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Im Sommer sind wir alle geimpft? Warum unser Ziel in Gefahr ist – in 4 Punkten

Einst sorgte die Aussicht auf eine Impfung gegen das Corona-Virus für Hoffnung und Optimismus. Jetzt dominiert vor allem ein Gefühl: Frustration.



Gemäss Impfplan sollte die Schweiz bis Ende Juni durchgeimpft sein. Auch wenn BAG-Impfchefin Nora Kronig an diesem Ziel festhalten will – die Zeit drängt. Und die Aussichten auf Erfolg sind derzeit eher düster – aus folgenden Gründen:

Harziger Impfstart

Seinen Ursprung findet das Problem wohl im späten Import von Impfstoffen. Erst mit dem entsprechenden Bundesratsbeschluss sei es möglich gewesen, noch nicht zugelassenen Impfstoff zu importieren, berichtet der Blick. Das war am 18. Dezember.

Und auch als die Impfdosen schliesslich zur Verfügung standen, verlief der Impfauftakt harzig. Auf die Schwierigkeiten bei der Terminanmeldung im IT-Impf-Tool folgte sowohl eine schleppende Umsetzung in den Kantonen als auch eine Knappheit an vorhandenen Impfdosen.

A pharmacist fills a dead volume syringe with the Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine at a pop-up COVID-19 vaccination site at St. Luke's Episcopal Church, Tuesday, Jan. 26, 2021, in the Bronx borough of New York. (AP Photo/Mary Altaffer)

In der Schweiz macht sich Frustration über die laufende Impfkampagne breit. Bild: keystone

Lieferverzögerung Biontech/Pfizer

Die Lieferung vom Biontech/Pfizer-Impfstoff hat Verzögerung. Aufgrund von Anpassungen in einem belgischen Produktionswerk könne nicht die zugesagte Menge an Impfdosen geliefert werden, gab der Impfhersteller Biontech/Pfizer am 15.01.21 bekannt. Am 18. Januar traf die Impflieferung ein, allerdings in einem kleineren Umfang, was in diversen Kantonen bereits zu Impfverschiebungen geführt hat.

Lieferverzögerung AstraZeneca

Noch ist der Impfstoff vom Hersteller AstraZeneca in der Schweiz (und vielen anderen europäischen Ländern) nicht zugelassen, dennoch hat sowohl die EU als auch die Schweiz grosse Hoffnung auf das Impfpräparat gesetzt. Am vergangenen Freitag dann der nächste Dämpfer: AstraZeneca wird die EU mit weniger Impfdosen beliefern als abgemacht. In welchem Ausmass die Schweiz von dieser Lieferverzögerung betroffen ist, bleibt noch unklar.

Späte Beschaffung von Impfstoffen

Die Schweiz zahle jetzt einen Preis dafür, dass sie bei den Verhandlungen mit verschiedenen Entwicklern teilweise zögerlich und abwartend agiert hatte, schreibt die NZZ und zitiert Interpharma-Geschäftsführer René Buholzer: «Die Schweiz wäre gut beraten, nun mit Hochdruck auf verschiedene Impfstoffkandidaten und -technologien zu setzen.» So sollten beispielsweise Impfstoffe, die bei Swissmedic im rollenden Zulassungsverfahren seien, bereits beschaffen werden.

In einem solchen Verfahren befindet sich zurzeit der Impfstoff von Johnson & Johnson. Nebst der einfacheren Lagerung in Kühlschränken über mehrere Monate und nur einer benötigten Impfdosis gilt der Impfstoff als grosser Hoffnungsträger für eine unkomplizierte Impfplanung. (saw)

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