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Blick in den Bahnhof Luzern, aufgenommen am Montag, 18. Januar 2021. Aufgrund der anhaltenden Krise um die Pandemie des Coronavirus, wurden ab Montag die Massnahmen zur Eindaemmung der Verbreitung des Virus verstaerkt. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Bahnhof Luzern am 18. Januar. So wenig Personen sieht man da in normalen Zeiten selten. Bild: keystone

Neuste Bewegungszahlen der Schweiz zeigen, wie sehr wir heruntergefahren haben

Seit dem 18. Januar gelten in der Schweiz wieder stärkere Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Doch wie wirken sich diese aus? Hier gibt es den Überblick.



Per 18. Januar gilt in der Schweiz eine Homeoffice-Pflicht, sofern diese umsetzbar ist. Das Ziel ist klar: Die Bewegungen der Bevölkerung einschränken und so die Kontakte minimieren. So soll das Coronavirus – und vor allem dessen Mutationen – an der Verbreitung gehindert werden.

Im ersten Lockdown ab dem 16. März nahm die Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer massiv ab. So sank der Mittelwert der Tagesdistanzen von rund 40 Kilometern auf unter 20. Im Sommer erreichte der Wert dann wieder denjenigen von vor dem 1. Lockdown. Mit den Massnahmen des Bundesrates vom 28. Oktober (u.a. höchstens vier Personen pro Tisch im Restaurant, Veranstaltungen über 50 Personen nicht erlaubt, private Treffen mit maximal 10 Personen, sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen verboten) nahm die Mobilität wieder ab, hielt sich aber dann auch in der Folge (und weiteren Einschränkungen) bei durchschnittlich rund 30 Kilometern pro Tag.

Jetzt hat Intervista das erste Mobilitäts-Monitoring nach den strikteren Massnahmen am 18. Januar (u.a. Homeoffice-Pflicht, Läden des nicht täglichen Bedarfs geschlossen, private Treffen mit maximal 5 Personen) veröffentlicht. Das sind die Resultate für die Woche vom 18. bis 24. Januar.

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Totale Distanzen veränderten sich kaum

Tagesdistanzen und –radienin der Schweiz

Bei den täglichen Tagesdistanzen und -radien gab es seit den verstärkten Massnahmen keine Änderung nach unten. Im Gegenteil, der Mittelwert der Tagesdistanzen zeigt im 7-Tages-Schnitt gar ganz leicht nach oben.

Weniger ÖV, mehr zu Fuss

Relative Entwicklung Verkehrsmittelnutzung

Bei den Entwicklungen der Verkehrsmittel zeigt sich: Die Einwohner der Schweiz sind häufiger zu Fuss oder Velo unterwegs, auch das Auto nahm leicht zu, wogegen die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs minim abnahm.

Mehr für die Freizeit unterwegs, weniger für die Arbeit

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Überraschend ist die Entwicklung nach dem Mobilitätszweck: Für Freizeit stiegen die Tagesdistanzen seit dem 18. Januar an, während sie bei der Arbeit und beim Einkaufen leicht abnahmen.

Weniger Pendlerströme

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Immerhin scheint das die Homeoffice-Pflicht in einigen Firmen umgesetzt zu werden. Die Abnahme seit dem 18. Januar ist doch deutlich – auch wenn noch klar weniger stark als beim Lockdown im Frühling.

Du willst dich baldmöglichst impfen? So könnte das klappen:

Die Alten bewegen sich mehr

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Bei den Altersgruppen zeigt sich: Die jüngste untersuchte Gruppe (15-29 Jahre) bewegt sich seit dem Lockdown etwas weniger. Die grösste Zunahme dagegen wird bei der Gruppe ab 65 Jahren gemessen.

Daten und Quellen

Das Mobilitäts-Monitoring wird von der Intervista AG im Auftrag des Statistischen Amt des Kantons Zürich, der Corona-Taskforce des Bundes und der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich ausgeführt. Ausgewertet werden Tracking-Daten des Footprints-Panels von Intervista.

Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren, die in der Schweiz wohnhaft sind und ein Smartphone besitzen. Im Rahmen der Datenaufbereitung werden Personen ausgeschlossen, die sich im Ausland aufhalten oder die Flugreisen unternommen haben. Die Stichprobe umfasst 2561 Personen (durchschnittliche tägliche Datenbasis).

Die täglichen Ergebnisse sind entlang repräsentativer Vorgaben des Bundesamtes für Statistik nach Alter, Geschlecht und WEMF-Region gewichtet (interlocked). Das Monitoring wird aktuell wöchentlich aktualisiert, immer am Dienstag.

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