DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
PSG's Neymar, right, challenges for the ball with Bayern's Leroy Sane, center, and Bayern's Joshua Kimmich, left, during the Champions League, second leg, quarterfinal soccer match between Paris Saint Germain and Bayern Munich at the Parc des Princes stadium, in Paris, France, Tuesday, April 13, 2021. (AP Photo/Francois Mori)

Zwischen PSG und Bayern kam die Auswärtstorregel in der Champions League zum letzten Mal zum Einsatz. Nach dem 3:2-Sieg in München erreichten Neymar (r.) & Co. das Halbfinale trotz der 0:1-Niederlage im eigenen Stadion. Bild: keystone

Kleine Revolution in der Champions League: Die UEFA schafft die Auswärtstor-Regel ab



Die Auswärtstorregel wird in allen Klubwettbewerben der UEFA ab der Saison 2021/22 abgeschafft. Dies teilte der europäische Fussballverband am Donnerstag mit. Für die K.o.-Runden unter anderem der Champions League bedeutet das, dass bei Torgleichstand nach Hin- und Rückspiel auf jeden Fall eine Verlängerung folgt.

Bisher galt in allen Serien mit Hin- und Rückspiel: Wenn beide Teams nach den zwei Spielen gleich viele Tore geschossen haben, kommt das Team weiter, das mehr Auswärtstore erzielt hat. Nur wenn beide Partien mit dem gleichen Resultat endeten, folgte eine Verlängerung. Das wird sich ab der nächsten Saison ändern – ab dann werden die auswärts geschossenen Tore keinen Einfluss mehr haben. Die Regeländerung betrifft neben der Champions League und der Europa League auch die neu gegründete Conference League.

Aleksander Ceferin File Photo File photo dated 03-12-2018 of UEFA President Aleksander Ceferin during the UEFA Nations League Finals draw at the Shelbourne Hotel, Dublin. Issue date: Wednesday May 12, 2021. FILE PHOTO PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xNiallxCarsonx 59726215

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Bild: imago images/PA Images

Die UEFA begründet den Entscheid damit, dass der Nachteil bei Auswärtsspielen gegenüber dem Heimteam nicht mehr so gross ist wie bei der Einführung der Regel im Jahr 1965. Der Trend zeigt, dass das Verhältnis zwischen Heim- und Auswärtssiegen immer ausgeglichener wird. Gewannen die Heimteams in der Mitte der 1970er-Jahre noch über 60 Prozent der Spiele, seien es nun nur noch etwa 47 Prozent, während der Anteil an Auswärtssiegen von 19 auf 30 Prozent anstieg.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sagt über die Entscheidung: «Der Heimvorteil ist nicht mehr so signifikant wie früher. Das Exekutivkomitee der UEFA hat die richtige Entscheidung getroffen.» Der Einfluss der Regel widerspreche heutzutage ihrem eigentlichen Motiv. Sie halte Heimteams davon ab, anzugreifen, da sie Angst vor einem Gegentor haben, das dem Gegner einen grossen Vorteil schaffen würde. Zudem sei die Regel in Verlängerungen unfair. Das Heimteam bräuchte im Falle eines Gegentors zwei Treffer, um ein Ausscheiden zu verhindern.

Die Reaktionen fallen überwiegend positiv aus. Die Auswärtstorregel sei nicht mehr zeitgemäss und die zusätzliche Spannung durch mehr Verlängerungen und Elfmeterschiessen wird begrüsst.

Dennoch gibt es auch einige kritische Stimmen. Die Auswärtstorregel habe ihren Sinn gehabt und es sorge nicht unbedingt für mehr Spannung in den Spielen, da es den Gästen den Anreiz nimmt, offensiv zu spielen.

(nih)


DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

1 / 31
Alle Champions-League-Sieger seit 1993
quelle: keystone / susana vera
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wenn im Büro nur noch die EM regiert

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel