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Video: watson/lea bloch

Zwei Männer werben für einen pinken Periodenhandschuh – und das Netz so 🤯🔫

Zwei Jungunternehmer überzeugten mit einem pinken Periodenhandschuh in der Sendung «Die Höhle der Löwen» den Investor Ralf Dümmel. Doch statt Applaus kassieren die Jungunternehmer einen Shitstorm im Netz.



«Wir sind echte Frauenversteher» beginnt der Pitch der beiden Jungunternehmer Eugen Raimkulow und André Ritterswürden in der VOX-Sendung «Die Höhle der Löwen». «Pinky Gloves» heisst das Produkt, das Raimkulow und Ritterwürden den Investoren schmackhaft machen wollen.

Ein pinkfarbener Einweghandschuh soll den Frauen das Leben erleichtern. Angezogen und umgestülpt, können Tampons und Binden leicht entfernt und in die Hosentasche gesteckt werden. «Pinky lässt Tampons sauber und diskret verschwinden», so die Gründer.

Sie hätten gemeinsam mit Frauen in einer Wohngemeinschaft gewohnt und würden deren Probleme kennen, so die «Pinky»-Gründer. Weil Frauen oft in Situationen kämen, bei denen sie Tampon und Binden nicht problemlos entsorgen könnten, würden viele auf das Ausgehen oder Hobbys verzichten, wenn sie ihre Periode haben.

Die Idee stösst besonders bei dem Deutschen Unternehmer Ralf Dümmel auf Anklang. Er findet den Vorschlag «sensationell» und will in «Pinky» investieren.

Shitstorm im Netz

Weniger «sensationell» finden zahlreiche Social-Media-User die Idee. «Zum Glück gibt es Männer, die mir sagen, wie ich mit meinen ekligen Periodenprodukten umgehen kann», schreibt eine Userin auf der Instagramseite von Pinky Gloves. Eine andere meint: «Was haben wir Frauen nur all die Jahre ohne diese Erfindung gemacht?!» Auch die Tatsache, dass es sich um Einweghandschuhe handelt, die um einiges teurer sind als «normale» Gummihandschuhe wird kritisiert.

Ebenfalls kaum ein gutes Haar an «Pinky» liessen zwei andere Jungunternehmerinnen, die vor einiger Zeit mit einem Periodenprodukt in der Höhle der Löwen vorstellig wurden. Kristine Zeller und Kati Ernst erhielten damals kein Investment für ihre Periodenunterwäsche. Die Gründerinnen stören sich am klischierten Namen «Pinky», denn «natürlich, Frauen kaufen nur Dinge, die pink sind». Und auch sie stören sich am Preis. «Dieser Handschuh kostet ein zig-faches von einem normalen Gummihandschuh. Damit müssen wir wieder mehr für alltägliche Produkte bezahlen», so Zeller in einer Video-Botschaft auf Instagram.

Die beiden «Pinky»-Gründer reagierten am Dienstag mit einer eigenen Videobotschaft auf die vielen kritischen Stimmen. Es liege ihnen am Herzen Stellung zu nehmen. «Selbstverständlich ist die Menstruation etwas ganz natürliches, wofür sich niemand schämen muss», so Eugen Raimkulow. «Mit ‹Pinky› wollten wir vor allem eine Lösung entwickeln, die Frauen in Situationen hilft, in denen sie ohne Toilette, Mülleimer oder Waschbecken sind», ergänzt sein Kollege André Ritterswürden.

Video: watson/lea bloch

(ohe)

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Wer Toni den Tampon nicht kennt, hat sein Leben verpennt

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Wer Toni den Tampon nicht kennt, hat sein Leben verpennt
quelle: @tonithetampon
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