,000 children, have been internally displaced as a result of the hostilities, and 3.2 million people require humanitarian assistance. Heavy shelling and continued insecurity have also placed conflict-affected people and humanitarian actors at risk, hampering the provision of humanitarian aid and disrupting access to essential medicines and health facilities, and to education. Civilian safety remains a serious concern. Children have been most affected by the conflict. UNICEF is supporting health, nutrition, water, sanitation and hygiene (WASH), education, and child protection interventions, including psychosocial support, group counselling, sport and recreational activities, and has appealed for US $55.8 million to p
Auch die ausdrückliche Empfehlung, keinen Besuch im eigenen Heim zu empfangen, fällt nun weg. Das bedeutet, dass die Norweger wieder bis zu fünf Gäste zu Hause begrüssen dürfen. Sie sollten soziale Kontakte aber weiter begrenzen, mahnte Solberg an. Auch wenn es aussehe, dass die Massnahmen Wirkung zeigten, sei die Corona-Lage weiter unsicher. Die meisten privaten Zusammenkünfte und unterschiedliche Veranstaltungen sollten weiterhin verschoben oder abgesagt werden. Der Ausschank von Alkohol gilt weiter als verboten.

Norwegen steht in der Corona-Krise vergleichsweise gut da. Im europäischen Vergleich zählt das skandinavische Land seit langem zu den Staaten mit den niedrigsten Neuinfektionszahlen. (sda/dpa)
14:10
Personal von Rettungsdiensten bei Impfung höher priorisieren
Die Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) fordert, dass Rettungssanitäterinnen und Notärzte möglichst rasch geimpft werden können. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) müsse «umgehend» ein klares und schweizweit einheitliches Vorgehen festlegen.
epa08827429 Members of the Swiss civil protection wearing personal protective equipment disinfect an ambulance dedicated to transporting patients with COVID-19, at the Geneva University Hospitals (HUG), during the coronavirus disease (COVID-19) pandemic, in Geneva, Switzerland, 18 November 2020. Switzerland, as many countries in Europe, requisitioned members of the Civil Protection, the Swiss army and also firefighter to help medical workers in hospitals as cases of Covid-19 patients spike in a second wave of pandemic.  EPA/LAURENT GILLIERON
Das Personal auf den Notfall- und Intensivstationen, in den Covid-Abteilungen, die Mitarbeitenden der Rettungsdienste und andere exponierte Covid-Fachpersonen im Gesundheitswesen seien in ihrem Berufsalltag dem Virus besonders exponiert, schreibt die SGNOR am Montag in einer Mitteilung.

Daher soll sich diese Personengruppe nach den vulnerablen Personen – und sobald mehr Impfstoff zur Verfügung stehe – prioritär impfen können, wenn sie dies wollten, fordert die SGNOR. Derzeit fehle noch eine Strategie für diese «Risikogruppe», es sei kantonal sehr unterschiedlich geregelt, wer wann geimpft werden könne, schreibt die SGNOR. Die GDK müsse eine Lösung ausarbeiten. Solle dies auf kantonaler Ebene nicht möglich sein, müsse der Bund handeln. (sda)
13:35
4703 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von 72 Stunden 4703 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 121 neue Todesfälle und 203 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei den PCR-Tests bei 13,8 Prozent und bei den Antigen-Schnelltests bei 11,7 Prozent.

13:24
Rettungsmediziner fordern einheitliche Regeln für Impfung
Das Gesundheitspersonal in der Schweiz soll nach einheitlichen Kriterien gegen Corona geimpft werden. Das verlangt die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (Sgnor). «Es braucht eine einheitliche Regelung», wird Aristomenis Exadaktylos, Co-Präsident der Sgnor und Chefarzt am Inselspital Bern, zitiert. Das Gesundheitspersonal im ganzen Land soll möglichst rasch Zugang zur Impfung erhalten.

Die Coronaimpfung sei ein wirksames Mittel, um die Zahl schwerer Krankheitsverläufe und Todesfälle zu reduzieren und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, schreibt die Sgnor. Nebst besonders gefährdeten Personen solle darum auch das Gesundheitspersonal möglichst rasch die Möglichkeit zur Impfung erhalten. Leider fehle es an einer Strategie für diese berufliche Risikogruppe, heisst es weiter. (sat/ch media)
12:59
WHO: Bisher erst 25 Impfdosen in armen Ländern gespritzt
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut die gewaltige Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den armen Ländern scharf kritisiert.
Während in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen verabreicht worden seien, liege die Zahl der gespritzten Dosen in den armen Ländern bei gerade einmal 25, sagte der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Sitzung des WHO-Exekutivrates. «Ich muss unverblümt sagen: Die Welt steht am Rand eines katastrophalen moralischen Versagens.»

Die Zahl der bilateralen Verträge reicher Staaten mit den Impfstoffherstellern nehme deutlich zu. Während im vergangenen Jahr 44 solche Kontrakte geschlossen worden seien, seien es in den ersten Tagen 2021 bereits zwölf, sagte Tedros. Diese «Ich-Zuerst-Haltung» gefährde nicht nur die Bevölkerung in den armen Ländern, sondern werde zu einer Verlängerung der Dauer der Pandemie führen, warnte Tedros. Er appellierte an die reichen Länder, die sich viel Impfstoff gesichert hätten, ihre Zusagen einzuhalten und Dosen auch über die internationale Corona-Impfinitiative Covax an die 92 angeschlossenen Länder zu verteilen. (sda/dpa)
12:42
Mutiertes Virus in Bremgarten BE – 120 Schüler in Quarantäne
Zwei Schulkinder aus Bremgarten bei Bern sind nach der Rückkehr aus den Skiferien in Wengen BE positiv auf das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien getestet worden. Nun sind alle Personen, welche in Kontakt zu den Kindern standen, in Quarantäne geschickt worden.

Wie der Bremgartener Gemeindepräsident Andreas Schwab am Montagmittag im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF sagte, sind das 120 Schülerinnen und Schüler der Primarschule und des Kindergartens von Bremgarten. Auch die Familie der beiden Kinder und Kontaktpersonen der Familie befinden sich in Quarantäne.

Die genaue Zahl der insgesamt in Quarantäne geschickten Personen ist laut Schwab noch nicht bekannt. Am vergangenen Freitagnachmittag hatten die Gemeindebehörden vom positiven Coronatest der beiden Kinder erfahren. Sie gehen in die zweite und dritte Klasse. (sda)
10:56
Homeoffice-Pflicht ist auf Strassen bemerkbar
THEMENBILD ZUR SESSION THEMA RECHTSVORBEIFAHREN AUF AUTOBAHN --- Autos sind unterwegs auf der Autobahn A1 in Oftringen im Kanton Aargau, aufgenommen am 25. September 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Kaum noch Staus auf der A1, rund um Zürich und im Raum Bern: Die Homeoffice-Pflicht, die für Pendlerinnen und Pendler seit Montag gilt, macht sich im Strassenverkehr bemerkbar.

An neuralgischen Stellen, etwa am Gubrist bei Zürich, bei Härkingen SO oder auf der A6 bei Bern, hätten sich die Fahrzeuge am Morgen kaum gestaut, sagte Barbara Roelli vom Verkehrsinformationsdienst Viasuisse der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Kurze Staus hätten lediglich Pannen und Unfälle verursacht.

Anders war die Lage allerdings bei den Grenzübergängen, beispielsweise in Basel und Chiasso: Dort gab es nach Angaben von Viasuisse im normalen Rahmen Staus. Die Autofahrerinnen aus Frankreich und Deutschland respektive aus Italien seien im normalen Rahmen Richtung Schweiz gereist, sagte Roelli.

Viele Pendler durften sich am Montagmorgen nicht auf den Weg zur Arbeit machen. Für sie gilt zumindest für die nächsten sechs Wochen eine Homeoffice-Pflicht. Die Arbeitgeber müssen auf Arbeiten zuhause umstellen, wenn es möglich ist und es sich mit verhältnismässigem Aufwand einrichten lässt.
9:41
Massentests in St. Moritz
Ladies wearing protective masks walk on a snowy road, in St. Moritz, Switzerland, Saturday, December 5, 2020. Due to a heavy snowfall and strong wind, the FIS decided to cancel today's women's Super-G race of the FIS Alpine Ski World Cup. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
In beiden Hotels, die in St. Moritz unter Quarantäne gestellt worden sind, ordnete das Gesundheitsamt Massentests an, wie die Staatskanzlei Graubünden am Montagmorgen bekanntgab. Darüber hinaus werden in St. Moritz die Schulen sowie die Skischulen bis auf weiteres geschlossen. Auf dem gesamten Gemeindegebiet besteht neu eine Maskentragpflicht.

Das Bündner Gesundheitsamt ist laut eigenen Angaben besorgt. Die Virusmutation sei deutlich ansteckender als jene Variante, die bisher weltweit vorgeherrscht habe. Die im Oberengadin festgestellte Mutation ist die südafrikanische Variante, wie die Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons auf Anfrage bekannt gab.

Das Gesundheitsamt empfiehlt den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Gästen dringend, auf alle nicht notwendigen Kontakte mit anderen Personen zu verzichten. Die Abstands- und Hygieneregeln seien konsequent einzuhalten.

Das gehäufte Auftreten des mutierten Virus wurde am Sonntagabend in St. Moritz festgestellt. Die Behörden schreiben von rund einem Dutzend Fälle. Die Flächentests für die Bevölkerung der Gemeinde St. Moritz werden am (morgigen) Dienstag durchgeführt.

Dank der aktiven Teststrategie und der Erfahrungen aus den Pilottests vom letzten Dezember sei es dem Gesundheitsamt möglich, rasch gezielt Massnahmen gegen die Ausbreitung des mutierten Virus in St. Moritz umzusetzen, hiess es weiter.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Coronavirus: Was du wissen musst

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