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Weniger Skifahrer und Miniquarantäne – so will Berset die Schweiz für den Winter rüsten



Wie wird die Wintersaison 2020/21 aussehen? Gesundheitsminister Alain Berset ging am Montag anscheinend mit einem umfassenden Verordnungsentwurf in die Vernehmlassung bei den Kantonen, heisst es in einem Bericht des «Tagesanzeigers», dem das entsprechende Papier vorliegt.

Der umstrittenste Punkt: Die Regelung der Besucherzahlen. Berset offeriere gemäss dem Bericht den Skigebieten zwei Varianten:

Skiers wearing face masks queue for the chairlift on the opening day of the Verbier ski area in the Swiss Alps during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Verbier, Switzerland, Friday, October 30, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Des skieurs avec des masques de protection font la queue pour le telesiege lors de l'ouverture du domaine skiable de Verbier avant de descendre a ski la piste du Lac des Vaux pendant la crise du Coronavirus (Covid-19) le vendredi 30 octobre 2020 a Verbier. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Skifahren nur mit Maske: Verbier am letzten Freitag Bild: keystone

Weiter sieht das Papier vor, dass Seilbahnen mit Stehplätzen nur zu zwei Dritteln ausgelastet werden dürfen. Dies setzen etliche Bergbahnen bereits freiwillig um. Beim Anstehen am Lift sollen neben Maskenpflicht auch Abstandsregeln gelten.

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Ebenfalls gibt es Beschränkungen bei der Gastwirtschaft: Die Gäste sollen nur in Bergrestaurants eintreten dürfen, wenn auch ein Tisch frei sei. Zudem sollen Restaurants und Skihütten bereits um 15 Uhr schliessen.

In den Skigebieten ist man über diese Massnahmen nicht erfreut. Wie Mario Davatz von den Berbahnen Grüsch-Danusa gegenüber des Tagesanzeigers sagte:

«Mit den Forderungen Bersets wird dem Druck aus dem Ausland nachgegeben, obwohl bei den Bergbahnen bisher überhaupt nichts passiert ist.»

Mario Davatz, Bergbahnen Grüsch-Danusa Tagesanzeiger

Dem Ausland wiederum dürften die Massnahmen in der Schweiz zu schwach sein: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte letzte Woche gefordert, mit der Ski-Saison erst Mitte Januar zu starten. Unterstützung erhielt er von Deutschland und Frankreich. Nicht einverstanden damit ist der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Er möchte selber darüber entscheiden, wann und ob die Skigebiete offen bleiben.

Miniquarantäne geplant

Dem Tagesanzeiger lag auch der Verordnungsentwurf Bersets vor, in dem weitere Einschränkungen im Vorfeld der Festtage vorgeschlagen werden. Bis zum 23. Dezember dürften sich demnach nur noch maximal zwei verschiedene Haushalte bis zu zehn Personen zuhause treffen. In Restaurants wären gar nur noch vier Personen pro Tisch erlaubt – ebenfalls nur aus zwei verschiedenen Haushalten.

Die Kantone haben bis am Mittwoch Zeit, um auf Bersets Vorschläge bezüglich der Miniquarantäne und der Einschränkungen im Wintersport zu reagieren. Über die definitiven Massnahmen wir der Bundesrat wohl am Freitag entscheiden.

(saw)

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