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David Wagner, deutsch-US-amerikanischer Doppelbuerger wird den Medien als neuer YB Trainer vorgestellt, am Montag, 14. Juni 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

David Wagner absolvierte heute seinen ersten Auftritt als neuer YB-Trainer. Bild: keystone

YB-Trainer David Wagner: «Für mich kommt es auf die Menschen an»

Morgen Dienstag wird der neue YB-Coach David Wagner zum ersten Mal seine neue Mannschaft trainieren. Den ersten offiziellen Termin in Bern hatte der 49-jährige Deutsche aber schon heute: Gemeinsam mit Sportchef Christoph Spycher erzählte er, wie es zum Engagement gekommen ist und wie YB in Zukunft spielen will.



YB Sportchef Spycher über ...

... das Engagement von Wagner

«Wir haben in den persönlichen Gesprächen schnell gemerkt, dass Dave neben seiner fachlichen Kompetenz auch als Persönlichkeit gut zu uns passt. Wir haben bewusst keine Kopie von Gerardo Seoane geholt, wie wir damals keine Kopie von Adi Hütter geholt haben.»

... die Anforderungen an Wagner:

«Es gibt ein paar Punkte, die ein YB-Trainer mitbringen muss. Der Teamgedanke steht bei uns immer im Vordergrund, ausserdem die Weiterentwicklung des Nachwuchses. Ein ganz wichtiger Punkt waren die Auskünfte, die wir über Dave eingeholt haben. Er ist ein Trainer, der viel von seinen Spielern fordert. Und ich wollte auf keinen Fall, dass die Spieler nach vier Titeln in Serie in eine Komfortzone fallen. »

... was den Ausschlag für Wagner gegeben hat:

«Die Trainersuche war eine sehr intensive und spannende Zeit. Es war ähnlich wie vor drei Jahren, wir hatten keine klare Vorstellung, ob wir einen jungen oder einen erfahrenen Trainer wollen. Wichtig waren am Ende die persönlichen Gespräche. Dort kam immer wieder das Fordernde heraus und das hat am Ende gepasst wie die Faust aufs Auge.»

... die «Fremd-Verkündung» des neuen Trainers:

«Dass die Verkündung aus West Bromwich kam, können wir nicht beeinflussen. Das ist halt die Dynamik, die das Fussballgeschäft mit sich bringt. Wir mussten um ihn kämpfen und sind sehr zufrieden, die Verpflichtung abgeschlossen zu haben.»

YB-Trainer Wagner über ...

... die Verhandlungen mit YB:

«Ich möchte mich bei Christoph Spycher für das Vertrauen bedanken. Wir hatten intensive, ehrliche und klare Gespräche. Für mich war klar, dass die nächste Aufgabe, die ich übernehmen möchte, eine Aufgabe sein soll, wo ein Teamgedanke dahinter steht. Für mich kommt es auf die Menschen an. Die Gemeinsamkeiten waren in mehreren Gesprächen, die wir geführt haben, sofort da.»

... die Ziele mit YB:

«Wenn du zu einem Verein kommst, der viermal in Serie Meister geworden ist, ist klar, was die Aufgabe ist. Es ist aber auch klar, dass die Aufgabe nicht einfacher wird, denn die Gegner wollen ja auch, dass diese Serie bald aufhört.»

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Interviews mit dem neuen YB-Trainer David Wagner und Sportchef Christoph Spycher. Video: YouTube/BSC Young Boys

... sein Bezug zum Schweizer Fussball:

«Vom Schweizer Fussball weiss ich genau das, was ich wissen muss. Ich weiss natürlich nicht so viel wie ein Insider der Schweizer Liga, aber dafür habe ich ja meinen Staff. Manchmal ist auch förderlich, eine neue Sache unwissend anzugehen. Bevor ich beispielsweise nach England ging, wusste ich auch nichts. Ich weiss aber nicht nichts. Ich weiss viel über meine Mannschaft und ich glaube, dass ich gut vorbereitet bin, die Sache gut angehen zu können.»

... seine Art, Fussball spielen zu lassen:

«Ich stehe dafür, dass wir uns immer unabhängig vom Gegner gemacht haben. Es ging in allererster Linie um unser Spiel, um Aktivität, Energie, Aggressivität, Umschaltmomente und Tempowechsel. Das ist der Spielstil, der mir gefällt. Dieses zurückhaltende, passive Spiel ist nichts für mich. Aber es gibt nicht gut oder schlecht. Das ist einfach das, was mir gefällt, was ich bei YB anstrebe. Es gibt zwei Impulse: Was du tust, wenn du den Ball verlierst, und was du tust, wenn du den Ball gewinnst.»

Christoph Spycher, Sportchef, Albert Staudenmann, Medien und David Wagner, deutsch-US-amerikanischer Doppelbuerger, neuer YB Trainer, von links, schreiten zu einer Medienkonferenz, am Montag, 14. Juni 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

David Wagner marschiert im Wankdorf ein. Bild: keystone

... was für ihn den Ausschlag für YB gegeben hat:

«Über andere Klubs (West Bromwich, Anm. d. Red.) möchte ich hier gar nicht sprechen. Das verbietet schon der Respekt. Für mich waren die Menschen sehr wichtig. Dass man sich auf sie verlassen kann und dass an gemeinsamen Zielen gearbeitet wird. Überall dort, wo ich gute Arbeit geleistet habe, war das der Fall. Am Ende war die Entscheidung für YB alternativlos.»

... seine Vorgänger Adi Hütter und Gerardo Seoane:

«Ich hatte mit meinen beiden Vorgängern Kontakt und weiss, dass sie hier sehr lange und glücklich gearbeitet haben. Natürlich ist es wünschenswert, auf beiden Seiten Kontinuität zu haben. Das strebe ich hier auch an.»

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Die komplette Pressekonferenz zum Nachschauen: Video: YouTube/BSC Young Boys

... sein missglücktes Schalke-Abenteuer:

«Die Schalke-Story ist jetzt schon genug erzählt und gehört der Vergangenheit an. Es ist vollkommen Wurst, was du in der Vergangenheit erreicht hast. Es geht nur darum, die Zukunft zu gestalten und in der Gegenwart stark zu sein. Und das werden wir ab morgen anpacken.»

... den Vergleich mit Jürgen Klopp:

«Das ist jetzt wahrscheinlich eine langweilige Antwort: Jürgen ist mein Freund und wir sprechen natürlich stundenlang über Fussball. Es ist so, dass wir einen ähnlichen Spielstil verfolgen, und er macht das mit Liverpool bei einem der besten Vereine der Welt.»

Bild

In Mainz und Dortmund Weggefährten: David Wagner und Jürgen Klopp. Bild: imago sportfotodienst

... sein Schweizerdeutsch:

«Mit Schweizerdeutsch kann ich noch nicht dienen. Ich werde mich aber bemühen, Schweizerdeutsch zu verstehen und auch zu sprechen. Mein Bezug zur Schweiz ist wie für viele andere auch der Skiurlaub. Meine Familie und ich sind passionierte Skifahrer. Aber das ist nicht, warum ich hier bin. Es geht um YB und darum, weiterhin erfolgreich Fussball zu spielen.»

... was er der Mannschaft beim ersten Training sagen wird:

«Das kann ich Ihnen doch hier nicht sagen. (lacht) Ich werde auf jeden Fall jeden herzlich begrüssen und jedem eine tolle Saison wünschen.»

(pre)

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quelle: keystone / patrick b. kraemer
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