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A man walks past a closed shop of a pilgrim market in Mariazell, Austria, Tuesday, Feb. 23, 2021. The Austrian government has moved to restrict freedom of movement for people, in an effort to slow the onset of the COVID-19 coronavirus. (AP Photo/Ronald Zak)

In Österreich steigen die Corona-Neuinfektionen nach Lockerungen wieder an – so wie vielerorts in Europa. Bild: keystone

In vielen Ländern Europas steigen die Corona-Zahlen wieder an – ein Überblick

Die Schweiz plant für den 1. März erste Lockerungen des aktuellen Shutdowns. Unterdessen steigen die Fallzahlen in vielen europäischen Ländern wieder an.



Die Schweiz wagt am 1. März verschiedene Öffnungsschritte. Die sinkenden Fallzahlen lassen hoffen. Jedoch ist weiter unklar, wie sich der steigende Anteil der verschiedenen Mutationen auswirken wird. Doch dazu später mehr.

Vorerst blicken wir auf die Entwicklungen in einigen europäischen Ländern. So nehmen die Fallzahlen in Spanien, Portugal und Grossbritannien stark ab – allerdings haben diese Länder bereits eine dritte Welle hinter sich.

Ansonsten ist die Tendenz eher zunehmend. In Polen und Ungarn steigen die Fallzahlen in den letzten Tagen gar massiv. So verzeichnete Ungarn beispielsweise in den letzten sieben Tagen knapp 40 Prozent mehr Fälle als in der Vorwoche, in Polen sind es rund deren 25 Prozent.

Auch unser Nachbar Österreich verzeichnete innert einer Woche 17 Prozent mehr Neuansteckungen als in der Vorwoche. Dazu beigetragen haben womöglich auch die ersten Lockerungen für Geschäfte, Schulen und Museen nach einem sechswöchigen Lockdown Mitte Februar.

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Ebenfalls wieder mindestens 10 Prozent mehr Infektionen als in der Vorwoche verzeichneten die skandinavischen Länder sowie die Niederlande und Belgien.

Zu beachten gilt: Da mit Nachmeldungen zu rechnen ist, bewegen sich Länder wie Deutschland, Italien oder Frankreich, die aktuell leicht abnehmend sind, wohl eher auf unverändertem oder steigendem Niveau.

Zeigt Dänemark, wohin unsere Entwicklung geht?

Für die Situation in der Schweiz ist ein Vergleich mit Dänemark interessant. Mit rund 60 Prozent Anteil ist die britische Mutation in etwa gleich dominant wie bei uns.

Weil im Land fast flächendeckend untersucht wird, welche Variante hinter einer Infektion steckt, haben die Forscher ein relativ genaues Bild der Lage. Dabei zeigt sich: Der jetzige Lockdown reicht dabei, um die Fallzahlen mit der ursprünglichen Variante zu senken, aber: Dort, wo die britische Variante dominant ist, stagnieren die Zahlen oder steigen.

Dänemark kündigt unlängst eine Lockerung ab 1. März an, allerdings ging man nicht so weit wie die Schweiz. Neben der weitgehenden Öffnung des Einzelhandels sieht der Plan unter anderem auch vor, dass Kultureinrichtungen unter freiem Himmel wie Zoos und Freizeitparks wieder Besucher empfangen dürfen – aber nur, wenn diese einen negativen Corona-Test vorweisen können.

In den letzten sieben Tagen wurden in Dänemark rund vier Prozent mehr Neuinfektionen als in der Woche zuvor registriert. Noch ist es zu früh, um zu beurteilen, ob der Anstieg mit den Lockerungen oder der zunehmenden Verbreitung der britischen Variante zusammenhängt.

So sieht es in der Schweiz aus

In der Schweiz nahmen die Fallzahlen in den letzten sieben Tagen im Vergleich mit der Vorwoche um rund 18 Prozent ab. Das sind positive Nachrichten. Weiterhin sind die Neuinfektionen pro 100'000 in den welschen Kantonen deutlich höher als in der restlichen Schweiz. Noch sind die Zahlen aber auch dort tendenziell abnehmend. Eine zunehmende Tendenz im 7-Tagesschnitt gab es einzig im Kanton Neuenburg.

Wie eingangs erwähnt, bereitet aber die Verbreitung der Mutation Sorgen. An der Pressekonferenz am Mittwoch hielt Gesundheitsminister Alain Berset fest, dass «die Mutationen 60 Prozent aller positiven Fälle ausmachen». Trotzdem seien die Lockerungen richtig und wichtig. Man müsse dabei versuchen, die Kontrolle über die Pandemie zu behalten.

Ob die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden, falls sich eine dritte Welle ankündigt, konnte Berset nicht beantworten: «Schwierig zu sagen. Wir werden die Situation anschauen, wir gehen ein gewisses Risiko ein, das ist klar. Die Situation jetzt ist sicher nicht mehr dieselbe wie letztes Jahr, das hat auch zu tun mit den Impfungen. Wie wir reagieren werden, sollten die Zahlen wieder steigen, kann man momentan noch nicht sagen.»

Fürs Erste gilt es, die nächsten Tage abzuwarten. Die neu gemeldeten Fallzahlen lagen die letzten beide Tage wieder über dem Wert von vor einer Woche. Ob sich diese Entwicklung bestätigt, werden wir bald sehen.

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