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epa08771321 Bayern's Robert Lewandowski celebrates after scoring during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and Eintracht Frankfurt, in Munich, Germany, 24 October 2020.  EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS / POOL (DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video)

Gleich drei Mal trifft Lewandowski gegen Frankfurt. Bild: keystone

Fast drei Mal so gefährlich wie ganz Schalke – Lewandowski verblüfft mit Traumstart

Fünf Spiele, zehn Tore. Robert Lewandowski stellt früh in der neuen Bundesliga-Saison bereits neue Rekorde auf. Die besten Zahlen und Reaktionen zum Traumstart des polnischen Super-Knipsers.



Es scheint, als hätte es Robert Lewandowski persönlich genommen, dass die Verleihung des Ballon d'Or, bei der er Topfavorit gewesen wäre, in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt wurde. Denn man hätte es fast nicht für möglich gehalten, aber der Torjäger des FC Bayern München ist fast noch besser in die neue Saison gestartet, als er die letzte aufgehört hatte.

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Die Highlights vom 5:0 der Bayern gegen Fankfurt (Link klicken, um auf YouTube zu gelangen). Video: YouTube/DAZN Bundesliga

Gegen Eintracht Frankfurt (5:0) erzielte er einen perfekten Hattrick. Das heisst, er erzielte ein Tor mit dem rechten Fuss, eines mit dem linken Fuss und eines mit dem Kopf. Nach fünf Spielen hat der 32-jährige Pole bereits unfassbare zehn Treffer auf dem Konto. Noch nie in der Geschichte der Bundesliga, hat ein Spieler diese Marke so schnell geknackt. «Nicht so wichtig», meinte Lewandowski nach der Partie zu seinem nächsten Rekord.

«Er ist noch einmal auf einem anderen Level.»

Jérôme Boateng über Robert Lewandowski

Lobende Worte fanden dagegen Trainer und Mitspieler. «Er macht im Moment fast aus jeder Chance ein Tor», sagte beispielsweise Coach Hansi Flick. Jérôme Boateng ergänzt: «Er hat einfach alles: links, rechts, Kopfball. Das haben wir früher schon zu spüren bekommen, als er noch bei Dortmund war. Aber jetzt ist er noch mal auf einem anderen Level. Das macht ihn zum besten Stürmer der Welt.»

Dagegen lässt sich momentan schlecht argumentieren. Ein beispielhafter Blick in die Analytics zeigt folgendes: Aufgrund seiner bisherigen Leistung hätte Lewandowski diese Saison laut Expected Goals bislang 7,44 Tore erzielen sollen. Mit seinen zehn Treffern ist er also sogar noch am überperformen.

Doch wie krass diese 7,44 zu erwartende Tore in fünf Spielen sind, zeigt sich, wenn man sie mit dem Rest der Liga vergleicht. So haben elf Klubs bislang einen tieferen Expected-Goals-Wert zu verzeichnen. Was schlicht und einfach bedeutet: Lewandowski ist torgefährlicher als beispielsweise die gesamte Mannschaft von Hoffenheim, Freiburg oder Bayer Leverkusen.

Am extremsten ist der Unterschied zu Schalke. Die Gelsenkirchener haben diese Saison erst zwei Tore auf dem Konto und einen Expected-Goals-Wert von 2,57. Lewandowski ist also beinahe dreimal so torgefährlich wie die ganze Mannschaft von Schalke 04.

Wie kommt es, dass der Stürmer mit mittlerweile 32 Jahren nochmals eine derartige Schippe drauflegen konnte? Vieles scheint mit Trainer Hans Flick zusammenzuhängen. In dessen System ist Lewandowski im Gegensatz zu früher bereit, auch ohne Ball viel Laufarbeit zu leisten, was zu noch mehr Chancen für ihn und auch die Bayern führt. Das Resultat: 49 Torbeteiligungen im Kalenderjahr 2020 für den Polen. Zum Vergleich: Lionel Messi kommt auf 36, Cristiano Ronaldo auf 35 und Kylian Mbappé auf 31.

Und noch etwas scheint sich bei Lewandowski verändert zu haben. Er ist bereit, mit seinen Kräften haushälterisch umzugehen. Grenzte es bislang fast an Majestätsbeleidigung, den Stürmer vorzeitig aus dem Spiel zu nehmen, ging er gegen Frankfurt in der Pause von sich aus auf Flick zu. «Robert hat sich angemeldet, dass er heute mal ausgewechselt werden will. Das ist eine Neuigkeit, die es vorher noch nicht gegeben hat ...», sagte der Trainer nach der Partie.

Es scheint nur logisch, dass Lewandowski in dieser Saison der grossen Unsicherheiten und des vollgestopften Kalenders sich auch mal eine Pause gönnt. So machte er gegen Frankfurt nach 68 Minuten Eric Maxim Choupo-Moting Platz. «Eine halbe Stunde weniger zu spielen, bedeutet viel, wenn du alle drei Tage spielst und die Höchstleistung halten willst», erklärte der Super-Knipser seinen Entscheid.

Morgen Dienstag steht nämlich bereits das nächste Spiel an – auswärts in der Champions League gegen Lokomotiv Moskau. Und natürlich will ein Robert Lewandowski in Topform auch dort wieder treffen.

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