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Auch Tiefgefrorenes kann verderben. Bild: Shutterstock

Auch Tiefkühlkost läuft ab: So lange sind diese Lebensmittel haltbar

Viele glauben, dass Lebensmittel im Froster nicht verderben können. Doch auch Tiefgefrorenes können sie nicht unbegrenzt geniessen. Wie lange sind Pommes, Pizza und Fleisch haltbar?



Ein Artikel von

T-Online

Besonders dann, wenn du eine grosse Tiefkühltruhe hast, findest du sicherlich das eine oder andere Lebensmittel aus längst vergangener Zeit wieder. Vieles ist noch geniessbar, bei einigen Speisen solltest du jedoch vorsichtig sein.

Tiefkühlkost aus dem Supermarkt 

Wie lange Tiefkühlkost aus dem Supermarkt haltbar ist, gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung an. Doch das gilt nur, wenn die Produkte durchgehend gefroren waren. Bemerkst du Veränderungen in Geruch oder Aussehen, ist es ratsam, dass du die betroffenen Stellen abschneidest und das Gericht vor dem Essen gut erhitzt.

Verdorben ist die Tiefkühlkost deshalb aber nicht. Das gilt auch, wenn das Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. «Ist die Mindesthaltbarkeit überschritten, leidet die Qualität. Zum Beispiel verliert das Gericht an Geschmack und Vitaminen. Essen kann man es aber trotzdem», sagt Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung .

Verdorbene Pommes bleiben labberig

Tiefgefrorene Pizza ist in der Regel zwölf Monate haltbar. Wer sie später verzehrt, muss mit schlechtem Geschmack rechnen. So ist der Rand trocken und wird im Backofen nicht mehr richtig braun. Ausserdem schmeckt der Belag ranzig.

Noch länger als Pizza sind Pommes aus der Kühltruhe haltbar: Nämlich bis zu 18 Monate. Ob die Kartoffelstäbchen zu lange in der Tiefkühltruhe lagen, zeigt sich im Backofen: Denn alte Fritten bleiben labberig.

Hackfleisch und Wurst verdirbt schneller

Doch wie lange kann man Selbstgekochtes oder frische Lebensmittel in der Tiefkühltruhe lagern? «Fertig gekochte Speisen, wie etwa Sossen, halten tiefgekühlt drei Monate», sagt Gahl. Beim Einfrieren von Fleisch ist zu beachten, dass nicht alle Sorten gleich lange haltbar sind. So bleibt Geflügel acht bis zehn Monate lang frisch, Hackfleisch oder Würste verderben hingegen nach ein bis drei Monaten.

Am längsten kann man einen Braten tieffrieren: Im Froster hält er sich bis zu zwölf Monate. Die Farbe des Fleischs verrät, ob es noch geniessbar ist: Zeigen sich dunkle Flecken, schmeckt das Fleisch ranzig oder ledrig. Als Faustregel gilt: Je fetter das Fleisch, desto kürzer seine Haltbarkeit .

Frisches Fleisch: Kühlkette nicht unterbrechen 

Wenn du tiefgefrorenes Fleisch im Supermarkt gekauft hast, musst du darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Dann gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung.

Frierst du Fleisch selbst ein, hält es sich einen bis zwölf Monate in der Gefriertruhe, je nach Fleischsorte. Dazu gibt es eine Richtlinien-Tabelle:

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Wie lange ist tiefgefrorener Fisch haltbar?

Fisch ist tiefgekühlt maximal vier Monate haltbar. Liegt er länger im Froster, macht sich intensiver Fischgeruch bemerkbar. Geschmackliche Einbussen gibt es vor allem bei Fischsorten mit hohem Fettanteil. So haben Lachs oder Forelle einen ranzigen Beigeschmack.

Doch es gibt auch Ausnahmen. So sind Fischstäbchen auch noch nach zwölf Monaten in der Kühltruhe geniessbar. Wartet man allerdings länger mit dem Verzehr, wird das Fett alt und die Fischstäbchen schmecken nicht mehr frisch.

Auch Krebse und Weichtiere wie Austern, Garnelen, Krabben oder Schnecken lassen sich einfrieren. Austern müssen dafür beispielsweise gegart, aus der Schale gelöst und portionsweise verpackt werden.  

Bei Obst und Gemüse auf Flecken achten

Wer Obst und Gemüse in die Kühltruhe legt, kann sich mit dem Verzehr Zeit lassen. «Viele Sorten, zum Beispiel Bohnen , Blumenkohl und Brokkoli, halten sich gekühlt bis zu zwölf Monate», sagt Gahl. Generell gilt: Gemüse hält sich am besten, wenn es vor dem Einfrieren kurz blanchiert wird. Obst hingegen solltest du am besten vorgefrieren, damit die einzelnen Produkte nicht aneinanderkleben. Dazu legt man beispielsweise die einzelnen Beeren auf ein Tablett bis sie durchgefroren sind. Beerenobst wird ausserdem nach dem Auftauen weniger matschig, wenn man zuvor etwas Zucker hinzugibt.

Ob tiefgekühltes Gemüse schon verdorben ist, erkennt man an weissen oder rotbraunen Verfärbungen – es sollte dann besser weggeworfen werden. Ausserdem macht sich eine zu lange Lagerung in der Tiefkühltruhe spätestens im Kochtopf bemerkbar: Das Gemüse wird matschig. Bei Kräutern, die länger als ein Jahr tiefgefroren sind, gehen die ätherischen Öle verloren.

Schlechtes Eis schmeckt nach Gummi

Die Haltbarkeit von Milchprodukten variiert stark. Je nach Sorte können die Lebensmittel zwischen zwei und zwölf Monaten eingefroren werden. Eis beispielsweise hält sich bis zu einem Jahr.

Wird es vorher schlecht, merkt man das an der gummiartigen Schicht oben auf dem Eis. Butter ist tiefgekühlt sechs bis acht Monate haltbar. Wer sie länger einfriert, erkennt am ranzigen Geruch der aufgetauten Butter, dass sie schlecht ist.

Haltbarkeit von tiefgefrorenen Brot- und Teigwaren

Brot sollte nur kurz eingefroren werden. Denn wenn es länger als drei Monate in der Tiefkühltruhe liegt, bilden sich auf Teig und Kruste unappetitliche weisse Flecken. Am besten verpackt man das Brot im Ganzen oder in Scheiben portionsweise. Brötchen sollte man nur ganz frisch verpacken und ebenfalls nach ein bis drei Monaten verbrauchen.

Auch roher Teig lässt sich einfrieren. Am besten eignet sich Blätterteig, der eingefroren etwa vier bis sechs Monate hält. Hefeteig und Pizzateig sind etwa ein bis zwei Monate im Gefrierschrank lagerbar, Mürbeteig zwei bis drei Monate. 

Auch bestimmte Kuchen- und Tortensorten bleiben einige Zeit im Gefrierschrank frisch. Buttercremetorte hält sich beispielsweise ein bis sechs Monate, Hefekuchen ein bis zwei Monate und Rührkuchen sogar bis zu vier Monate. 

Welche Lebensmittel sollte man nicht einfrieren?

Es gibt auch eine ganze Reihe an Lebensmitteln, die im Gefrierschrank nicht länger haltbar werden, sondern schnell verderben, ihre Konsistenz oder ihren Geschmack verändern. 

Wie entsteht Gefrierbrand?

Auch im gefrorenen Zustand können Lebensmittel austrocknen. Das zeigt sich dann im sogenannten Gefrierbrand. Er ist erkennbar an einer weissen oder bräunlich-roten Verfärbung auf dem Lebensmittel.

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Bild: Shutterstock

Kommen die Produkte beim Gefrieren mit Luft in Kontakt, weil die Verpackung beispielsweise beschädigt ist, kann ein solcher Gefrierbrand entstehen. Aber auch stark schwankende Lagertemperaturen sorgen für die trockenen Stellen. Die Lebensmittel sind deshalb zwar nicht verdorben, können aber zäh und ledrig werden.

(jlu/t-online/sms)

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